Wie gestern bekannt wurde, starb der kanadische Sänger, Komponist und Autor im Alter von 82 Jahren in Los Angeles.

Los Angeles (ebi) - "Give me a Leonard Cohen afterworld / So I can sigh eternally", sang einst Kurt Cobain im Nirvana-Song "Pennyroyal Tea".

Leonard Cohen ist tot: Er starb am Montag im Alter von 82 Jahren in Los Angeles, wie seine Familie gestern bekannt gab. Lieder wie "Suzanne" (1969) und "Hallelujah" (1985) verschafften dem kanadischen Sänger, Songwriter und Schriftsteller eine Weltkarriere. Er galt als Meister der Melancholie. Auch die Sisters Of Mercy benannten sich nach einem seiner Songs.

"In tiefer Trauer melden wir, dass der legendäre Poet, Liedermacher und Künstler Leonard Cohen gestorben ist. Wir haben einen der verehrtesten und produktivsten Visionäre verloren", hieß es heute Morgen auf Cohens Facebookseite.

"Wir haben einen unserer größten Botschafter und eine Ikone verloren", twitterte der Bürgermeister von Montreal. Die Fahnen in Cohens Geburtsstadt werden auf Halbmast gesetzt.

Sein erstes Album veröffentlichte Cohen 1967. In den 90ern zog er sich aufgrund seiner Depressionen zurück und stand erst in den Nullerjahren wieder auf der Bühne. 2008 zog er in die Rock And Roll Hall Of Fame ein und ging im Alter von 74 Jahren aus Geldnot noch einmal auf Welttour.

Zuletzt stand er im Dezember 2013 auf der Bühne. Erst vor drei Wochen war seine aktuelle Platte "You Want It Darker" erschienen.

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Leonard Cohen

Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele) Leonard Cohen,  | © laut.de (Fotograf: Martin Mengele)

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9 Kommentare mit 5 Antworten

  • Vor einem Jahr

    Zichrono Levracha.
    Er wusste: Die Hölle sind nicht immer nur “die Anderen”. Wir alle stricken diese schwarze Naht gemeinsam. Trotz allem liebte er beide noch immer, die alte Hure Menschheit und den der Affäre entschwundenen Gott.

    Kann Kunst mithin noch besser werden als gleichzeitig zu fragen, zu konfrontieren und zu umarmen? Nein, Cohen ist und bleibt für mich der Father of Song. Denn wie kein anderer verknüpfte er die Weisheit vieler Jahrhunderte mit dem frischen Blick eines hinterfragenden Kindes.

  • Vor einem Jahr

    Dieser Kommentar wurde vor einem Jahr durch den Autor entfernt.

  • Vor 11 Monaten

    Ein Großer ist gegangen. Aber es wird ihn bestimmt schon zu Lebzeiten gefreut haben, dass es nicht an Leuten mangelt, die bereit sind, in seine großen Fußstapfen zu treten. Einer der noch ganz jungen, auf den ich - Asche auf mein Haupt - erst vor wenigen Tagen aufmerksam wurde, ist Robert Goodwin von The Slow Show. Was für eine Stimme für einen 22-Jährigen. Schade nur, dass man hier so gar nichts über die Jungs aus Manchester lesen kann.