laut.de-Kritik

Die Revolution wartet nicht auf ihre Helden.

Review von

Wahnsinn mit Methode, das war vor zwei Jahren das Debüt von Black Midi. Ein atemloser und intensiver Krawall von ein paar Kids, die weder sich selbst noch die derzeitigen Hörgewohnheiten schonten. Wahrscheinlich war es zu viel Wahnsinn, denn Gitarrist Matt Kwasniewski-Kelvin stieg aus der Produktion zum neuen Album aus, um mental wieder klarzukommen. Der Rest der Band war ebenfalls auf einem guten Weg, nicht nur soundtechnisch dem Wahnsinn anheimzufallen. Die Liveauftritte gerieten fast noch energetischer als der hypernervöse Sound von "Schlagenheim", bis die Pandemie das Leben weltweit auf null stellte.

Eine Herausforderung für alle und letztendlich doch ein Glücksfall für die verbliebenen drei Jungs, denn die ständige Ablenkung durch Touren und Termine bremste den bis dahin ungestörten Ideen-Fluss. So konnte jeder zu Hause wieder konzentriert an dem Nachfolger arbeiten, der schon wieder einen exotischen Namen trägt.

"Cavalcade" ein Umzug durch die Stadt. Spontan fällt einem der morbide Karneval von My Chemical Romance und ihrem Konzeptalbum "The Black Parade" ein. Die Verbindung zu Black Midi funktioniert in dem Fall aber nur namenstechnisch, denn Weltschmerz und Trauer waren schon auf dem Vorgänger nicht die tragenden Säulen, eher die unbändige Lust, Dinge aufzubauen und diese sofort zu fragmentieren. Kein Hass auf das Schicksal, sondern eine stetig angenervte Kampfansage an den Stillstand.

Alles muss ständig in Bewegung bleiben, das war die Maxime, nach der diese eigenwillige Band vorging und mitunter ein wenig selber den Überblick in dem blitzenden Ideen-Orkan verlor, den sie selber hinauf beschwor. Da ist die Verwunderung nicht groß, dass die ersten Sekunden vom Intro wie der legendäre THX-Sound von George Lucas klingen, nur um auch dieses altehrwürdige Fundament der Musikhistorie alsbald mit voller Wucht zu stoppen und mit Drone-Sound platt zu walzen.

Ein Songtitel wie "Marlene Dietrich" rollt den roten Teppich für's 'Kopfkino' aus, überrascht aber mit einem konventionellem Aufbau, der auf Exzentrik verzichtet. Scott Walker-Gesang mit Bossa Nova und schon sind Black Midi auch für konventionelle Musikhörer hörbar.

Ein Überraschungsmoment, der schon wieder alle Erwartungen an das neue Album nach einem gewohnt chaotischen Einstieg negiert. Sehr vertraut klingt "John L.", das mit Stakkato-Riffs und Hyper-Rock-Attitüde direkt Heimatgefühle zurück nach "Schlagenheim" triggert. Ein Sound, den Sänger Geordie Greep aber bereits trotz der euphorischen Kritiken schon kurz nach Veröffentlichung als längst überholt ansah und der ihn langweilte. Alles sollte von nun an (noch) besser und größer klingen.

So hält "Diamond Stuff" den chaotischen Umzug durch die Sinnesregionen für einen Moment an. Die Londoner muckern zwar wieder ordentlich virtuos an ihren Instrumenten, aber entwickeln ein Gespür, wie sie einem Song auch eine emotionale Tiefe geben können. Geordie Greep, der seine Stimme sonst wie ein Instrument in den Gesamtsound rhythmisch einfügt und damit an Serj Tankian erinnert, lässt die bedrohliche Ruhe langsam und mit flüsternden Murmeln wirkungsvoll einwirken.

Fast schon zu erwachsen für die sonst so rebellisch-trotzigen Heranwachsenden, die auch in "Ascending Forth" eine erwachsene Performance hinlegen und damit leider endgültig ihren ganz eigenen Sound über Bord werfen. Es bleibt natürlich eine Meisterleistung, den Sound von Scott Walker abermals perfekt zu kopieren, aber den gab es nun mal schon.

