laut.de-Kritik

Oralakrobaten zer-ömmen die Stille.

Review von

Um Gottes Willen? Wirklich? Platz eins in der Kategorie 'Heavy Metal' auf Amazon? Wie viele LARP-Spieler kann es denn geben, die sich 'nen Humpen Met in die Birne knallen und auf einmal anfangen Mundgitarre zu spielen? Wie uns das Summer Breeze 2010 gelehrt hat, anscheinend verdammt viele. Hört denn echt jeder zweite Blind Guardian-Fan auch diesen Schwurbel aus Bingen?

"Break The Silence"? Warum eigentlich? Warum nicht einfach mal die Stille genießen und eine CD weniger auf den Markt bringen? Mir kann doch keiner erzählen, dass für ihn oder sie die 'Römdömdöms' und 'Dadada' mit echten Drums und hin und wieder auch mal 'ner einsamen Klampfe oder 'nem Klavier wirklich fett klingen.

Ohne Zweifel, sowohl Sänger Sly als auch Sängerin Inga Scharf machen ihren Job hervorragend und würden jede klassische Metalband bereichern. Zumal die Melodien der sieben eigenen Songs auf "Break The Silence" ebenfalls gut was her machen. Aber was bringt es, wenn einem das Geömme der drei Oralakrobaten schon nach wenigen Sekunden dermaßen auf die Eier geht, dass man wahlweise sich selbst die Ohren oder ihnen das Maul stopfen will?

Ganz offensichtlich hört nicht nur jeder zweite Blind Guardian-Fan das Zeug. Mit Marcus Siepen übernimmt sogar eine Blinde Gardine selbst die Gitarre bei der Ballade "Spelled In Waters". Mit "Neuer Wind" wagen sich Van Canto zum ersten Mal auf deutschsprachiges Terrain - was aus textlicher Sicht nun auch nicht wirklich als glorreich beschrieben werden kann.

Gecovert wird auf der Scheibe natürlich auch wieder. Dieses Mal dengeln Van Canto zunächst Sabatons "Primo Vicoria", durch. Da lässt es sich deren Frontmann Joakim Broden nicht nehmen, gleich mitzusingen. Ob sich Alice Cooper ähnlich geehrt fühlt, wenn er "Bed Of Nails" lauscht - man weiß es nicht. Dafür wird Manowars Joey DeMaio bestimmt der Ledertanga eng, wenn er sich Fräulein Scharf beim singen von "Master Of The Wind" vorstellt.

Eng wird mir höchstens der Kragen, weil mir bei jedem Durchgang der Hals dicker anschwillt. Auch in diesem Zusammenhang ist ein Album wie "Break The Silence" unnötig wie ein Kropf.

Trackliste

  1. 1. If I Die In Battle
  2. 2. The Seller Of Souls
  3. 3. Primo Victoria
  4. 4. Dangers In My Head
  5. 5. Black Wings Of Hate
  6. 6. Bed Of Nails
  7. 7. Spelled In Waters
  8. 8. Neuer Wind
  9. 9. The Higher Flight
  10. 10. Master Of The Wind
  11. 11. Betrayed
  12. 12. Bad To The Bone
  13. 13. A Storm To Come

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46 Kommentare

  • Vor 3 Jahren

    was für ein beschissener Scheiss - Scheissdreck Abfuck-Hirnverbrenner-Dreck. Rom-dom-dom eure Mütter.

  • Vor 3 Jahren

    Weiss gar nicht was alle haben, die VanCanto Cover von Bards Song oder Master of Puppets sind doch toll. Naja, spaß beiseite, die warn für mich immer die JoeyDeMaio meets Wise Guys band. True, Bad to the Bones und das gebaumel von Eunuchen.

  • Vor 3 Jahren

    Van Canto machen live unglaublich Laune, besonders wenn sie Cover spielen. Ich finde die Idee von A Capella Instrumenten zumindest besser als alles von den unsäglichen Wise Guys und Prinzen zusammen, v.A. weil selbst die Texte der Van Canto Eigenkompositionen trotz Power Metal Einheitsbrei und Pathos besser sind als die der beiden anderen genannten Bands. Und hey: Fear Of The Dark live? Saugeil!