Soziologen sind sich einig: Die heutige Zeit ist schnelllebig wie nie. Unser aller Alltag ist geprägt von Hektik und Stress. Neuer, schneller, besser scheint das Motto, ein Trend jagt den nächsten, die Hype-Maschinerie spuckt ständig den noch heißeren Scheiß aus. Wer sich aus Panik vor akuter Reizüberflutung …

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  • Vor einem Jahr

    Bitte keine Anzeige machen, immer Halteverbot, kein Parkschein bezahlen (heeeey)
    Bitte keine Anzeige machen, studier Hanf-Eigenschaften mit Kratzeis im Magen (hooo)

    Mein Lieblingstrack zurzeit, chilliger Sax/Orgel-Beat auch!

    Das ganze Album zerberstet Deutschrap!

  • Vor einem Jahr

    man kann hier kommentieren obwohl es keine review gibt? sehr merkwürzig. ansonsten hat django recht. album macht einen ziemlich unfickbaren 1. eindruck

  • Vor einem Jahr

    Ihr hättet ruhig noch ein bisschen warten können, alleine Baude zuliebe.

  • Vor einem Jahr

    Seit Freitag auf Dauerrotation. Wer das Teil nicht feiert ist ein Hurensohn und hört wahrscheinlich Kay One und RaF. Ohne AON und den Azzlacks wäre Deutschrap einfach ein Trümmerhaufen! Bis auf "Nur Schimpfen" und "Bitte keine Anzeige machen", die ich persönlich nicht so stark finde, sind da nur Hits drauf! Die Produktion ist nochmal besonders hervorzuheben. Reaf hat nen riesen Job gemacht, von den Beats selber bis hin zum Mastering. Das knallt und scheppert immer genau richtig und an keiner Stelle wirkt irgendwas überladen, obwohl die Beats ziemlich vielschichtig sind. Ganz großes Kino!

  • Vor einem Jahr

    Ich kenne keinen anderen rapper, der seit seinen Anfaengen (1. Xatar-Album) so einen technischen Fortschritt gemacht hat, dass er nun zur Spitze gehoert.

    "Hauptsache dicker Arsch, dann baller' ich sogar Gothicweiber." line des Jahres.

    Album ist nur zu kurz. Brauche keine 79 Minuten, wie jeder Berliner meint, auf seine CD hauen zu muessen, aber 60 waeren schon oketa gewesen.

    NRW Bundesland #1

  • Vor einem Jahr

    Ein Album wie es sein sollte: Nicht überlang, sodass es sich wiederholt und langweilt. Kein unnötiges Füllmaterial und keine peinlichen Fangruppentracks.
    SSIO beschränkt sich auf seine Stärken und schafft es sowohl das Album sehr rund klingen zu lassen, als auch die einzelnen Tracks gut genug auszuproduzieren, sodass fast jeder für sich ein kleiner Hit ist.

  • Vor einem Jahr

    Bestes Album seit Märtyrer!

  • Vor einem Jahr

    Höre das jetzt auch seit release in der Dauerrotation (neben Run The Jewels 2, Renessance) und bin doch begeistert, dass die beats echt abwechslungsreich rüberkommen und nicht langweilig werden. Weil der Vorgänger nur 4 bekommen hat, hätte hier eigentlich echt 5 drin sein müssen. :D

    • Vor einem Jahr

      "müssen" empfinde ich als lawinchen, fordernd, aufbauschend am falschen ort

      im text ist es klar ersichtlich, warum das album eben keine 5/5 verdient. es führt den eingeschlagenen weg konsequent hochwertig weiter ohne einen mittelfristigen meilenstein zu setzen

  • Vor einem Jahr

    Versteh nicht, wieso einige die Laufzeit als Negativpunkt sehen. "Yo Picasso" hat eindrucksvoll gezeigt, wie man ein ansonsten gutes Album durch Lückenfüller verderben kann.

  • Vor einem Jahr

    Extra für dieses Album ein Account angelegt.
    Das Album fetzt und meine dicke Freundin kommt auch zu diesem Album. Also alles perfekt SSIO. 4/5 Sterne kann man schwer nachvollziehen, scheint aber am Rezensent zu liegen...

  • Vor einem Jahr

    Sehr naises, amüsantes, gutes Album.