Wahrscheinlich war doch zu viel Zeit zum Nachdenken übrig, denn die rotzige Lockerheit von "Schlagenheim" fällt dieser Bewerbung für den altehrwürdigen Rock-Olymp zum Opfer. Aber genug geschimpft, "Calvacade" ist schon wieder ein technisch herausragendes Album von unfassbar hochtalentierten Wunderkindern geworden. Allein das virtuose Schlagzeugspiel von Morgan Simpson ist nicht mehr von diesem Planeten.

Und doch: So herrlich spontan wie "Western" oder "bmbmbm" klingen nur noch kurze Passagen. Viele Songs ordnen ihren Wahnsinn lieber der großen Krautrock-Jazz-Oper-Orchestrierung unter. Black Midi sind jetzt große Kunst und das, bei aller Kritik, immer noch mitreißend genug, um auch dieses Jahr die Konkurrenz wie Black Country, New Road oder Squid auf die Plätze zu verweisen. Dass überhaupt derzeit so viele spannende Indie-Rock-Alben aus England kommen, bleibt auch ihr Verdienst, aber die selbst entfachte Revolution wartet nun mal nicht auf ihre Helden.

Trackliste

  1. 1. John L.
  2. 2. Marlene Dietrich
  3. 3. Chondromalacia Patella
  4. 4. Slow
  5. 5. Diamond Stuff
  6. 6. Dethroned
  7. 7. Hogwash and Balderdash
  8. 8. Ascending Forth

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LAUT.DE-PORTRÄT Black Midi

"Die beste Band, die noch keiner kennt", so bezeichnet das Musik-Magazin New Musical Express die Londoner Formation Black Midi. Geordie Greep (Gesang/Gitarre), …

3 Kommentare mit 33 Antworten

  • Vor 2 Monaten

    Matt Kwasniewski-Kelvin ist Gitarrist...

    • Vor 2 Monaten

      Also für Tool-Hörer usw.

    • Vor 2 Monaten

      Siehst du, c3p0i, das ist genau der Grund, warum dich hier keine Sau ernst nimmt, wenn es dir in irgendeinem anderen Kommentar tatsächlich mal um irgendwelches soziales Gedöns zu gehen scheint!

    • Vor 2 Monaten

      Als Tool-Hörerin und Nicht-Kunststudente usw. kann ich das nicht bestätigen, mein lieber c452hi.

      Rein stilistisch zielt das hier vorliegende Machwerk eher irgendwo zwischen Mars Volta und Dillinger Escape Plan -ohne dabei eine nennenswerte emotionale Tiefe zu erreichen- wenn wir uns bei der territorialen Absteckung an Genregrößen bedienen wollen. Ist halt eher so Mensch-Maschine als Sex-Roboter.

    • Vor 2 Monaten

      Miss Machine will always occupy a very special spot in my heart. ♥

    • Vor 2 Monaten

      c452h führt regelmäßig Animals As Leaders auf, wenn er betonen will, dass er durchaus auch was "Anspruchsvolles" hört. :D Also z.B. in Diskussionen, in denen er Cros Luftigleichtigkeit verteidigt.

    • Vor einem Monat

      Also stehst du auf Musik, die keine nennenswerte emotionale Tiefe erreicht? Tool sind doch auch nur Mensch-Maschine mit ihren krummen Takten und der Musik, die mit dem Taschenrechner komponiert wurde?
      Dann sollte dir das hier doch gefallen?

    • Vor einem Monat

      Tja, mit so ziemlich JEDER und JEDEM anderen hätte an dieser Stelle eine Diskussion darüber entstehen können, wie Tool früher wissentlich und bewusst zwischen den Polen hin- und herwanderten oder ganz quantenmechanisch auch mal beides gleichzeitig - musikalisch virtuos UND emotional ansprechend - sein konnten und wie das vielleicht zum letzten Fanservice-Albung hin langsam ihrer Kontrolle zu entrinnen schien...

