Ein maues Rap-Jahr? Die Vorwürfe sind haltlos, sagen die Zahlen: 13 Autoren destillieren aus 90 Vorschlägen 25 Lieblingsplatten.

In da Hood (laut) - Alle Jahre wieder das gleiche Theater. Unverhofft wie immer haben wir schon wieder Dezember. Jahres-Bestelisten-Zeit. Wie immer haben die zotteligen Kollegen von der Hartwurst-Fraktion schon vorgelegt. Wie immer müssen die Kopfnicker jetzt nachziehen, und wie immer herrscht herzliche Uneinigkeit. Um nicht zu sagen: komplettes Unverständnis ob der totalen Geschmacksverirrung der Rap-affinen Mit-Autorenschaft. Alter Vatter, was haben die bloß wieder für einen Scheiß zusammengewählt?! Diesen hier:

Die 25 Lieblings-Hip Hop-Alben 2016

Dreizehn Hip Hop-Schreiber-Feen haben in diesem Jahr mitkrakeelt: "XXX bitte ganz raus. Ungehört 0/5!" "Man sollte mal alle XXX-Hater aus dem Mitarbeiterstamm entfernen. Die können sowieso keine ernstzunehmende Meinung zu irgendwas äußern, denn sie haben Hip Hop nicht verstanden!" "In einem Jahr, in dem es XXX in die Top 25 schaffen, wundert mich GAR NICHTS mehr!" "XXX auf der deutschen Eins finde ich auch ein bisschen schlimm." "Streichkandidat!" "Schnauze!" Immer wieder schön.

Noch etwas anderes ändert sich offenbar nie: Was haben erneut alle darüber gejammert, was für ein unterirdisches Hip Hop-Jahr, insbesondere beim Blick auf Deutschrap, 2016 doch wieder abgegeben haben soll. An der Zahl der zur Debatte stehenden Veröffentlichungen lässt sich diese angeblich lausige Qualität jedenfalls nicht ablesen: Satte neunzig Vorschläge, Alben wie Mixtapes gingen ein, darunter fast die Hälfte deutschsprachig. Siehe: War doch wieder gar nicht sooo kacke - und für jeden mindestens ein Herzlieblingsstück dabei. Die Vorwürfe sind haltlos: 2016 ist ein Ehrenjahr.

Fotos

Kanye West

Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst) Kanye West,  | © laut.de (Fotograf: Tobias Herbst)

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86 Kommentare mit 10 Antworten, davon 70 auf Unterseiten

  • Vor 7 Monaten

    Hmmm, hab die wenigsten Alben die hier aufgeführt sind, gediggt dieses jahr. Wirkliche Langzeit Kandidaten sind das sehr wenig dabei.

    Chance hat sehr überrascht und vor allem Langzeit bewiesen. Das Gleiche gilt für Kanye. Thugger war sehr fein. Asap ferg war eine riesen enttäuschung, drake auch.

    Deutschrap war sehr viel da. Viel durschnittsware ohne wiederspielwert.

    Sehr überzeugt haben mich Ahzumjot, Karate Andi, Tua, Chima Ede, Prezident und (überraschend) KAAS. Ufo war richtig räudig. COUP war solide, Produktionen 1A, aber luft schnell raus. Megaloh hat überzeugt, aber mach ich selten rein. SSIO war zwar gut aber hör ich schon lange nicht mehr. Prinz Pi und Ali as hatte ich Hoffnungen, vor allem bei zweiterem, wurde beide Male ein wenig enttäuscht. Ali As könnte so krass (Amnesia).

    Aber ein Amnesia oder Alles Brennt, die das ganze Jahr in meiner Playlist ware und es heute noch sind, gab es dieses jahr nicht.

  • Vor 7 Monaten

    plusmacher hat mir gefallen. die kaisa alben waren gut bis geil. der distributionz sampler war geil. crystal f- narben war geil. manuellsen war geil. ich wurde erst spät von der 187er welle gepackt, aber h&H2 war geil. kopf.stein.pflaster. von tamas war bombe. aber kann auf grund der tatsache, dass er nur auf rock/metal beats rappt auch als "genrefremd" bezeichnet werden. btight war geil. von den ur-aggros mag ich eigentlich nur noch bobby. bobby und tony d. kianush-szenario war gut
    die vega/bosca-kollabo war tight. taugt ordentlich zum pumpen. daniel gun war der hammer. den muss ich unbedingt weiter supporten. ich mag zwar sein SXE gehabe nicht... aber wer sich so tattowiert und angeblich "rechts" ist, kann nur ein guter sein :koks:
    SXTN war hammerhammerhammer geil. aber leider nur ne ep
    frauenarzt-mutterficker ist dabei. ebenso atze bomber. aber hauptsächlich wegen dem prenzlauerberg battle tape 4
    karmo kaputto war bombe. ich hoffe, der kommt groß raus!

    was mich allerdings am meisten überrascht und tatsächlcih auch am meisten begeistert hat, die letze zeit ist frank hemd-ein album. es ist sehr gut :o ich hätte nie gedacht, einen der vbt spasten mal zu supporten, aber frank kann tatsächlcih auch außerhalb dem 1vs1 battleszenario geile tracks schreiben. ich habs mega gefeiert. ich höre es auf dem weg zur arbeit und unterdrücke ein hysterisches lachen. aber ich bin halt auch ein 12 jähriges youtube kiddie :o

    einige gute lieder hatten: twin, omik k, rokkez,

    noch nciht gehört aber auf der liste stehen:

    private paul & rotten monkey
    maskoe -og
    herzog

  • Vor 7 Monaten

    Da fehlen eindeutig J. Cole, Danny Brown natürlich, Kate Tempest, Chance The Rapper und Anonymuz, wurde Vice City hier nicht mal rezensiert?
    Palmen Aus Plastik in den Top 10 stellt wohl den Versuch dar, lustig zu sein.