laut.de-Kritik

Bretthart - die Konkurrenz sollte sich warm anziehen.

Review von

Die Amerikaner begeben sich 2016 auf die Suche nach den letzten Helden dieser Welt. Kein Wunder, scheint doch das Heimatland der Herren Kennedy, Tremonti, Marshall und Phillips dieser Tage kurz vor dem politischen Kollaps zu stehen. Um mögliche Folgen eines Worst Case noch mal deutlich vor Augen zu führen, hauen Mark Tremonti und Myles Kennedy besonders kräftig in die Saiten.

Schon der Opener "Show Me A Leader" geht ab wie ein Zäpfchen. Vom wuchtigen Beginn über die galoppierende Strophe bis hin zum plötzlich einsetzenden Über-Refrain: So kennt und liebt der Freund bombastisch arrangierter Alternative-Metal-Klänge seine Helden aus Übersee. Das folgende Riff-Monster "The Writing On The Wall" setzt nahtlos an, legt in puncto Energie sogar noch eine Schippe drauf und ebnet den Weg für eine der wohl mystischsten Sternstunden der Bandhistorie ("The Other Side").

Mit "My Champion" kommen Alter Bridge dann mit richtig großen Melodien um die Ecke. Ähnlich gestrickt wie einige Glanztaten der Vergangenheit präsentiert sich der Song als einer der drei Ohrwürmer des Albums: Die beiden anderen heißen "Poison In Your Veins" und "You Will Be Remembered". Ersteres sollte mit seinerr Energie und dem opulenten Refrain zukünftig auf der Live-Setlist stehen. Das Pathos-Drama "You Will Be Remembered" stellt ebenfalls unter Beweis stellt, weshalb Alter Bridge gegenwärtig ganz oben auf dem Podest hocken, geht es um Power-Balladen.

Der Vierer punktet aber natürlich auch in Sachen Songwriting: Die beiden siebenminütigen Muskelpaketen "This Side Of Fate" und "The Last Hero" präsentieren Alter Bridge auf dem Zenit ihres Schaffens. Was soll danach bitte noch kommen? Alle Beteiligten holen hier gefühlt das Letzte aus sich heraus.

Während die Urheber nach knapp siebzig Minuten schweißgebadet ihre Füße hochlegen können, sollte sich die direkte Konkurrenz warm anziehen. So hoch wurde die Messlatte im Rockbereich schon länger nicht mehr gelegt.

Trackliste

  1. 1. Show Me A Leader
  2. 2. The Writing On The Wall
  3. 3. The Other Side
  4. 4. My Champion
  5. 5. Poison In Your Veins
  6. 6. Cradle To The Grave
  7. 7. Losing Patience
  8. 8. This Side Of Fate
  9. 9. You Will Be Remembered
  10. 10. Crows On A Wire
  11. 11. Twilight
  12. 12. Island Of Fools
  13. 13. The Last Hero

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LAUT.DE-PORTRÄT Alter Bridge

Ja, ja. Alter Bridge sind die Überreste von Creed mit neuem Sänger. So einfach kann man es sich machen, trifft damit aber nicht ganz den Kern der Sache.

7 Kommentare

  • Vor einem Jahr

    Nach einmaligem Durchhören gefällt mir das Album ganz gut. Ich weiß allerdings auch, dass sich das ändern wird, ist es doch trotz Geknüppel zu eingängig und wird mich früher oder später langweilen. Fortress und Mark Tremonti solo gefallen mir besser. Bin aber wirklich kein Experte. 3/5 von mir.

  • Vor 11 Monaten

    Tolles Album! Schade dass nicht über Cradle To The Grave geschrieben wird, für mich einer der Höhepunkte.. Das ganze Album ist für mich zwar nicht so stark wie Fortress, verdient aber trotzdem 4/5

  • Vor 11 Monaten

    Crows on a wire ist für mich der beste Song der Scheibe. Der Rest ist ok, mehr leider nicht. Zu ähnlich klingen die Songs. Mir fehlen so Hammerstücke wie Blackbird oder aber auch ne richtig feine Ballade à la watch over you. Die ersten beiden Platten sind unerreicht. 3/5