Für die Teilnahme an der deutschen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest hat Udo Lindenberg seinen Song entschärft. Plattgefickt ... Plattgeliebt ... Wo ist denn da der Unterschied?

Hamburg (joga) - In den Niederlanden ist Ellen ten Damme bereits ein etablierter Star mit eigenem Album und diversen Kino-Rollen. Seit einiger Zeit versucht die 37-Jährige mit Unterstützung ihres Mentors Udo Lindenberg auch in Deutschland Fuß zu fassen. Mit einem raffinierten Schachzug hat Udo seine "Muse" nun auf diesem Weg ein gutes Stück voran gebracht, indem er den bereits live erprobten Titel "Plattgefickt" für die Teilnahme am Grand Prix einfach umtextete und umbenannte. Plattgefickt ... Plattgeliebt ... Wo ist denn da der Unterschied?

Der Udo Lindenberg, der schlaue alte Fuchs, hat ihn sofort erkannt: Während Hass und Mord schon am Nachmittag zur Kinder-Unterhaltung dienen, muss der sexuelle Akt stets umschrieben und am besten ideologisch überfrachtet werden - im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedeutet ficken eben Liebe machen. In dem Originalsong geht es darum, einen Mann so lange zu vögeln, bis er keine Kraft zum Kriegführen mehr hat. Der Titel "Plattgeliebt" dagegen erlaubt auch familienfreundlichere Interpretationen - schließlich fühlen sich gelegentlich auch Kinder von ihren Eltern plattgeliebt.

Unklar ist, inwieweit Udo auch den anstößigen Text des Stückes veränderte. Und ob die NDR-Oberen das Kleingedruckte überhaupt gelesen haben. "Das Lied wurde uns nicht anders angeboten. Und das Original kennen wir gar nicht", sagte Sendersprecherin Iris Bents zum Kölner Express.

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Udo Lindenberg

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