      ...abert JEDE(R) hier weiß ja, was für ein schlaffer Provo-Troll du bist, wie vergebens eine solche Liebesmüh in Trollolos wie dich invesiert wäre und für alle, die das zwischenzeitlich vergessen haben, bietest du ja jetzt offensichtlich deinen Auffrischungsservice an und postest deine Trollversuche unter deine eigenen älteren Trollversuche, bei denen schon nachvollziehbar herausgearbeitet wurde, was für ein überflüssiger Troll du bist. Total super, diese Art der Teilnahme! :)

    • Vor 18 Tagen

      Woher weißt du, dass sie wissentlich und bewusst agiert haben? Woran macht man fest, dass die Musik bei Tool emotional ansprechend ist?

      Hier gings aber um den Vergleich black midi und da hat sich der Schuft einfach gelöscht, weil er genau wusste, dass sein Standpunkt nur schwerlich zu verteidigen sein wird.

    • Vor 18 Tagen

      Na ja allzu viele andere Acts, die dermaßen dringliche lyrics in authentischer Intonation, allerdings in Form mindestens so vieler cleaner, bittersüß gesungener Melodiebögen wie dunkel grollender shouts dargeboten, bieten, wirst du 1996 in der verzerrten Stromgitarrensparte nicht finden, poi, selbst wenn du dafür mal über dein alles andere als profundes Musikwissen und deine üblichen Trollinger-"Recherchen" hinausgingst. Maynard kann verletzlich klingen, tut es aber seltenst in dieser aufgesetzt-pathetischen Heularsch-Art, die so vielen seiner Baukasten-NuMetal- und Emo-Nachbar*innen die einzig zu eigene ist. Gleichzeitig kann (konnte... :( ) er unglaublich fies growlen, ohne dass es dabei wie das szenetypisch als unverzichtbar geltende Testo-Aggro-Gebolze vieler Extrem-Metal-Spielarten rüberkommt, sondern eine authentische Form von Verzweiflung in Musik übersetzt, die innerhalb des Aggro-Gekeife als eher untypische Intention des Keifens galt bis dahin. Allein zwischen diesen beiden Polen gesanglicher Intonation eröffnet Maynard sich einen Range, der bis heute im Hartwurstsegment seinesgleichen sucht.

      Aber nuffsaid hierzu.

      Des weiteren wäre es mir in diesem speziellen Fall hier nämlich lieb, wenn du in der Angelegenheit im folgenden einfach mal dein dummes Maul halten könntest, statt den Fred hier weiter zu schänden. Unsere Fehde können wir dann gerne in 1001 noch kommenden Threads ausagieren, in denen du wahlweise dein musikalisches Unwissen oder deine grenzenlose Geschmacklosigkeit beim Auswählen persönlicher Favorit*innen menschengemachter Musik zur Schau stellen wirst, hm? Danke. :)

    • Vor 18 Tagen

      Ohje, souli. Deine Trauer über Kryptas Ableben scheint noch anzudauern. Bitte beachte, dass du die vormals positive Energie zwischen euch nicht in negative Energie zwischen dir und c452h umwandeln solltest. Mhh, vielleicht sollte ich mich als Krypta anmelden, um uns alle nachhaltig zu schützen.

    • Vor 18 Tagen

      Ach, und lieber c452h: wie fandsten jetzt eigentlich das zweite Album von Crazy Town "Darkhorse"? Hat sich das sehnsüchtige Warten gelohnt? Ich fand's echt nice.

    • Vor 18 Tagen

      Dünnes Eis, @Weazle. Sehr dünnes Eis, was da gerade unter deinen Füßen zu knacken beginnt...

    • Vor 18 Tagen

      :) Ich verzieh mich dann mal lieber schnell ... *Staubwolke*

    • Vor 18 Tagen

      "Des weiteren wäre es mir in diesem speziellen Fall hier nämlich lieb, wenn du in der Angelegenheit im folgenden einfach mal dein dummes Maul halten könntest, statt den Fred hier weiter zu schänden. Unsere Fehde können wir dann gerne in 1001 noch kommenden Threads ausagieren, in denen du wahlweise dein musikalisches Unwissen oder deine grenzenlose Geschmacklosigkeit beim Auswählen persönlicher Favorit*innen menschengemachter Musik zur Schau stellen wirst, hm? Danke."

      Jetzt dachte ich, wir hätten endlich zu einander gefunden und dann gibst du dich doch wieder solch unnötiger Invektiven hin.

