Porträt

laut.de-Biographie

Beáta Palya

"Jüdische Musik oder die Musik vom Balkan sind zwei Gebiete, die man das ganze Leben lang erforschen kann. Darin liegt eine solche Schönheit, so große rhythmische und melodische Variationen. Dasselbe gilt für die anderen Elemente, die ich benutze, wie 'Zigeunermusik', ungarische Volksmusik oder orientalische Stücke. Aber da ich nur ein Leben zur Verfügung habe und selbst diese Zeit kurz ist, versuche ich, nur das Beste aus allen diesen Materialien auszuwählen."

Zur Welt kommt Beáta Palya 1976 im ungarischen Städtchen Bag. Die Liebe zur Musik, die ihre Kindheit und Jugend kennzeichnet, mündet schließlich in einem Studium. Während ihrer Hochschulausbildung interessiert sich die Sängerin nicht nur für ungarische Volksmusik, Jazz und Weltmusik. Auch indische und persische Musiktraditionen begeistern sie. Ihr außerstudentisches Engagement führt sie mit den Weltmusikbands Kárpátia, Folkestra und Daraduna auf aufsehenerregende Gastspielreisen, die sie unter anderem nach Japan führen.

2003 beginnt die sympathische Vokalistin an ihrer Solokarriere zu basteln. Entsprechend ihrer musikalischen Vorlieben nennt sie ihr Solodebüt 'Tradition in Bewegung', "Ágrol-Ágra". Ihre Mischung aus ungarischer Folklore, Jazz, World und orientalischer Melodik & Lyrik trifft in Worldjazz-Kreisen auf offene Ohren. Um sich ihrer stetig wachsenden Fangemeinde live zu stellen, reist sie von Russland bis Brasilien bald rund um den Globus.

Motor ihres Erfolgs ist ihre künstlerische Eigenständigkeit, die sich in der globalisierten Szene schnell herum spricht. Es dauert nicht lange, bis die ersten Einladungen zu international renommierten Veranstaltungen den Weg auf ihren Schreibtisch finden. Nun geht es Schlag auf Schlag.

2004 bereichert sie die Athener Kulturolympiade, 2005 glänzt sie in einer Hauptrolle von Transylvania (Regie: Tony Gatlif), schreibt am Soundtrack mit und erhält schließlich eine Einladung zum Filmfestival nach Cannes. Nebenher veröffentlicht sie fleißig ihre Alben und unterschreibt 2006 einen Deal mit dem französischen Label Naïve, das u.a. Carla Bruni unter Vertrag hat. Zuvor wird sie für "Psyche" noch mit dem "Aphelandra Award" ausgezeichnet. Ein Preis, der in Ungarn für humanistische oder kulturelle Verdienste verliehen wird und hohes Ansehen genießt.

2008 ernennt sie der ungarische Kultusminister zur weltweiten Kulturbotschafterin ihres Landes. Da ist es nur folgerichtig, wenn sie für ihr Debüt in der New Yorker Carnegie Hall (2009) angekündigt wird als "Hungary's Rising Star". Doch bei allem Interesse an ihrer Kunst und ihrer Persönlichkeit verliert Beáta Palya scheinbar nie den Boden unter den Füßen:

"Poesie, emotionale Nähe in Liedern, Gegentrends, Schwimmen, Yoga, Wasser, Handys ausschalten und Schreiben: Diese Dinge führen nicht zu Berühmtheit, aber sie geben mir Energie und das Ergebnis ist letztendlich positiv. Es ist wunderbar, meine Karriere als Musikerin blühen zu sehen."

Alben

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