    4/5

  • Vor einem Jahr

    Haut mich schon vom Hocker, aber nich so wie BBUMSN. Obwohl die Produktion erstklassig und noch gesteigert ist. Der Übberraschungseffekt war beim Vorgänger zwar besser. Aber irgendwie gefällt mir die Zweite Hälfte weniger, die RNB angehauchten Songs, sind einfach nicht mein Geschmack. Dafür sind die Bretter Anfang krass.

    Song 1–6 durchgehend zerberstung.

  • Vor einem Jahr

    Ich hab mal ne Frage: Sind SSIO-Hörer ironischer als KIZ-Fans?

    • Vor einem Jahr

      da gibt es kein klares Ja oder Nein, denn es verhält sich hier wie mit einer Parallelwelt, in der das eine das Andere aussticht ohne Nenneswert anderes zu bieten

    • Vor einem Jahr

      zumindest haben sie einen besseren geschmack...

    • Vor einem Jahr

      ich finde den unironisch geil. k.i.z. finde ich unironisch scheiße. was sagt das über mich aus?

    • Vor einem Jahr

      Dass du Geschmack hast?

    • Vor einem Jahr

      Leider ueberschneidet sich die Hoererschaft zunehmend: der "eklektische" Alleshoerer, der, der "eigentlich" gar keinen rap hoert, der ungewaschene Kuttentraeger, solche Penner wie Olivander12, wie auch immer man den schlussendlich klassifizieren will.

      Im Gegensatz zu den Husos von KiZ provoziert SSIO das aber nicht.

    • Vor einem Jahr

      Ist das denn unbedingt schlecht? Solange die Qualität nicht darunter leidet, hat die Beschwerde, dass Rap eine immer breitere Zuhörerschaft findet, doch etwas sehr Elitäres.

    • Vor einem Jahr

      Ich kriege Mordsaggressionen, wenn ich lese, dass so eine Lunte wie Olivander Future oder SSIO hoert.

      Die Sache ist ja: bei KiZ hat die Qualitaet eben enorm gelitten. Wenn selbst ein Bastard wie Sancho Gefallen daran finden kann, ist das wohl der groesste Beweis dafuer. Die haben sich irgendwann ganz gezielt den Kuttentraegern angebiedert, solchen Finntroll- und Eluveitie-Typen halt.

      Und ich will jetzt nicht gleich wieder auf den Anwalt eindreschen, aber sobald er etwas aus dem Bereich "hochspannend" findet, gehen bei mir die Alarmglocken an. Dazu kann man sich ja nochmal Diskussionen in den diversen Faeden zu den Drecksalben von Kanye West durchlesen.

    • Vor einem Jahr

      Dann bin ich vielleicht Teil des Problems und erkenne es deshalb nicht - ich finde z.B. Kanye auch klasse. Bei K.I.Z. kann ich das Argument aber nachvollziehen, denen hat der breite Erfolg definitiv geschadet.

    • Vor einem Jahr

      Ich habe die Frage nur gestellt, weil KIZ ja vor allem vorgewurfen wurde, dass sie nur ironisch von Genrefremden gefeiert werden. (Was imo zum großen Teil stimmt, vor allem während dieser Hurensohn-Lied-Phase). Ich bin nicht in der Lage abzuschätzen, wie das bei SSIO aussieht, daher die Frage an die Heads hier.

      Meine Meinung dazu ist (btw, ich war nie KIZ-Fan): Mir ist es egal wer was hört, nur ist mir z. B. bei Hafti aufgefallen, dass viele den von oben herab feiern, dass sie ihn, übertrieben gesagt, für einen dummen Ausländer halten, dessen lustiges Getue Entertainment ist. Ich will jetzt die selbstironischen Momente von Hafti nicht absprechen, aber für mich hat es dann ungefähr diesen Eindruck:

      "All these white folks chanting when I asked 'em where my niggas at?
      Goin' crazy, got me goin' crazy, I can't get wit' that
      Wonder if they know, I know they won't go where we kick it at"

      Nicht, dass Hafti einen OG zwingend darstellt, dessen hartes Leben nur entsprechende Leute nachvollziehen können, aber es schwingt bei vielen etwas Elitäres mit.

