Einer erfundenen Nazi-Akademie, die ihn auf einer feierlichen Zeremonie zum Ehrendoktor ernennen wollte, hat Dieter Bohlen angeblich begeistert zugesagt. Kurz darauf wurde er überfallen.

Berlin/Hamburg (sos) - "Eine Weltanschauung, die bestrebt ist, dem demokratischen Massengedanken eine klare Ablehnung entgegenzubringen und der Elite des Volkes zu neuer Geltung zu verhelfen, muss auch dafür Sorge tragen, dass den besten Köpfen im Alltag und in der Politik der höchste Einfluss zukommt."

Da haben sich die Redakteure von Tempo aber derben Aufklärungsstoff für ihr Sonderheft ausgedacht. Das deutsche Magazin erfand in der vergangenen Woche eine "Deutsche Nationalakademie" und versorgte 100 Promis aus Wirtschaft, Politik, Sport und Kultur - darunter auch Dieter Bohlen - mit gefälschten und eindeutig rechtslastigen Info-Briefen.

Neben dem einleitenden Originalzitat aus Hitlers "Mein Kampf" sowie programmatischen Aussagen der NPD bot Tempo den Auserwählten eine Ehrendoktorwürde für die neue Einrichtung an. Einzige Bedingung dafür war: die absolute Identifikation mit den Zielen der Akademie, dessen Programmpunkte dem Anschreiben beilagen. Von 100 Promis sagten 14 sofort zu. Dieter Bohlen angeblich als Erster, voll begeistert. Peinliche Geschichte.

Die meisten Medien berichten dagegen, dass zwei maskierte Männer in der vergangenen Nacht Bohlens Villa bei Hamburg überfielen. Mit Schusswaffen und einem Messer ausgestattet, zwangen die Täter den Hausmeister, an der Haustür zu klingeln. Anschließend fesselten und bedrohten sie Bohlen und seine Angestellten. Verletzt wurde niemand.

Bohlen, Freundin und Angestellte seien wohlauf, heißt es, die Täter noch flüchtig. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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Dieter Bohlen

Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Dieter Bohlen,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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