laut.de-Kritik

Das Debüt des Them Crooked Vultures-Support.

Review von

"Troy and Serrina thank: Queens Of The Stone Age, Snow Patrol, Eagles Of Death Metal", heißt es im Booklet, was ziemlich genau zwei Dinge klärt. Erstens: Sweethead profitieren maßgeblich von bereits bekannten Artgenossen. Zweitens: Sweethead sind in erster Linie Gitarrist Troy Van Leeuwen und Sängerin Serrina Sims.

Them Crooked Vultures hätte man sicher auch noch gern gedankt, aber als die Support-Einladung für deren Tour reinschneite, war das Booklet leider bereits im Druck. Bei Sweethead, die sich nach einer David Bowie-B-Seite benannten, handelt es sich um ein Seitenprojekt, das aus Mangel an Stars ausnahmsweise mal nicht den inflationär gebrauchten Begriff Supergroup verdient.

Wie sein Kollege Josh Homme nutzte auch QOTSA-Gitarrist Van Leeuwen die Pause seiner Hauptband, um eigene Ideen umzusetzen, die bislang keine Verwendung fanden. Es muss ihm großes Vergnügen bereitet haben, fernab detailverliebter Perfektionspfade zu wandeln, denn "Sweethead" ist in erster Linie eine rotzig-rohe LoFi-Rockplatte.

Schade nur, dass Van Leeuwens Partnerin Sims optisch eine bessere Figur abgibt als stimmlich. Irgendwo zwischen Courtney Love und Brody Dalle lustwandelt die fauchende Blondine, meist ohne allzu großen Eindruck zu hinterlassen.

Die Songs sind handwerklich größtenteils solide, auch wenn mit den poppig aufgehübschten Melodien nun auch keine neue Zeitrechnung anbricht. Uneingeschränkt formidabel geraten "Sinkhole International" und "Amazing Vanishing Conquest", gegen Ende lässt das straight gespielte "Other Side" dann erahnen, dass Sweethead vielleicht einfach ein bisschen länger an ihrem Debüt hätten feilen sollen.

Denn leider liefern sie auch viel Stückwerk ab. In diesem Zusammenhang muss vor allem die megalahme Single "Turned Our Backs" genannt werden, aber auch "P.I.G." ist äußerst lieblos hingerotzt.

Rückschlüsse auf die Queens sind übrigens kaum erkennbar (ein bis zwei Soli ausgenommen) und auch die Grooves der Mark Lanegan Band, der Drummer Norm Block und Bassist Eddie Nappi angehören, hätte ich nie im Leben rausgehört. Fazit: Da geht noch einiges mehr.

Trackliste

  1. 1. The Sting
  2. 2. Turned Our Backs
  3. 3. P.I.G.
  4. 4. Amazing Vanishing Conquest
  5. 5. Running Out
  6. 6. Sinkhole International
  7. 7. Remote Control Boys
  8. 8. Meet In The Road
  9. 9. Other Side
  10. 10. The Great Disruptors
  11. 11. A.W.O.L.
  12. 12. The Last Evening

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7 Kommentare

  • Vor 12 Jahren

    Grottenschlecht aus dem Netz zusammengeschusterte "Rezension". Hut ab laut.de!

    Und Außerdem, weshalb eigentlich die drei Punkte?
    Im oberen Teil werden Belanglosigkeiten, im unteren die negativen Aspekte der Platte erwähnt.
    Oder gibts es nun bereits für das erwähnen größerer Namen Sterne?

  • Vor 12 Jahren

    Jupp, die Review ist unterste Schublade. Wahrscheinlich gibts mittlerweile so einen automatischen Review-Generator. Der benutzt Tags aus dem Netz, um ein bisserl Namedropping zu betreiben, mischt ein paar platte Generalismen drunter und der Reviewer haut noch nen kurzen Satz vom ersten Höreindruck drunter oder dazwischen.

    Jaja, ich weiß. Ist wirklich harte Arbeit, eine Rezension zu verfassen. Hier hats nur leider absolut nicht geklappt. Wenn ich sowas schon lese, könnte ich kotzen:
    "Schade nur, dass Van Leeuwens Partnerin Sims optisch eine bessere Figur abgibt als stimmlich. Irgendwo zwischen Courtney Love und Brody Dalle lustwandelt die fauchende Blondine, meist ohne allzu großen Eindruck zu hinterlassen."

    Obwohl laut.de zu jeder Gelegenheit Popstars & Co. niedermacht, haben einige Rezensenten schon dieselbe oberflächliche Denkweise angenommen wie die Casting-Jurys. Sobald ein Weiblein am Mikro steht, ists tierisch wichtig, wie eindrucksvoll sie Melismen und Vibratos herunternudelt. Björk hat auch eine beschissene Stimme, trotzdem wird sie ganz artig-artsy abgefeiert. Von den richtigen Klassikern wie Dylan ganz zu schweigen.

    Ich kanns nicht mehr hören oder lesen, daß Stimmen mehr bewertet werden als das Werk an sich. Ich scheiß auf Stimmen. Der Rest der Rezension ist ganz genau so geschrieben, daß man nicht die geringste Vorstellung vom Sound oder Songwriting hat. Generator eben.

  • Vor 12 Jahren

    Platte wird besorgt.

    Mal eins zum Wort Supergroup.

    Wer macht es bekannt, wer will die Masse damit aufsticheln: Die Presse

    Ich selbst - und ich denke ich spreche da für sehr viele Musikfans - kehren sich einen Scheiß darum, ob und wie sehr die Band-Member bekannt sind, GUT solln sie sein.

    Also, nicht über den Begriff "Supergroup" lästern, liebe Schreiblinge - diesen Seuchen-Begriff einfach weglassen und sich auf die Mucke konzentrieren!

  • Vor 12 Jahren

    aber die review trifft es schon. alles so ein bißchen mittelmass mit ausschlägen nach oben und unten.
    auf jeden fall empfehlenswert ist der song running out, da merkt man das troy auch ml bei a perfect circle am start war. schöner sphärischer song

  • Vor 12 Jahren

    ich find die platte gut. wobei mir die EP noch besser gefällt.

    woher kommen eigentlich die 80% stimmen, die nur einen punkt vergeben...?

  • Vor 12 Jahren

    Das Songwriting finde ich bei diesem Album jetzt nicht so berauschend und einige Songs wirken schon sehr unfertig, aber insgesamt ist das Album ganz okay. 3-4 Punkte wären okay, denke ich.
    Vor allem mag ich Serrinas Stimme. Endlich mal wieder weiblicher Gesang, der nicht so elendig jaulend klingt.