      Ich hoffe ihr versteht, was ich meine. Das folgende Lied greift das auch etwas auf:

      https://www.youtube.com/watch?v=qBTKDFKAp1I

      Bei SSIO ist das teilweise auch so, wie ich einigen Gesprächen aus meinen Bekannten kreis entnehmen konnte, dass das ganze von oben herab betrachtet wird.

    • Vor einem Jahr

      @Baude, so geht's mir jedes Mal, wenn du von Slowdive schwärmst. :D

      #freeRoethlisberger

    • Vor einem Jahr

      Oli wird doch noch zum brauchbaren Troll, reschbekt.

      #stone(d)Souvlaki

    • Vor einem Jahr

      Morpho: Keine Sorge, momentan hoere ich mehr Love Spirals Downwards. ;)

      Der SB diesen Sonntag koennte nebenbei ja doch was werden.

  • Vor einem Jahr

    Meiner bescheidenen Meinung nach eines der wichtigsten und besten Alben der letzten 5 Jahre! Hatte mich ja anfänglich über den Zeitpunkt der Veröffentlichung geärgert, da ich das Teil lieber im Sommer gehabt hätte. Jetzt muss man jedoch sagen, daas es das richtige Release zur richtigen Zeit ist. Der richtige Sound für alle die die Schnausen voll haben von Terrorwarnungen, bröckelnder Willkommenskultur, Pegida, Massenunterkünften und der Frau von Storch. Hier gehts um das wesentliche...SSIO wirkt hungrig und technisch ausgefeilter, als je zuvor. Soundbild durch die Bank weg gelungen. Der Typ sollte mal Beats an die Westcoast liefern..."Ich fibicke jeden" und "Nullkommaeins" sind jetzt schon epische Classics. Klaue mir an der Stelle den Inno Kalauer und vergebe (leicht abgewandelt): 4,09/5

  • Vor einem Jahr

    Weiß gar nicht was ich hierzu überhaupt sagen soll. Kein einziger schlechter Song, jedes Feature sitzt perfekt, Beats sind durch die Bank hochwertig und der Klang ist so clean wie nichts anderes im Deutschrap. Ist vielleicht nicht besser als der Vorgänger, aber wen interessiert das, wenn das Niveau gehalten wurde?

    Nur mal so nebenbei an REAF, der Song mit Hafti, Metro Boomin would be proud. Just saying.

  • Vor einem Jahr

    "Was für King, nenn mich King Kong du Nuttensohn"

    Durch das AON-Label angebotene Rapmusik mit hohem Oldschool-Einschlag hat momentan Hochkonjunktur. Kritiker wie Fans lieben die nostalgischen Boom-Bap-Beats die von hungrigen Künstlern akurat bearbeitet werden. Gerade eben noch des Plusmachers Ernte auf den Plattenmärkten verteilt, kommt nun nach diesem Appetiser der großangekündigte Hauptgang in Form von SSIO's zweitem Album "0,9".

    Liefert der Bonner Sympathieträger ein weiteres Mal großes, ironisch präsentiertes Akustik-Kino ab oder läuft es Gefahr durch den strikt festgelegten Sound und bekannte Themenwahl an Reiz und Faszination zu verlieren, denn ein Newcomer ist der Rapper mit afghanischen Wurzeln längst nicht mehr.

    Ich bin bereit. SSIO auch. Wir können aufnehmen.

    Und wie. Track 1 des Albums ist auch gleich der Titelsong und der prasselt auf den gespannten Hörer mit hart angesetzten,charismatischen Flows und einem eingängig-treibenden Brett von Reaf als Sturmtank nieder. Ein gelungener Einstieg, der Lust auf viel mehr macht.

    Nachschlag gibts sofort. "Darauf bist du wie meine Anzeigen nicht eingestellt". Doch, eigentlich bin ich mit dem Klangbild vertraut und "Halb Mensch, halb Nase" beansprucht mit seinem rauen Ton in Vortrag und Beat außer angesprochener Nase auch noch den Kopf, in nickender Funktion.

    "Mit Herz" und viel Dynamik geht es weiter. "Pissstrahlen auf 808-Bässe, eure Tonstudios sind meine Grasbunkerplätze", thematisch folgt das Album weiter der vorgegebenen Richtung und auch die musikalische Untermalung ist schön schroff und geradezu ideal für junggebliebene Nostalgiker.