      Dein geheimes Templerwissen über MJK war nun auch nicht so spannend, trotzdem kann ich da nicht widersprechen. Wieso sollte ich auch, wenn ich doch selbst Tool höre.

      Was noch fehlt, ist deine Einschätzung zu Cavalcade. Dann wärst du mich vorerst los. :)

    • Vor 18 Tagen

      klingt wie der anfang eines schlechten witzes: ging ein nagetier zum psychologen

    • Vor 18 Tagen

      Geheimes Templerwissen my ass, das bleibt doch keinem Arsch mit 2 Ohren verborgen, wenn er nur mal hinhören würde!

      Ansonsten war hier doch augenscheinlich schon wieder jeder Halbsatz ein ganzer zu viel. :/

    • Vor 18 Tagen

      Du musst ja nun nicht so tun, als würde ich trollen, wenn ich nur den Mund aufmache. Ob du dieses Album hier gehört hast, würde mich tatsächlich interessieren.

    • Vor 17 Tagen

      Hab ich und ich fand's mit dem Neologismus des OP echt wunderbar treffend beschrieben, auch weil ich 2005 bei einigen Menschen wohl ganz ähnlich rübergekommen sein muss ohne währenddessen Kunst studiert zu haben. Die Vergleichsebene zieht aber auch deswegen so wunderschön aktuell bei mir, da in meiner derzeitigen Hauptband zufälligerweise ne Kunststudente singt und irgendwie kann mensch einige der mit dem Neologismus des OP subtil miterfassten Eigenschaften, solcher Musik wie der von Black Midi trotz (für mich) fehlender emotionaler Komponente den Vorzug zu geben, auch in dieser wiedererkennen. :)

      @Ragi hat sich die vergangenen Monate immer mal wieder ähnlich meiner inzwischen vorherrschenden Meinung zu so was hier, Hirsch Effekt, Iwrestledabearonce und wie diese "höher, schneller, weida"-Projekte alle heißen geäußert.
      Das war bei mir mal anders. Mein damaliger Sozialkreis hat's mächtig gefeiert, als ich 2005 plötzlich mit der "Doppelgänger" von "The Fall of Troy" um die Ecke kam. Dabei hab ich zu der Zeit auch nichts groß anders gemacht als heute, hab halt existierenden Musikjournalismus tatsächlich auch gelesen(!). Da waren die Kumpels und Kumpelinen noch überwiegend die NuMetal-Reste am feiern ohne zu merken, dass es schon der Abgesang auf's Genre im Gesamten war.

      Aber während mir das damals vor allem darum ging, Musik zu finden, die eine sehr vielschichtige, komplexe und äußerst fordernde Liebesbeziehung zu einer hochintelligenten und ultragestörten Mitstudentin besser zu beschreiben vermochte als die zu dieser Zeit bei uns noch üblichen Verdächtigen einer NuMetal-, Emo- und Screamo-Indie-Soße das gekonnt hätten, waren die meisten anderen (selber Musiker*innen) spürbar eher von diesem "mehr gespielte Noten in weniger vergangener Zeit!"-Aspekt der Extrem-Musikarten beeindruckt. Klar kannte ich da schon z.B. schon "Jane Doe" von Converge, mir selbst ist der im Vergleich dazu "handzahme" und von vielen Ultra-Fans der Band geschmähte Nachfolger "You fail me" aufgund seiner textlichen und dadurch irgendwie auch emotionalen Nähe zur eigenen Beziehung in dieser Zeit bis heute sehr viel näher.

      DEPs "Miss Machine" ein Jahr vor TFOTs "Doppelgänger" ist dann auch schon der Zenit dieser persönlichen "Entwicklung" für mich gewesen. Es gibt bis heute nur einen einzigen Drummer in meinem Sozialkreis, der versteht, warum DEP für mich nach dem Abgang von Chris Pennie einfach nicht mehr dieselben wurden. Weiß nicht, ob es damit zusammen hängt, ist aber zufällig auch der einzige Drummer in meinem Sozialkreis, der Drums & Percussion studiert und abgeschlossen hat auf ner Musikhochschule.

