laut.de-Kritik

Gelungener Zweitling der deutschen Nu Metal-Hoffnung.

Review von

Von ultrahart bis zahm geben sich die Emil Bulls auf ihrem zweiten Major-Wurf. "Porcelain" unterstreicht die Ausnahmestellung der Band im deutschen Nu Metal-Eck. Im Vergleich zum Vorgänger "Angel Delivery Service" arbeitet das bayerische Sextett die unterschiedlichen Charaktere der Songs aber deutlicher heraus.

So legen die Bulls gleich im Intro des Titeltracks wie wahnsinnig los: Thrash-Metal galore. "Cocoon" wartet mit dem hymnischsten Refrain des Albums auf. "No Hay Banda" präsentiert sich eher als straighter Rocker, bevor das balladeske "Lava" den Riffwänden den ersten Kontrapunkt entgegen setzt. "Moloko Velocet" groovt dann wieder düster. "The Coolness Of Being Wretched (Mud Blood And Beer)" kommt betont noisig daher - bestimmt kein Single-Kandidat, dafür das interessanteste Stück der Platte.

Beim Synthie lastigen "Lullaby Overdose" verzichten die Bayern dann komplett aufs Schlagzeug. Sänger Christoph von Freydorf stimmt seine mehr als respektablen Melodien immer perfekt auf die Songs ab: ob es im Untergrund metallisch poltert oder Synthies den Ton angeben. Die Single "This Day" gelingt ihm extrem catchy - das Stück wartet außerdem mit perfektem Arrangement auf. "Killer's Kiss" setzt dann auf versöhnliches Midtempo, bevor "Facials (The Corrosion Of Mind) ... The Hoover Jam" seinem Namen alle Ehre macht.

Die Emill Bulls haben die Riffs, und Sänger von Freydorf die Melodien, die den Konkurrenten im selben Sektor fehlen. Rhythmus-Sektion und Turntabler bzw. Synthie-Mann Zamzoe liefern dazu die nötigen soliden Basics ab. Vom Sonwriting her eine runde Sache. Hohe Chart-Position erwünscht.

Trackliste

  1. 1. Porcelain
  2. 2. Cocoon
  3. 3. No Hay Banda
  4. 4. Lava
  5. 5. Moloko Velocet
  6. 6. 40 Days
  7. 7. The Coolness Of Being Wretched (Mud Blood And Beer)
  8. 8. Lullaby Overdose
  9. 9. Paranoid Love Affair
  10. 10. This Day
  11. 11. Symbiote
  12. 12. Killer's Kiss
  13. 13. Facials (The Corrosion Of Mind) ... The Hoover Jam

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LAUT.DE-PORTRÄT Emil Bulls

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54 Kommentare

  • Vor 14 Jahren

    Montag erscheint's und noch keiner hat nen Thread aufgemacht?? Ihr lebt doch alle hinterm Mond :p

    Ja also ich sach ma: geil
    Mehr gibts eigentlich nich zu sagen...
    Ich zitiere mal einfach die EMP-Rezi:
    "Mit ihrem Debutalbum "Angel delivery service", haben sich die Emil Bulls die Meßlatte selbst sehr hoch gesetzt. Ihr erfrischender Sound eroberte schnell die Herzen der Crossover-Fans und setzte eine Menge neuer Impulse. Gleich der Opener und Titeltrack "Porcelain" lässt alle Zweifel verschwinden und haut einen richtiggehend vom Hocker. Möglicherweise der härteste Song, den die Emil Bulls je geschrieben haben, doch derart hymnisch das es gleichfalls auch ihr größter Hit werden könnte. Grundsätzlich führt man seine eingeschlagene Linie fort, dehnt jedoch das musikalische Spektrum weiter aus und scheut sich nicht davor, oftmals ruhige Passagen in die Songs einzubauen. Man experimentiert mit den verschiedensten Sounds, doch gerade diese Vielseitigkeit macht die Band so einzigartig. Mit "This day" hat man den wohl ruhigsten Song zur ersten offiziellen Single erkoren, dürfte damit jedoch seine Hörerschaft noch weiter ausdehnen. Nicht zuletzt ist es die Vielfalt und die musikalische Innovation, welche die Emil Bulls zu etwas einzigartigem macht. Es passt einfach alles wie die berühmte Faust auf's Auge. Die Erwartungen schafft man zu übertreffen und legt ein Meisterwerk vor, das seinesgleichen sucht."

    Nicht dass ich keine eigene Meinung hätte, aber das trifft es einfach genau. Von vorne bis hinten ein geiles Album, vor allem "Porcelain", "Cocoon" und "The Coolness Of Being Wretched" sind ganz großer Sport. Die Emil Bulls beherrschen es wie außer ihnen nur die Deftones, das Tempo auf so geniale Art zu variieren und diese Emotionen rüberzubringen. Porcelain ist in meinen Augen einfach nur ein Meisterwerk das sich vor z.B. einem White Pony nicht verstecken muss, vielleicht ist es sogar noch besser. Und wenn sowas dann auch noch aus deutschen Landen kommt fühlt man sich doch gleich viel besser :D

    P.S: Der erste der ankommt und "Hype!" oder Kommerz schreit, erhält einen Preis.

  • Vor 14 Jahren

    Zitat (« HappyMetal schrieb:
    this is fucking hype. »):

  • Vor 14 Jahren

    Haha..da zitiert einer aus dem Teenie Katalog schlechthin...aber nichts desto trotz ist die neue Emil Bulls super fett. Sowas geiles hab ich seit der letzten Farmer Boys nicht mehr aus deutschen NuMetal Fabriken gehört.