Porträt

laut.de-Biographie

Sono

Sono heißt der Klang aber auch das Trio das ihn erschafft. Dieses setzt sich zusammen aus Sänger Lennart A. Salomon sowie den Soundbastlern und Produzenten Martin Weiland und Florian Sikorski. Letztgenannter betreibt in Hamburg das Studio Maratone Music. Dort trimmt man sonst internationale Musikstücke mit Hitpotenzial auf Tauglichkeit für Mainstream, ergo Charts.

Auf Sikorskis Fähigkeiten und Wissen als Toningenieur greifen weltweit Plattenfirmen, Künstler und Produzenten zurück. Seit 1995 arbeitet er gemeinsam mit Weiland, sonst Angestellter eines Dance-Labels und langjähriger DJ in diversen Hamburger Clubs.

Salomon dagegen engagiert sich vor Sono als Sänger und Schlagzeuger in verschiedenen Funk-, Jazz- oder Rockbands. Als Weiland und Sikorski nach einer Stimme suchen, die zur Instrumentalversion ihres Stückes "Keep Control" passt, kommt ihnen Salomon gerade recht. Im Studio stimmt auf Anhieb die Chemie zwischen den Beteiligten und man beschließt 2001, gemeinsam als Sono weiterzumachen.

Das zum Universal-Konzern gehörende Label Polydor nimmt das Newcomer-Trio unter Vertrag. "Keep Control" entwickelt sich überraschend zu einem Hit. Nicht nur in Deutschland, selbst in den US-amerikanischen Billboard-Dancecharts bleibt das Stück sechs Wochen lang notiert. Darüber hinaus erhält die Single 2001 in den Staaten, als erster deutscher Hit überhaupt, die Auszeichnung Track Of The Year.

Daraufhin trudeln bei Sikorski & Co Remixaufträge herein von Künstlern wie Timo Maas, Fischerspooner oder auch Rammstein. Mit dem Debüt-Album "Solid State" erschließen sich Sono eine Fangemeinde, die neben Dance- und Pophörer auch Anhänger in der Gothicszene findet. 2002 gehen Sono mit Kosheen auf Tour, während die ebenso interessierten Underworld, St. Etienne und Soft Cell das Nachsehen haben.

Danach läuft es eher in die andere Richtung, der Höhenflug scheint gestoppt. Denn die wohl durch Umstrukturierungen bei Universal verursachten laufenden Wechsel ihrer Labelmanager verhindern, dass der Nachfolger von "Solid State" erscheinen kann. Sono sind die Hände gebunden. Man möchte zwar aus dem laufenden Vertrag heraus, doch die Verhandlungen ziehen sich in die Länge.

Annähernd zwei Jahre braucht es, bis Polydor das Trio freigibt. In diesem Zeitraum kann Sono nichts veröffentlichen. Die anschließende Suche nach einem neuen Label beansprucht nochmals ein Jahr, letztendlich kommen Sono bei PIAS Recordings unter. Als Vorgeschmack auf das neue Album erscheint die Singleauskopplung "A New Cage" mit Remixversionen von Justus Köhncke und Digitalism. Im Herbst 2005 folgt schließlich "Off", mit dem Sono ein erfolgreiches Comeback geben.

Um die Tatenlosigkeit von vier Jahren auszugleichen scheint das Trio fortan produktiver den je. Schon ein Jahr später folgt ein Remix Album und 2007 die dritte Studioplatte "Panoramic View".

Interviews

Alben

Sono - Off: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Off

Kritik von Gregory Britsch

Ein gelungenes Comeback der Hamburger. (0 Kommentare)

Sono - Solid State: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 Solid State

Kritik von Michael Schuh

Durchgestylte Elektro-Pop-Collagen, porentief rein. (0 Kommentare)

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