Porträt

laut.de-Biographie

Jolie Holland

Tom Waits mehr als ein Knurren oder eine kryptische Bemerkung zu entlocken ist schwierig. Dass er Jolie Holland in höchsten Tönen lobt, ist also ein deutliches Qualitätsmerkmal. Dass sie wie er beim Label Anti zuhause ist, ein zweites.

Wie Waits lässt sich Holland musikalisch schwer einordnen. Zwar ist ihre Stimme weitaus lieblicher als die von Waits, dennoch bewegt sie sich zwischen laut und leise, Jazz, Folk und Americana, ohne sich wirklich festnageln zu lassen.

1975 in Houston, Texas geboren, beginnt sie nach eigenen Angaben erst mit 19, sich mit der Musik ihres Geburtsstaates auseinander zu setzen. "Damals habe ich britische Popmusik gehört. Es waren die Pogues, die mir gezeigt haben, das auch traditionelle Musik gut sein kann", erklärt sie.

Einige Jahre lang lebt sie on the Road von einem Auftritt zum nächsten, bevor sie sich schließlich in San Francisco niederlässt. Sie tritt kurz der kanadischen Frauenband The Be Good Tanyas bei, bevor sie 2003 im Wohnzimmer ihr erstes Album "Catalpa" aufnimmt. Zunächst sind nur einzelne Exemplare im Umlauf, eines davon landet bei Anti. Das Label ist so begeistert, dass es Holland unter Vertrag nimmt.

Auf ihrem dritten Album "Springtime Can Kill You" (2006) setzt sie sich mit dem Ende ihrer ersten längerfristigen Beziehung auseinander – wie der Titel bezeugt in nicht sonderlich herzlichen Tönen. Ihr fünftes Album "Pint Of Blood" (2011) erhält zum Schluss eine ergreifende Version von Townes Van Zandts "Rex's Blues".

"Ich will Musik machen, die meinen Zuhörern etwas bedeutet, nicht nur Plastikmüll. Ich will Musik machen, die kein Ablaufdatum hat," erklärt Holland ihre Einstellung.

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