The Verve gaben gestern bekannt, dass sie die ursprünglich für Juni 2008 geplante Veröffentlichung des Comeback-Albums eventuell hinauszögern wollen.

London (vac) - Doch noch kein Album im Juni? Ashcroft und Co. zieren sich noch, das angekündigte Oevre auch tatsächlich zu veröffentlichen. Grund dafür sei laut NME die unsichere Zukunft ihrer Plattenfirma EMI. Die Band schließe auch nicht aus, das Label eventuell ganz zu verlassen.

Bereits seit längerem ist bekannt, dass sich das Major-Label in einer finanziellen Krise befindet. Seit der Übernahme durch Terra Firma im August machte der Brachenriese zudem immer wieder wegen diverser Umstrukturierungen von sich reden. Dazu gehört ein massiver Stellenabbau sowie die Kündigung , bzw. die Nichtverlängerung von Verträgen mit Musikern wie Radiohead. Der neueste Coup sei, Tonträger ab jetzt von kommerziellen Firmen sponsern zu lassen, wie der Musikexpress gestern berichtete.

Robbie Williams ließ verlauten, dass er seine Arbeit erst einmal niederlegen werde. Es sei eher unwahrscheinlich, dass seine Fans noch in diesem Jahr ein neues Album von ihm in Händen halten werden. Der neue Boss von EMI, Guy Hands, verhalte sich laut Robbie wie ein Plantagenbesitzer. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, werden rund ein Drittel der EMI-Mitarbeiter in England ihren Job verlieren.

Robbie und The Verve sind nicht die einzigen, die gegen EMI protestieren. Paul McCartney trennte sich schon vor längerer Zeit von dem Label und zog es vor, sein letztes Album über die Cafékette Starbucks vertreiben zu lassen.

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The Verve

The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen) The Verve,  | © laut.de (Fotograf: Björn Jansen)

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10 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Hmmmmm... das ist wirklich hart. Aber im Prinzip sollten wir, die Konsumenten, uns anschließen und keine Platten mehr von der EMI kaufen. Aber wenn man damit anfängt, darf man eigtl. nur noch höchstens 10% aller Veröffentlichungen kaufen.

    Mich persönlich schmerzt es schon, daß The Verve nach ihren genialen Reunion-Gigs und den Thaw-Sessions so schnell kein neues Album herausbringen werden. Darauf wartet eigentlich auch jeder Mensch, der auf Inselmusik steht.

  • Vor 9 Jahren

    Ja traurig, was da passiert. Ich warte aber ehrlich gesagt auf das neue Verve-Album mit gemischten Gefühlen. Vielleicht können sie so die Zeit nutzen und noch ein wenig länger arbeiten. Es muss gut werden! Und vielleicht haben jetzt die kleinen Labels in England wieder bessere Chancen (obwohl die Labelkultur in England ja eh schon gesunder ist, als hier in Deutschland) und es entsteht wieder ein richtiger Markt...

  • Vor 9 Jahren

    mhhh...ich weiß gar nicht, ob das so schlecht ist. Klar als Verve-Fan würde es mich auch ankotzen, wenn das Album jetzt doch noch nicht rauskommt und ich noch länger warte müsste.
    Aber insgesamt ist das doch keine schlechte Entwicklung...wenn sie in Zukunft sinnvoll genutzt wird.
    Ich weiß nicht, es gibt viele Möglichkeiten diese Krise der Musikwirtschaft auszunutzen, um für menschenfreundlicherer Musikverbreitung zu sorgen.
    Und von wegen nur noch 10% aller veröffentlichungen kaufen...fänd ich auch nicht falsch. Es gibt mitlerweile soviele Möglichkeiten an die Musik zu kommen, die man gerne hören möchte, dass man durchaus darauf verzichten kann, CD's von Menschen zu kaufen, die Musik nach wie vor als Konsumgut betrachten und dementsprechend vermarkten (damit sind weniger die Künstler als viel mehr die "Vermarkter&Verkäufer etc" gemeint).
    Frei nach dem Motto: Friede den Hütten - Kampf den Palästen. Die Musikbranche braucht keine Risenfirmen, ich glaub was viel wichtiger ist, sind Menschen die Musik einfach mal ernstnehmen und wert schätzen, als das was es ist, aber auch nicht mehr...
    ich hoffe das kann irgendwer verstehen
    Gruß
    New Jerky

  • Vor 9 Jahren

    @mljm (« das problem ist das label oder die angst vor dem neuen longplayer oder beides.

    mayor labels sind kein genuss für niemanden.hohe preise, und gefördert wird nur wer es schafft massen zu begeistern. auf der anderen seite schaffen die kleinen labels es kaum neue sterne am himmel des 4viertelklanges herauszubringen.

    wenn ich the verve wäre hätte ich vor ganz etwas anderem angst. urban hymns war das beste und letzte album das sie bisher herausgebracht haben. daran, und vor allem nach so langer zeit, anzuschließen ist ein quasi der der absoluten herausforderung oder der unmöglichkeit. ich hoffe auf neue hymnen die das leben und unsere zeit besingen. doch verlassen sollten wir uns nicht darauf »):

    Erwarte lieber nicht zu viel. Ich persönlich wäre schon glücklich, wenn sie ein zweites "A Storm in Heaven" oder "A Northern Soul" herausbringen. Ashcroft weiß ja mittlerweile, wie man geniale Songs schreibt, also wird auch das Song-lastige sicher wiederkommen. Selbst wenn die Jungs nur mittelmäßig gut sind, zocken die locker alle anderen Bands von der Bühne. Mir fällt nichts ein, was wie The Verve klingt und eine vergleichbare Energie versprüht.

  • Vor 9 Jahren

    Definitiv, a Storm in Heaven ist mit eines der schönsten Alben, die ich je gehört habe.
    My bloody Valentine klingt aber stellenweise ähnlich, finde ich, ist ja beides in diese Shoegazing Sparte einzuordnen.
    Aber Ich finde Alben wie Urban Hymns auch überragend, vorallem wegen der Popsongs, die trotz allem auch eine geniale Atmosphäre bietet.
    Ich stecke mich nicht in Genres, sondern warte ab, was die Leute machen, letztendlich wird es sowieso besser als der normale Standard.

  • Vor 9 Jahren

    Also ein Album über Starbucks vertreiben zu lassen ist ja wohl wirklich keine allzutolle Alternative. Ich seh's schon kommen, irgendwann muss ich dann zu McDonalds um an irgendwelche Platten zu kommen...