    Song Numero 4, formschön "Ich fibicke jeden" betitelt, ist schon nach den ersten Tönen als eines der Highlights zu erkennen. Eine locker-lässige Atmosphäre lädt zum Mitgrooven ein, wenn der "Mädchenklostecher" HipHop als "Kasperletheater voller pyjamatragender Angshasenveganer" bezeichnet. Die Hook gibt sich poppig und passt sich dem Feel-Good-Aroma des Stücks an.

    Die schon vorher zitierten bassunterlegten Urinergüsse kommen in modifizierter Form auf "Pibissstrahlen auf 808 Bässe" wieder, auf dem ein Haftbefehl ungezügelt wie eh und je den relaxten, doch etwas düster angestimmten Beat dominiert, in SSIO jedoch einen würdigen Gegenpart findet. "Stopp ma’, logische Frage: Warum wär' gern jeder deutsche Rapper Tony Montana? Scarface endet doch als Toter, oder?"

    Während ich noch über Babo Sosas Zeilen sinniere, warnt das Album mich vor dem nächsten Track. "Hör Dir nicht dieses Lied an"! Ich habe es dann doch gemacht, wäre ja auch blöd für die Besprechung und bekomme bewährte Klänge der alten Schule serviert, zusammen mit einem weiter gut aufgelegten SSIO, der einige zitierwürdige Lines zusteuert.
    "Du findest meine Optik dubios. Sag ma’, schämst du dich nicht mit deine Coffee-to-go? Bettler auf der Straße haben Touchpad-Dinger. Und der Homebutton erkennt die Haschfleck-Finger"

    Sicher keine große Sprachkunst, doch unterhaltsam und mir sehr viel lieber als gezwungene Kunstversuche eines Credibils.
    Vielleicht diente die Warnung auch der Hörerschaft es mit dem Kopfnicken nicht zu übertreiben.

    Es geht auch stark weiter. "Nur schimpfen" kann ich wahrlich nicht über das Gebotene.
    "Keine Zeit, nerv mich nicht mit Kotelett-Gelaber. Bin doch kein Seelsorger, sondern Bordellberater". Lines wie diese werden von einem erneut eingängig-schwungvollen Beat umgeben, so dass man weiterhin "Kein Bock" auf Abschalten verspürt.
    SSIO hat auf dem flippigen Stück keine Lust auf Featureparts für Labelkollege Xatar, Politik oder die "Tinitus-Stimme" einer "Pikkolo-Drink" schlürfenden Bordsteinschwalbe.

    Bei "GoPro", einer Beischlafhymne, die auf R'n'B-Elemente und Laid-Back-Stimmung setzt fühle ich trotz immer noch guter Unterhaltung erste leiche Verschleißmomente der Musikformel.
    Selbige sind dann beim warm produzierten und mit satten Drums ausgestatteten "Lockige Brusthaare" jedoch ausgeräumt. Zwar ist die Brusthaar-Thematik und deren Scherze schon beim Plusmacher nicht besonders komisch ausgefallen, aber SSIO rettet sich mit einigen gekonnten Zeilen, von denen aber solche wie "Huren sehen meine Bohrmaschine und kollabieren. Du dagegen bist ein’ Dickdarm am Stopfen" sicherlich nicht jedem zusagen dürften
    (gell icy?)

    Die "SIM-Karte" fährt danach mit energischen Tönen und betont aggressivem Flow in gewohnter Manier die Humorschiene bis zum Anschlag aus, auch wenn die etwas lahme Hook den Song etwas abfallen lässt.

    Mit Xatar und Samy als kriminell- prominente Unterstützung gibts bei "Don & Fuß" typischen AON-Sound, der auch diesmal nostalgischen Charme versprüht. Ähnlichkeiten im Klangbild sind jedoch nicht zu verkennen.

    "Bitte keine Anzeige machen" (wenn ich deine Mutter ficke). Die Marschrichtung ist klar, mit Obernuttööö Ewa an der sich räkelnden Feature-Stange von Ssibio sowieso. Das hätte ein kraftvoller Ritt werden können, doch es wurde eher auf eine beruhigendere Stimmung mit den ganztypischen Elementen nächtlicher West-East-Coast-Puzzleteilchen gesetzt.

