laut.de-Kritik

Mit Musik gegen den Alkohol.

Review von

Fünf Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Für Deryck Whibley hingegen glich das vergangene halbe Jahrzehnt lediglich einem Wimpernschlag.

Schuld daran war der Alkohol: "Ich war öfter betrunken als nüchtern. Ich kann mich an vieles gar nicht mehr erinnern. Irgendwann wachte ich dann in einem Krankenhaus auf. Überall hingen Schläuche. Da wusste ich, dass sich etwas verändern muss", so der Sum 41-Frontmann. Mittlerweile habe er sein Leben wieder im Griff. Geholfen hat die Musik.

Deryck Whibley ist nicht der Erste, bei dem die Drei-Akkorde-Medizin anschlägt. In seinem Fall sah die Heilung folgendermaßen aus: Man nehme die Trademarks der Vergangenheit, ersetzt bewährte Metal- durch The Offspring-Erinnerungen und schnürt das Paket mit wahlweise düsteren oder hoffnungsvollen Texten, die sich fast ausnahmslos dem persönlichen Leid widmen.

Das Ergebnis dieser Melange aus Altem und Neuem hört auf den Namen "13 Voices" und lässt den Sum 41-Sänger endlich wieder mit einem Grinsen durchs Leben gehen. Auch eingefleischte Fans der Band werden am Comeback-Album der Kanadier ihre Freude haben. Songs wie die erste Single "Fake My Own Death", das mit halsbrecherischen Instrumentalparts befeuerte "Goddamn I'm Dead Again" und das scheppernde Epik-Monster "Twisted By Design" fallen in das Beuteschema all jener, die die Band seit dem Durchbruch im Jahr 2001 zum Fressen gern haben.

Hinzu kommen besagte Verbeugungen in Richtung The Offspring ("Breaking The Chain", "God Save Us All"), Dur-lastige Grüße an Marilyn Manson ("A Murder Of Crows") und mitunter recht knackige Sound-Hybride, die sich gleichwohl nicht so recht entscheiden können, in welcher Genre-Schublade sie landen wollen ("There Will Be Blood", "War").

Sum 41 melden sich mit einer Platte zurück, die die Branche nicht verändern wird, aber nur wenig Angriffsfläche bietet. Der Sound kommt fett, die Hooks bleiben im Ohr und der düstere Unterton lässt so manchen Pop-Punk-Filler der Vergangenheit in Vergessenheit geraten. Und Deryck Whibley ist gesundheitlich wieder obenauf. Alles paletti.

Trackliste

  1. 1. A Murder Of Crows
  2. 2. Goddamn I'm Dead Again
  3. 3. Fake My Own Death
  4. 4. Breaking The Chain
  5. 5. There Will Be Blood
  6. 6. 13 Voices
  7. 7. War
  8. 8. God Save Us All
  9. 9. Tha Fall And The Rise
  10. 10. Twisted By Design

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6 Kommentare mit 7 Antworten

  • Vor einem Jahr

    Neues von Blink. Neues von Green Day. Neues von Sum 41. Welches Jahr haben wir eigentlich?

    tbh "A Killer No Filler" und "Does This Look Infected" habe ich rauf und runter gehört, insbesondere zweiteres. Auch Chuck noch teilweise, da wurde es mir aber etwas poppig.

    Wie haben sie sich denn danach so gemacht? Vertraut man nur den laut.de Wertungen sieht es ehrlichgesagt nach konstant belanglos aus....

    • Vor einem Jahr

      Chuck zu poppig? Interessant. Ist ja eigentlich so ziemlich das härteste Album der Band. Sicher, dass du das nicht mit dem Nachfolger Underclass hero verwechselst?

    • Vor einem Jahr

      Das härteste Album? vielleicht. Ich hab es ewig nicht mehr gehört, vielleicht ist es in meiner Erinnerung poppiger als tatsächlich, aber zumindest empfand ich es als ungewöhnlich melodisch. Vielleicht sollte ich noch mal wieder reinhören, aber irgendwie ist diese ganze Stilrichtung so überhaupt gar nicht mehr meins.

    • Vor einem Jahr

      vielleicht habe ich auch tatsächlich noch Songs aus dem Nachfolger im Ohr, wenn ich so auf die Tracklist schaue klickt es erstmal nicht. Wie gesagt, nach Does this look infected hab ich sie noch maximal halbherzig verfolgt

    • Vor einem Jahr

      Chuck als poppig wahrzunehmen könnte darna liegen, dass mit Pieces die einzige Ballade im Radio zu Tode gedudelt wurde.
      Der Nachfolger Underclass Hero ist wieder im Pop Punk stil aber recht belanglos.
      Screaming Bloody Murder wird hart unterbewertet, hat viele Bretter und wenig ausfälle

    • Vor einem Jahr

      Achja Pieces, ich wusste da war was. Wahrscheinlich ist mir vor allem der Song im kopf geblieben.

  • Vor einem Jahr

    Dieser Kommentar wurde vor einem Jahr durch den Autor entfernt.

  • Vor einem Jahr

    Bei Chuck von poppig zu sprechen ist schon ziemlicher Quatsch. Chuck war und ist bis heute das für Sum 41 Verhältnisse härteste Album, was sie bisher veröffentlicht haben.

    13 Voices ist für mich eine ziemliche Enttäschung geworden. Gefühlt in jedem Song die gleichen Akkordstrukturen, ziemlich verbocktes flaches Klangwurst-Mixing und völlige von unnötigen Übertreibung von Sound-Effekten.
    13 Voices ist leider nur die light Version von Screaming Bloody Murder geworden und dort gab es schon genug Fülltracks. Schade.
    Wirklich empfehlenswert sind Fake My Own Death und Twisted By Design.

  • Vor einem Jahr

    ich persönlich fand rückbank vom streifenwagen oder ausnüchterungszelle immer deprimierender als krankenhaus. album wird gehört

  • Vor einem Jahr

    Bin nicht der größte Sum 41 Fan, aber fand immer, dass die die besseren Blink 182 sind, bzw. auf einem "höheren Level" (für meine Ohren, Blink 182 kann ich mir nicht so gut geben). Höre mal rein, Does This Look Infected und Chuck fand ich ganz gut und schlechter als das neue GD Album wird es im Leben nicht sein.

  • Vor einem Jahr

    Also ich bin völlig zurfrieden mit der Scheibe. Ist halt Sum 41. Vielleicht etwas verspielter als auf Screaming Bloody Murder und eventuell nicht so großartig wie Chuck, aber definitiv nach wie vor eine tolle Truppe, die sehr gute Musik liefert.