      Jedenfalls ziehts zwar auch mich noch auf jede Tanzfläche, wenn in absehbarer Zeit und dabei hoffentlich halbwegs sicher bald wieder eröffneten Hartwurst-Untergrundclubs unseres Vertrauens ne halbe Stunde Epilepticore-Galore angezeigt ist und sich dieser vorwiegend Veröffentlichungen des aktuellen und des vergangenen Jahrzehnts widmet, mir persönlich fehlt inzwischen jedoch oft der emotionale Bezug zu so Platten - auch den neuen von damals hochverehrten Vertreter*innen - so, dass es bei für mich erkennbaren Clubbegegnungen bleibt, die nicht zum Einzug in den eigenen Plattenschrank führen.

      Gelingt es nicht, einen solchen emotionalen Bezug herzustellen (und dafür ist mein heutiges Leben wahrscheinlich häufig "zu einfach" gestrickt im Vergleich zu damals :D ), dann stellt sich oft so ein innerlicher Trotz ein, dass "wenn es hier nur wieder um höher, schneller, weiter geht, hätte ich auch Ende der 90er gleich bei Dream Theater bleiben können!"

    • Vor 17 Tagen

      Schade! Ich denke nach letztem Text, bin ich weniger komplex unterwegs, fehlt mir was?

      Gerde wieder der vollen Kanne Realität im Gesicht ausgesetzt. Leute die sich so versichern, dass der Krankenhausbesuch mit Krebs im Endstadion wie der Besuch auf dem Ballermann, nur in vier Wänden, erscheint. Dir dabei die Hucke vollrauchen und darüber klagen, dass sie ihren Job gefährden und bald nix bekommen ausser ihr Mann füttert sie durch. Ich erdreiste mich im Raucherpavillion zu behaupten, auf die Frage was an DE doch gut wäre? Das man in DE, nach wie vor das beste Sozialsystem, immer noch hat. :P

      Gerade das eingeflochten, weil aktuelle Musik ist zwar weniger geworden, die mir die Komplexität liefern wie vor ca. 25 Jahren, aber mein Gehör bzw. meine Empfinden ist doch damit auch gestiegen/besser geworden. Am Dienstag steht OP an, höre am Dienstag auf zu rauchen, schwöre!

    • Vor 17 Tagen

      Ohje :(
      Wünsche dir alles Gute für die OP und eine baldige Genesung!

    • Vor 17 Tagen

      Alter! Dito und insbesondere gutes Gelingen bei dem für die Genese sicherlich nicht unerheblichen Vorhaben, das Rauchen einzustellen! Zumindest, bis Wundheilung etc. mal abgeschlossen ist, aber wenn wir hier von was Pulmologischem sprechen, dann besser gleich for good and ever after einstellen.

      Sollte Bedarf an Tipps aus Ablage F der Disziplin aufkommen... You know what to do! ;)

    • Vor 17 Tagen

      Auch von mir alles Gute für den Doc, sollte klar sein!

      *knutschsmiley*

    • Vor 17 Tagen

      Auch von mir der Wunsch zur vollständigen Genesung, speedi. Ich hoffe, die Umstände namens Corona und Kontaktbeschränkung hindern dich nicht daran, viel Zeit mit deiner Familie verbringen zu dürfen und die nötige Kraft daraus zu schöpfen, die es nun braucht, um meinen alten Widersacher, den ich ja doch irgendwo auch in mein froschiges Herz geschlossen habe, wieder auf die Beine zu helfen.

    • Vor 17 Tagen

      Im Bekanntenkreis ist Covid-unabhängig ein sehr schwerer Fall von lungigem Versagen eingetreten. Sah zunächst ernst aus, aber sie ist wieder auf den Beinen. Vor dem besorgten Hintergrund auch alles Beste von mir für die hoffentlich nicht allzu dramatische OP!

    • Vor 17 Tagen

      Huch, es ging ja um den guten alten Speedi, nicht um den Doc. Natürlich auch nur das Beste für Onkel Speedi, get well soon!

    • Vor 17 Tagen

      Auch von mir alles erdenkliche Gute. Wir halten dir hier den Platz frei. :-)

    • Vor 16 Tagen

      :( damn. alles gute, speedi!