    "Schwesta dagegen kommt mit Dildos und Samt. Und sieh da nach paar mal findest du's amüsant?"

    Nicht wirklich, der etwas öde und ideenlose Part der ehemals crackabhängigen Polin wirkt eine Spur zu beliebig und vermiest den Song.

    Das Finale bestreitet "Nullkommaeins" in astreinen, melodischen Westküstensound, der SSIO viel Raum zur Selbstdarstellung gibt und das Album harmonisch abrundet.

    Oldschool von Anfang bis Ende. Freunde dieser Musikrichtung kommen bei SSIO's Zweitling voll auf ihre Kosten, auch wenn die Struktur sich wenig zum vorherigen Klangbild unterscheidet. Dort liegt dann auch der Kritikpunkt: Die Songs ähneln einander zu sehr um sie wirklich unterscheiden zu können, echte Highlights werden zur Bewahrung der Homogenität der Stücke fast vollends ausgespart. SSIO präsentiert sich stark und hungrig mit kreativen Zeilen und zeigt, dass er nicht nur auf Featureparts meist der Bessere ist, sondern auch mühelos Alben tragen kann.

    4/5

    • Vor einem Jahr

      Okay, sowas hätte ich dazu sagen können.

    • Vor einem Jahr

      "Zwar ist die Brusthaar-Thematik und deren Scherze schon beim Plusmacher nicht besonders komisch ausgefallen, aber SSIO rettet sich mit einigen gekonnten Zeilen, von denen aber solche wie "Huren sehen meine Bohrmaschine und kollabieren. Du dagegen bist ein’ Dickdarm am Stopfen" sicherlich nicht jedem zusagen dürften
      (gell icy?)"

      Doch, doch, bei Kardeş Ssiowar geht das klar. :D Liegt wohl an seinem Charisma, dem merklichen Augenzwinkern und der Tatsache, dass er mit der deutschen Sprache umgehen und mit den exquisiten Beats, seinem Stimmeinsatz und eben auch den Lyrics eine bestimmte Atmosphäre erzeugen und halten (!) kann. Gefährlich wird es eigentlich nur, wenn er das Mic abgibt.

      Schöne Review übrigens. ;)

    • Vor einem Jahr

      Garrets journalistisches Niveau ist unfickbar!

  • Vor einem Jahr

    Ich bin doch ein wenig überrascht über die durchweg positiven Kritiken.

    Die Beats gefallen mir sehr gut, sind allerdings auf Dauer etwas eintönig. 4/5

    Die Raps sind allerdings extrem langweilig, die Rhythmik und Reimschemata sind extrem einfach gestrickt und wenig abwechslungsreich. Raptechnisch absolutes Mittelmaß (wenn man es natürlich mit den "angesagten Rappern" wie Haftbefehl oder Farid Bang vergleicht, schon deutlich besser. Am langweiligsten sind allerdings die "Inhalte". Das wird schon bei einem Lied langweilig aber auf Albumlänge will ich doch was anderes hören als "Nutten", "Bumsen", "Drogen", "Muskeln". Das ist doch alles sehr platt und auch nicht wirklich ironisch. 2/5 für die Raps.

    Insgesamt 2,5/5, da die schwachen Raps hier doch bei mir den Gesamteindruck schmälern.

    Vielleicht bin ich inzwischen auch einfach zu alt für sowas, aber diese Inhalte haben mir The 2 live Crew und N.W.A. (auf Englisch) schon vor 30 Jahren interessanter und besser präsentiert.

  • Vor einem Jahr

    Die hohen Erwartungen locker erfüllt. Hier und da gibts auch mal die nötige thematische und beattechnische Abwechslung. Der Beat-Ausreißer 'Pibissstrahlen' fügt sich dabei besser ein als auf 'BBUMSSN' noch 'Illegal Legal Egal'. Abgesehen davon dass SSIO der bessere Rapper ist, ist eben diese Abwechslung auch irgendwie das was das Album von Plusmachers Ernte abhebt. 'Kein Bock', 'SIM-Karte' und 'Nullkommaeins' sind bisher meine Highlights. Nur ein absoluter Brecher wie letztes Mal der Track mit Schwesta Ewa fehlt vielleicht.