laut.de-Kritik

Der Berufsjugendliche versprüht positive Vibes.

Review von

Kaum zu glauben, dass ein Berufsjugendlicher wie der australisch-amerikanische Leichtrocker Rick Springfield mittlerweile schon stolze 66 Lenze auf dem Buckel hat. Man sieht es ihm bis auf ein paar Fältchen im Gesicht kaum an und auch die Mucke, die er spielt, hat immer noch etwas Frisches und jugendlich Unbekümmertes.

Zumindest gilt das uneingeschränkt für den rockigen Einstieg in seine neue Scheibe. "Light This Party Up" liefert das, was alte Fans von Rick erwarten: Locker flockige Gitarrenriffs, ein gewinnender Refrain, positive Vibes und dazu eine schöne, helle und klare Stimme, die sich kaum abgenutzt hat. Auch Titel wie "The Best Damn Thing" oder mit gewissen Einschränkungen das zart schmelzende "We Connect" hauen in diese Kerbe.

Was bei diesem Werk auffällt, ist der intensive Flirt Springfields mit dem Country- und teilweise auch Folk-Genre. Bei "Miss Mayhem", was auch ein Titel einer Death Metal-Combo sein könnte, gelingt das sehr gut. Aus einem Banjo-Zupfer im Lagerfeuer-Format entwickelt sich nach und nach ein ordentlich stampfender Southern Rocker. Das kommt gut und hat Klasse. In anderen Stücken kommen Pedal Steel Guitar oder Violine zum Einsatz und bei "All Hand On Deck" baut er jede Menge irisch-schottisch-keltische Klangfarben mit ein.

Das Soundbild genügt den Mainstream-Anforderungen, wie sie auch Bon Jovi, Bryan Adams oder ein mild gestimmter Tom Petty stellen. Sensationen finden sich da nirgends, eher leicht Verdauliches für die Fahrt an den Urlaubsort. Das ist ja auch okay so.

Forschere Töne aus früheren Zeiten wie beispielsweise "I've Done Everything For You", damals übrigens vom stets gut gelaunten Heavy-Rocker Sammy Hagar geschrieben, finden sich auf "Rocket Science" nirgendwo. Schade eigentlich, denn das hätte der Scheibe noch recht gut getan.

Trackliste

  1. 1. Light This Party Up
  2. 2. Down
  3. 3. That One
  4. 4. The Best Damn Thing
  5. 5. Miss Mayhelm
  6. 6. Pay It Forward
  7. 7. Found
  8. 8. Crowded Solitude
  9. 9. Letme In
  10. 10. All Hands On Deck
  11. 11. We Connect
  12. 12. (I Wish I Had A) Concrete Heart
  13. 13. Earth To Angel

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