Mit ihren schwermütigen Sounds zwischen harscher Industrial-Musik, wuchtigen Arrangements und ausgelassener Experimentierfreude beeinflussten Coil maßgeblich elektronische Acts wie zum Beispiel Autechre. Separat veröffentlichten die Londoner um Sänger John Balance und Keyboarder Peter "Sleazy" Christopherson …

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  • Vor 6 Jahren

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  • Vor 6 Jahren

    In seinem Eklektizismus unverkennbar ein Album der 90er, das Ambient und Industrial mit Tangerine Dream, Minimal music, Eric Satie, Throbbing Gristle, EDM, Musique concrète und Post-Rock-Spoken Word in einen Topf wirft.

    • Vor 6 Jahren

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    • Vor 6 Jahren

      Sehe ich durchaus als ihren Verdienst an, sich den unterschiedlichsten Elementen aus der Musik, der Literatur, der Philosophie und der Religion anzunehmen und daraus wieder etwas Neues entstehen zu lassen. Andererseits ist der Katalog von Coil wahnsinnig umfangreich. Im elektronischen Bereich gibt es fast nichts, was sie in ihrer langen Karriere ausgelassen hätten.

  • Vor 6 Jahren

    Slint und Cardiacs schon in der Mache?

    Fun Fact: Beide Bands haben nicht nur gemeinsam, dass sie ganze Genres geprägt haben und von vielen einflussreichen Musikern wiederum als deren Einflüsse genannt werden, sondern auch, dass sie auf laut.de nicht mal mit einem Portrait vertreten sind.

    Kann man ja vielleicht mal in Angriff nehmen, wenn wir die Saisonhighlights DSDS und Daniele Negronis Auftritt im australischen Dschungel hinter uns gebracht haben.

  • Vor 6 Jahren

    toller stein, toller text!

    nun haben wir hier in der rubrik von derartigen urkombos immerhin cabaret voltaire und coil. fehlen noch current 93,throbbing gristle und/oder psychic tv.

    • Vor 6 Jahren

      Waren allesamt sehr wichtig, zumal Christopherson ein Gründungsmitglied von TG war und Balance ebenso in der Nachfolgecombo Psychic TV mitgewirkt hat. Zu Tibet pflegten sie ja auch bis zum Ende freundschaftlichen Kontakt. Cabaret Voltaire halte ich jedoch genauso für wegweisend. Vor allem, was die Verschiebung von Genregrenzen angeht. "The Crackdown" wäre deshalb aus meiner Sicht auch ein toller Meilenstein gewesen, aber mit "Red Mecca" kann ich ebenfalls sehr gut leben.

    • Vor 6 Jahren

      Und Richard H. Kirk hat mit "Dasein" letztes Jahr erst ein fantastisches Soloalbum veröffentlicht.

    • Vor 6 Jahren

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    • Vor 6 Jahren

      guter punkt, para!

    • Vor 6 Jahren

      Da müsste man sich zwischen der Post-Punk- und der EBM-/Industrial-Phase der Band entscheiden. Mit der EBM-/Industrial-Phase kenn ich mich leider nicht so gut aus, aber "Buried Dreams" möchte ich den Meilensteinstatus deswegen keineswegs absprechen. Mein Favorit ist übrigens "Thirst".

    • Vor 6 Jahren

      die burried dreams habe ich letztes jahr nach dekaden mal wieder ausgepackt. hat in meinen augen nichts verloren, klingt eher noch besser als damals.
      dass die lyrics von "The Hacker" (habe beim durchschauen meines alten, überschaubaren vinylbestandes die maxi davon entdeckt. war mir völlig entfallen.) von 1989 sind, erscheint heutzutage als wahrgewordene zukunftsvison.

      A digital murder
      Programmed by mathematical terrorists
      Outside of mortal bounds
      Silently hacking
      A binary plague
      Serving information
      This is the time of the hacker
      This is the code of the hacker
      This is the hacker
      An algebra of fear

      Within the language of machines
      Uninfringed my human emotions
      Within global systems
      Silently moving
      A digital maze
      Cutting information
      This is the way of the hacker
      This is the extremity of the hacker
      This is the hacker
      Protect now or be erased forever

      A binary virus
      Unleashed by subversive programmers
      Inside corporate systems
      Silently eating
      The endemic wave
      Erasing information
      This is the sign of the hacker
      This is the genius of the hacker
      This is the hacker
      Learn now
      Or be cut down forever

    • Vor 6 Jahren

      Übrigens würde ich mich bei Coil nicht ubedingt auf das Genre Industrial fixieren. Die meisten der späteren Alben zähle ich eher zur (experimentellen) Elektronik. Eventuell wäre auch mal Autechre dran.

    • Vor 6 Jahren

      Sehe gerade die "Buried Dreams" in voller Länge. Führe ich mir gleich mal zu Gemüte.

    • Vor 6 Jahren

      die habe ich mir angeschafft, nachdem sie von ecki stieg bei den grenzwellen vorgestellt wurde. dba sollten die worte "ecki stieg" und "grenzwellen" ein lächeln ins gesicht zaubern. :smug:
      hach, das waren noch zeiten wo es sich gelohnt hat, das radio einzuschalten. wie viele bands ich durch diese sendung kennengelernt habe.

    • Vor 6 Jahren

      ecki ist da ja auch ein echter überzeugungstäter gewesen. der brannte und brennt 24/7 für musik. den damaligen cabaret voltaire-meilenstein (bzw überhaupt deren katalog) habe ich kurz vor dem schreiben ehrlich gesagt auch nur durch ihn - recht spät, ich weiß - so richtig kennengelernt. im gegenzug habe ich ihm dann ulver und sunn o))) nahegebracht. der ist noch immert offen für neues. und ja: ohne die grenzwellen wäre etliches gar nicht erst so richtig in deutschland angekommen. den verdienst kann man ihm nicht nehmen.

      bei coil mag ich ja auch die gastvokalisten-stücke sehr. wenn marc almond oder ganz besonders gavin "virgin prunes" friday dort loslegten war das aus meiner sicht erst so richtig perfekt. die beiden haben sich sehr gut ins konzept eingefügt.

    • Vor 6 Jahren

      Wenn man zu den Anfängen von Industrial will, müsste hier "Metal Machine Music" von Lou Reed auftauchen, aber das ist kein richtiges Musikalbum und sollte auch retrospektiv keine 5 Sterne bekommen. Ferner hat Industrial seine Wurzeln in der Avantgarde der 50er und 60er.

      Throbbing Gristle, This Heat und Cluster sind in meinen Ohren würdige Kandidaten (weil einflussreich) für Meilensteine in dieser Richtung.

    • Vor 6 Jahren

      Absolute Zustimmung. Man könnte die musique concrète eines Pierre Schaeffer anfügen, die Elektronik von Karl-Heinz Stockhausen oder die Experimente von Steve Reich. Völlig unterschlagen wird jedoch auch der Einfluss von Delia Derbyshire beziehungsweise ihrer Band White Noise. "An Electric Storm" (1969) ist ein unheimlich einflussreiches Werk, weil es als einer der ersten popkulturellen Alben die spätere Sample-Technik nachhaltig geprägt hatte.

  • Vor 6 Jahren

    absolut verdienter meilenstein natürlich! lese schon seit jahren laut.de und habe damit 0 gerechnet und bin total positiv überrascht! von coil hätte ich aber wahrscheinlich "ape of naples" ausgesucht. kann mir niemanden vorstellen der davon nicht angefixt wird. "musick to play in the dark vol. 1+2" sind schon ganz schöne brocken!