"Es gibt keinen Tod, nur einen Wechsel der kosmischen Adresse", so lautet ein berühmter Satz von Edgar Froese. Getreu diesem Motto folgt nun großer, paradoxer Surrealismus: Am 29. September 2017 beging die Band Tangerine Dream den eigenen 50. Geburtstag. Exakt an diesem Tag erscheint simultan ihr …

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  • Vor 9 Monaten

    Ich verneige mich vor TD und seinen Mitgliedern. Das war ganz groß. Ich werde auf jeden Fall reinhören. Vielleicht kennt ja noch jemand den Film: Atemlos vor Angst. Der Soundtrack war derart fesselnd, dass er für sogar ausmachte, dass er die Wertungs-Lücke zwischen dem Original und dem Remake schloss..

  • Vor 6 Monaten

    Also ich wage einmal das scheinbar undenkbare und versuche eine konstruktive Kritik, die hoffentlich irgend ein bisschen von TD wahrgenommen wird.

    Aus meiner Sicht ist oder war Edgar Froese die wirkliche Quelle der elektronischen Musik. Oder besser, er war das Phänomen, das wie der Focus einer Wissenslinse der Möglichkeiten der elektronischen Musik erst aus dem Kinderbettchen half.

    Erst durch ihn fügte sich Elektronik und Musik zu einem sinnvollen Ganzen. Das war aber nicht alles.
    Eine Zutat kam noch dazu, die ich bisher nur beim ihm wahrgenommen habe: er schöpfte scheinbar nicht aus sich allein, sondern konnte einen Zustand herbeiführen, in dem es ihm möglich war, selbstvergessen aus den Großen Ganzen zu schöpfen.

    Erst diese Kombination machte Stücke wie Ypsilon in Malaisian Pale u.v.a. möglich.

    Wenn man TD von Anfang an verfolgt, sind die Phasen ihrer Entwicklung deutlich erkennbar. Am Anfang Chaos und dann, nach und nach mehr Ordnung und später eine akustische Signatur, die TD unverkennbar auszeichnete.

    Das erste Trio, Franke, Froese, Baumann hat am besten gepasst. Vielleicht weil Edgar da noch im vollen Saft seiner mentalen Kraft stand und sicher die Richtung vorgab. Aber Baumann und Franke verließen TD und die daraufolgenden Neuen, füllten die Lücke immer schlechter. Wobei es bis Logos eigentlich doch noch die alte Qualität aufwies, aber schon in eine Richtung deutete, die nicht mehr diese mystische Kraft besaß, die in Alben wie Stratosphaer oder Rubicon steckten.

    Jerome Froese und auch ch Thorsten Quetsching haben bei mir zu keinem Zeitpunkt eine besondere Emotion hervorgerufen. Auch die Mädchen, die irgendwann dazukamen und unpassend und polternd alles niedertrommelten ode Saxophonierten, was auch nur ansatzweise die Magie der Wurzeln TDs zu zeigen versuchte.

    Kann sich jemand diese wildgewordenen Amazonen vorstellen, wie sie Rubicon zerhäckseln ?
    Oder wie Stratosphear weggedudelt wird ?

    Das alles hat mit den feingewebten und intelligent und überraschenden Sequenzerstrukturen on Edgar nichts mehr zu tun.

    Stattdessen hört man seit Underwater Sunlight, das eben dieser Sound und diese Art des Sequencings von TD immer wieder in allen Facetten wiederholt und selbst plagiiert werden. Für mich hört es sich an, wie musikalische Inzucht.

    Ich habe mal die neuen Sachen durchgehört und abgesehen davon, daß ich sie als belanglos empfinde, konnte ich mir kein Stück wirklich merken, weil keine Alleinstellungsmerkmale zu finden sind. Überall für nden sich die gleichen Akkorde und die gleichen Underwater Sunlight-artigen Rythmusgehäcksel.

    Wieso in aller Welt gibt es über TD sogut wie nie kritische
    Stimmen ?

    Für mich ist TD immer noch (bis Logos) eine der wichtigsten Gruppen. Der Kern aber war immer Edgar Froese.