laut.de-Kritik

Das groovt an allen Ecken und Enden.

Review von

"Och nö, nicht die Schnulzenkönige aus Kanada schon wieder." So zumindest mein erster Gedanke, als "Savages" bei mir auf dem Schreibtisch landet. Wirklich viel ist mir von "Scars & Souvernirs" eigentlich nicht mehr in Erinnerung. Die Lektüre der eigenen Review reicht aber aus, um den Freudentaumel ausbleiben zu lassen.

Naja, was solls? Rein mit der Scheibe - und siehe da: "Savages" beginnt mit einer ziemlich gefälligen Midtemponummer namens "Drown", die tatsächlich satt groovenden Alternative Rock aus den Speakern presst. Könnte soundtechnisch ein bisschen dreckiger ausfallen, aber Alice In Chains-Fans dürften den Song wohlwollend abnicken.

Viel krasser könnte der Bruch zum folgenden "Blow" kaum sein. Doch auch, wenn vor allem im Refrain ein merklicher Lala-Faktor mitschwingt: Relaxt mitnicken lässt sich auch hier. Im Titeltrack gibt sich Altmeister Alice Cooper die Ehre. Spätestens jetzt haben mich Theory Of A Deadman so gut wie im Sack. Das macht Laune, groovt an allen Ecken und Enden und passt einfach sehr schön zu den endlich sommerlichen Temperaturen draußen.

Allerdings halten sie dieses Niveau nicht über die komplette Distanz. So schleichen sich einige Lückenfüller ein. Bei "Angel" oder "In Ruins" gehen wohl Linkin Park mit den Kanadiern durch. Die einzige Ballade (von dreien), die tatsächlich funktioniert, ohne dass einem dabei der Schmalz aus den Ohren trieft, ist das finale "The Sun Has Set On Me". Der Kinderchor hätte zwar nicht sein müssen, aber seis drum.

Dafür führen Theory Of A Deadman mit "Misery Of Mankind", "Heavy" oder dem rockigen "World War Me" noch ein paar weitere gute Nummern im Gepäck, die das Album auf jeden Fall locker über das Level der beiden Vorgänger hieven. Mal sehen, ob die Herren damit auch in unseren Breitengraden ein paar Punkte mehr sammeln.

Trackliste

  1. 1. Drown
  2. 2. Blow
  3. 3. Savages (feat. Alice Cooper)
  4. 4. Misery Of Mankind
  5. 5. Salt In The Wound
  6. 6. Angel
  7. 7. Heavy
  8. 8. Panic Room
  9. 9. The One
  10. 10. Livin' My Life Like A Country Song (feat. Joe Don Rooney of Rascal Flatts)
  11. 11. World War Me
  12. 12. In Ruins
  13. 13. The Sun Has Set On Me

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