laut.de-Kritik

Die Schweden lassen astreine Raubsäue von der Kette.

Review von

Vomitory steht seit jeher für allerfeinsten Schwedentod am Spieß mit saftigen Anleihen bei den Vertretern der US-Küche. Wenig überraschend, dafür aber nach wie vor gut gekocht und lecker präsentiert. Wenn man Bock auf ne gute Pizza hat, geht man ja schließlich auch zum Lieblingsitaliener.

Im Vergleich zu "Carnage Euphoria" treten die Schweden das Gaspedal wieder häufiger durch und lassen mit dem Opener "Regorge In The Morgue" gleich mal eine astreine Raubsau von der Kette.

Unter drei Minuten rast die Nummer durch die Speaker und macht da bereits mürbe, wo "Bloodstained" den letzten Widerstand einreißt. Gerade was die Gitarrenarbeit angeht, blitzt hier immer wieder der nordamerikanische Einfluss auf.

Dennoch bauen Vomitory nach wie vor nicht auf explizite Technik oder progressives Songwriting, sondern viel mehr auf fette Grooves ("They Will Burn", "Forever Damned"), die mit den tiefen Growls von Basser Erik Rundqvist massiven Druck erzeugen. Eher schleppend gehen sie bei "Shrouded In Darkness" zu Werke, was zwischen dem abzischenden "Torturous Ingenious" und dem treibenden "Requiem For The Fallen" für angenehme Abwechslung sorgt.

Die Wahrscheinlichkeit, von Vomitory stilistisch auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, ist auch auf dem achten Longplayer eher gering. Dennoch konnte sich das Quartett mittlerweile merklich von den mitunter wirklich sehr stumpfen Klängen der ersten paar Alben lösen. Daher geht "Opus Mortis VIII" nur knapp hinter Demonicals "Death Infernal" ins Ziel.

Trackliste

  1. 1. Regorge In The Morgue
  2. 2. Bloodstained
  3. 3. They Will Burn
  4. 4. The Dead Awaken
  5. 5. Hate In A Time Of War
  6. 6. Torturous Ingenious
  7. 7. Forever Damned
  8. 8. Shrouded In Darkness
  9. 9. Combat Psychosis
  10. 10. Requiem For The Fallen
  11. 11. Nervegasclouds 2011
  12. 12. Raped In Their Own Blood 2011
  13. 13. Redemption 2011
  14. 14. The Voyage 2011

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3 Kommentare

  • Vor 3 Jahren

    Schwedendeath, Schwedendeath, Schwedendeath... oder auch mal Trash und Hardcore und ein Spritzer Alibi-Gothic zwischendurch...
    Kommt auch noch was anderes?
    In der letzten Zeit habe ich den Eindruck, als würden sich die Metal-Reviews auf laut.de nur auf sehr wenige Stilrichtungen beschränken.
    Ich kann ja verstehen, dass der Reviewer lieber CDs reviewt, die auch seinen Vorlieben entsprechen, aber so viele Perlen und gute Alben sind in der letzten Monaten untergangen und dafür wird jede noch so mittelmäßige Schwedendeath-Platte aufgetischt.
    Kann man den Bereich da nicht mal etwas breiter fassen?
    Das wäre echt toll.

  • Vor 3 Jahren

    Ist hier halt auch nicht die Seite, auf der sich der Metalfan an sich über jede noch so winzige Kapelle informieren kann. Dass bei den "kleineren" Bands, der Geschmack des zuständigen Redakteurs eine Rolle spielt, ist doch verständlich.
    Du meinst wohl Thrash, aber Trash wird hier auch gerne behandelt ;)

  • Vor 3 Jahren

    Zur Platte: Denke auch, dass alle Vomitory Fans mit dem ergebnis zufrieden sein werden. Zu erwähnen ist jedoch noch der Track "Hate in a Time of War", der rifftechnisch doch stark an Slayer erinnert. Allgemein wurde der Blastbeat Anteil gerade im Vergleich zu Scheiben wie "Blood Rapture" klar runtergeschraubt und damit der Weg des Vorgängeralbum "Carnage Euphoria" weitergeführt. Die Growls sind auch nichts besonderes, eintönig aber gut. Hat sicher einen Grund, warum Vomitory im Schatten von Bands wie Dismember oder Grave stehen, dennoch liefern sie soliden Schwedentod, der gerne weiter rezensiert werden darf :D