laut.de-Kritik

Country-Pop ganz ohne Nashville-Staub.

Review von

Die US-amerikanische Teen-Idol-Maschinerie funktioniert: Britney Spears und Christina Aguilera entdeckten längst das Mutterglück und sind ohnehin heraus aus den eigentlichen Jugendjahren. Von Jahrhunderttalent Lindsay Lohan hat man seit 2005 (musikalisch gesehen) auch nichts Neues mehr gehört. Doch inzwischen ist ja längst Miley Cyrus durchgestartet, und dann gibt es da noch eine gewisse Taylor Swift. Die hat erfreulicherweise tatsächlich mehr zu bieten als lediglich schnuckelige Fassade und ein aufgesetztes Image.

Mit 18 Jahren seit 2006 in den Staaten bereits mit ihrem Alben-Erstling dick im Geschäft, greift die Interpretin mit "Fearless" nun auch den außeramerikanischen Markt an, ergänzt durch einige Titel aus ihrem Debüt. Vornehmlich verläuft die Taylor-Skizzierung im Bereich 'junge Country-Hoffnung'. Doch wem da, wie bei mir, erschreckt alarmiert die Ohren klingeln, wird beim Hören höchst angenehm überrascht. Landläufiges Kuh-Gegniedel und altbackenes Nashville-Staub-Aufwirbeln finden hier nämlich nicht statt.

Ihre Songs sind in einem fraglos gutklassigen Pop-Bereich angesiedelt und erfahren ihre countryesken Musikbezüge in erster Linie durch sehr dezente Einschübe. Mit dem Titeltrack und Opener "Fearless" fasst die junge Künstlerin gleich eine Menge von dem zusammen, das ihren persönlichen Stil auszeichnet: bodenständige Eingängigkeit, umschmeichelt von heller, klarer Stimme, und mit mehr als nur gefälligen Sounds garniert.

"Fifteen" zeigt sich als angenehm unverkitschte Youth-Ballade, während die "Love Story" mit Melodik und kräftigem Rock-Einschlag punktet. "Hey Stephen" erinnert an klassisches Storyteller-Songwriting. Berührend und glaubwürdig bewegt "White Horse" als wehmütiger Song über Teenager-Hoffnungen und -Sehnsüchte.

"You Belong To Me" swingt im Beat als höchst unterhaltsamer Country-Stomp. "Forever & Always" gefällt einfach nur durch seinen charmant umgesetzten Anspruch als höchst appetitlich und schmackhaft hergerichteter Pop-Happen, hier sogar mit heavy eingespielten Gitarren-Parts.

Inhaltlich bewegen sich die Songs im allzeit aktuellen Themenkreis rund ums Erwachsenwerden. Doch das ist nichts Anrüchiges und absolut nachvollziehbar, bedenkt man das Alter von Taylor Swift. Zudem allemal angenehmer als gewisser altkluger Schiss, der einem im Teen-Bereich ebenfalls häufig begegnet. Die in der Überzahl von ihr selbst geschriebenen Titel sind handwerklich akkurat, sowie mit Abwechslungsreichtum und feinen Details in Songwriting und Arrangement ausgestattet. Taylor Swift präsentiert sich somit fraglos als ein Teenstar der angenehmeren Sorte.

Trackliste

  1. 1. Fearless
  2. 2. Fifteen
  3. 3. Love Story
  4. 4. Hey Stephen
  5. 5. White Horse
  6. 6. You Belong With Me
  7. 7. Breathe
  8. 8. Tell Me Why
  9. 9. You're Not Sorry
  10. 10. The Way I Loved You
  11. 11. Forever & Always
  12. 12. The Best Day
  13. 13. Change
  14. 14. Our Song
  15. 15. Teardrops On My Guitar
  16. 16. Should've Said No

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9 Kommentare

  • Vor 8 Jahren

    NAJA. Mir ist das Ganze zu brav und zu "typisch amerikanisch". Aber möglicherweise falle ich auch nicht mehr ganz in die Zielgruppe. Trotzdem... 3 Punkte?!
    (Irgendwie bin ich mir aber halbwegs sicher, dass die Schwimmbadfreunde die mögen werden.)

  • Vor 8 Jahren

    Ich war mir anfangs auch im Zweifel und dachte
    im Voraus "hmm, wieder ein neuer US-Teeniestar"..Als Love Story noch ziemlich neu (also bei uns) war, dachte ich bei den Anfangstakten immer an die "Dixie Chicks"
    und es kam mir zum Anderen immer "simpel gestrickt" vor...aber nach und nach gefiel mir der Song immer besser.

    hab mich dann dazu "breitschlagen" lassen, das Album mal durchzuhören und siehe, ich finde es für einen "Teeniestar" sehr angenehm und überhaupt nicht durch kalkuliert...

    Mir gefällt zudem der Song "You belong to me" sehr gut, in dem ein Junge schon vergeben ist, aber nicht erkennt, dass seine beste Freunde ihn eigentlich viel besser kennt als sein Girlfriend und er eigentlich mit ihr zusammen sein sollte.

    Sind zwar auch "nur" die alltäglichen Stories,
    aber trotzdem charmant vorgetragen...

  • Vor 8 Jahren

    Süßes Mädel. Die Musik ist auch recht annehmbar.

  • Vor 8 Jahren

    kenne zwar das album nicht, aber die single "love story" kann man sich anhören.
    sowas ist ja auch sonst eher nicht mein geschmack ;)

  • Vor 8 Jahren

    Ich kannte sie schon vom ersten Album "Taylor Swift", welches wirklich klasse ist. Ihr zweites, "Fearless" ist ohne Zweifel auch wirklich klasse, ich bin ein großer Fan von ihr. Nur ist mir aufgefallen, dass einige Songs,die auch schon im ersten Album vorhanden waren, leider in der europäischen Version zu sehr dem Pop angepasst wurden, und sich nicht so sehr an die Country-Linie halten. Nichtsdestotrotz ein wirklich sehr gutes Album!

  • Vor 7 Jahren

    Wirklich ein super Album. Eigentlich bin ich kein großer Fan von weiblichen Interpreten, aber Taylor Swift hat mich echt überzeugt. "Lovestory" fand ich noch ziemlich blöd, aber dann hab ich ein paar Wochen später mir ihre Songs bei Last.fm angehört und war begeistert. Das Album ist klasse und macht gute Laune.