    • Vor 16 Tagen

      Danke an alle, bitte kein Mitleid, sondern Mut machen. Hab selbst aus angst vor Konsequenzen 3 Monate das vor mir her geschoben, wichtig ist das ich nun was tu dagegen. Kein Held weit und breit. :P

      Hab z.b. meinem Zimmergenossen (81 Jahre und Krebs im Anfangsstadium) aufgefordert was zu sagen, wenn es ihm zu langsam oder nicht gründlich geht mit der Diagnose. Hat einfach Angst den Mund auf zu machen! Natürlich stärkt mich das auch mit.

      Heute finalen Covid Test gehabt vor dem kleinen Eingriff. Das auch nur ein Eingriff, der die entgültige Diagnose ergibt. Gestern das Rauchen aufhören schon wieder über den Haufen geworfen, heute wieder vorgenommen, nach dem negativen Test. 40 Jahre süchteln (bis zu 40 Zigaretten am Tag) ist eigentlich irre, zum Glück kein anderer Missbrauch (Alk oder weiter).

      Die vier Tage im Krankenhaus haben ergeben, mein Pferdekreislauf macht jede Erkrankung mit, wie lang weiß ich natürlich nicht. Zur Beobachtung eine Nacht noch im Krankenhaus, dann finale Therapie (geht von Antibiotika bis OP an entzündetes Gewebe im Gesicht/Rachen/Kinn). Bisher aber nichts im Blut und Urin was auf den schlimmsten Fall hin deutet, war selbst über meine guten Werte überrascht.

      Bis die Tage.....

    • Vor 16 Tagen

      Ernst gemeinter Tipp: Versuch es mit Nikotinersatzprodukten, Pflaster, Inhalator oder auch E-Zigarette. Alles besser als Zigaretten und so kannst du zweimal getrennt aufhören, einmal mit dem Ritual des Rauchens, und dann später kannst du den Suchtstoff Nikotin absetzen. Gerade wenn du zu süchtig bist um so aufzuhören, trotz Wunsch - so wie ich früher - ist es meiner Meinung jnd Erfahrung nach gut, da kleinschrittig ranzugehen.

    • Vor 16 Tagen

      Lieber Speedy,
      solltest du diesen Weg halbwegs unbeschadet überstehen, wirst du noch stärker zurück kommen. Eine der wenigen Plattitüden, die tatsächlich stimmt. Versuche ruhig zu bleiben, akzeptiere die Situation und nehme den Kampf an und hoffe auf ein wenig Glück. Fairness gibt's sowieso nicht. Aber ehrlich gesagt, mache ich mir da bei dir keine großen Sorgen, was das Annehmen der Situation angeht. Peace! Und bleib wack(er) ;). Dein Psycho.

    • Vor 16 Tagen

      Danke Caps das gleiche hat mir mein Sohn auch empfohlen. Hab in der Vergangenheit aber halt andere Erfahrung gemacht. Damit man Süchte ernsthaft für immer in den Griff bekommt, muss man knallhart sein und vor allen die Manipulation die immer mit der Sucht einhergeht, sich sehr bewusst machen.

      Hat mit 20 ungefähr mal diverse Erfahrungen mit "Groschengräbern" gemacht und nach dem absoluten Supergau auf dem letzten Fünfer damals über 1000 DM gewonnen. Damit dann nach Hause zu meiner kleinen Familie, Taxi hat 80 DM gekostet, um den Unterhalt abzuliefern zum ersten Mal seit 6 Monaten. Anpfiff meines Lebens bekommen, klein wie Hut und nie wieder rein in eine Spielhalle. Kann da heute rein und es rührt sich nix.

      Über die Kommunikation des Automaten erzähle ich dir aber nichts nun, kannste dir denken auf welches Selbstbewustsein wann welches Suchtmittel trifft, etc. Jedenfalls das im viel Kleineren oder nun halt im Größeren angewendet, wird funktionieren auch beim Rauchen.

      Und bei aller Inkonsequenz die uns Menschen so bescheuert macht, hat mein Doc gesagt, ist das Rauchen Nebensache erstmal.

  • Vor 2 Monaten

    Krasses Album - zum Teil n bisschen zu doll, aber insgesammt sehr interessant