laut.de-Kritik

Die deutsche Antwort auf Metallica brettert gekonnt ins neue Jahrtausend.

Review von

Hatte der ein oder andere beim letztjährigen Comeback-Albums "All Hell Breaks Loose" noch etwas am Sound der Thrasher auszusetzen, können selbst solche Nörgler an "The Antichrist" nichts mehr bemängeln. Anstatt der Band erneut einen wie manche meinen unpassend modernen Sound zu verpassen, lässt Peter Tätgren hinter den Reglern die Gitarren jetzt mächtig krachen und brettert die Band damit gekonnt ins neue Jahrtausend.

Dass Destruction dazu ihren Teil beitragen, versteht sich von selbst. Die Songs sind ein gutes Stück aggressiver als noch auf dem Vorgänger und die Mischung aus "back-to-the-roots" und aktuellen Strömungen stimmt. Dass man nach wie vor jedes gesichtete Klischee voll und ganz ausschöpft, zeigt sich natürlich an Cover, Titeln, Kleidung und Auftreten des Trios. Wer sich daran stößt, ist aber selber schuld und kann sich getrost die 99. Limp Bizkit Kopie reinziehen.

Wer sich aber amtlich die Nackenmuskel zerren will, der greift hier zu. Die Platte hat keinen Aussetzer zu verzeichnen, sondern ist von vorne bis hinten auf hohem Niveau angesiedelt. Als Manko muss ich aber erwähnen, dass "The Antichrist" von vorne bis hinten immer das gleiche Tempo einschlägt, sprich: nach Abwechslung sucht man beinahe vergebens. Das tut der Klasse des Albums an sich keinen Abbruch, macht die Sache auf Dauer aber doch etwas monoton.

Anspieltips wären der Opener "Thrash Till Death" mit coolen textlichen Huldigungen an absolute Thrash Klassiker, "Nailed To The Cross" oder "Dictators Of Cruelty". Mit diesen drei Songs hat man ein sehr genaues Bild, was einen auf der CD erwartet.

Trackliste

  1. 1. Days Of Confusion
  2. 2. Thrash Till Death
  3. 3. Nailed To The Cross
  4. 4. Dictators Of Cruelty
  5. 5. Bullets From Hell
  6. 6. Strangulated Pride
  7. 7. Meet Your Destiny
  8. 8. Creations Of The Underworld
  9. 9. Godfather Of Slander
  10. 10. Let Your Mind Rot
  11. 11. The Heretic

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