Das Leben ist kein Ponyhof. Eine Weisheit, die auch für einen Star des Kalibers von Spongebob Schwammkopf gilt. War seine musikalische Karriere bisher vom Glück geküsst, kam es während der Tournee zum Gold-veredelten "Bobstar – Das Total Abgedrehte Album" zu einer ernsthaften Krise.

Vom Ruhm …

Zurück zum Album
  • Vor 5 Jahren

    Endlich ist der Song "Mein Gedudel" (bekannt aus der Episode "Der Ohrwurm") auch mal offiziell zu haben!
    Der Chef ist wieder da. Spongebob übernimmt.

  • Vor 5 Jahren

    "Vom Ruhm übermannt, griff der gelbe Schwamm mehr und mehr zu Ahoi-Brause und Dreh-und-Trink. Zur Eskalation kam es ausgerechnet auf der Bühne des Frankfurter Ponyhofs. Nach fünf Minuten des Programms setzte sich der berauschte Sänger breit grinsend und geistesabwesend vor das Publikum und verweigerte jegliche weitere Aktion. Die Spannungen innerhalb der Band und der massive Süßwarenkonsum wurden über Nacht offensichtlich. Schlagzeuger Patrick Star, selbst von Cola-Schlangen abhängig, verließ vorübergehend verärgert die Band, kehrte aber nach einem erfolgreichen Entzug im Sandy-Cheeks-Center wieder zurück."

    Eine harte Zeit! Ich hab schon befürchtet, dass dem 27er-Club ein weiteres missverstandenes Genie per Freitot beitritt...zum Glück hat er die Kurve noch gekriegt!

    Was ich bis jetzt vom Album gehört hab, klang aber schon etwas nach Anbiederung an die Masse...ich hoffe stark, dass Bob seiner punkigen Avantgarde-Attitüde treu bleibt und seine Hörer weiterhin verstört. Es sind doch hoffentlich wieder einige Freejazz-Polka-Bastarde auf dem Album zu finden.

    Habt ihr auch davon gehört, das Spongebob sich demnächst an Patrick Star kreuzigen lassen will...als Protest gegen die Wildfischerei oder so.

    • Vor 5 Jahren

      Ich muss ehrlich mal fragen: Hast du sie noch alle an der Waffel, Django?!

      Wo du da die "Anbiederung an die Masse" siehst, weiß ich echt nicht. Meinst du das "I Love It"-Sample in "Hinterher"?
      Dann hast du den Song einfach nicht begriffen: Spongebob nutzt das nämlich, um den aktuellen Massengeschmack zu PERSIFLIEREN, nicht um sich ihm anzubiedern! Das sagt aber auch viel über das Album aus: Spongebob wird mittlerweile nichtmal mehr von alteingesessenen Fans verstanden.

      Leg' die Scheuklappen ab, Django! Lass dich auch mal auf was Neues ein! Nicht alles ist auch auf den zweiten Blick, was es auf den ersten zu sein scheint!

  • Vor 5 Jahren

    Puh, nach dem ersten Durchlauf bin ich etwas ratlos. Ziemlich sperriger, düsterer Brocken. Beklemmende Atmosphäre. SBob mal wieder sehr progressiv und gewohnt ungewohnt, aber bin ich noch in der Lage diesem kompromisslosen Avantgarde zu folgen? Ist wohl ein Grower...

  • Vor 5 Jahren

    Whoah, das kam schneller als erwartet. Da ihm der kommerzielle Rummel um sein letztes Album ja völlig zuwider war, soll er ja ne ganze Zeit lang vor der Küste Arubas abgetaucht sein, um in sich gehen zu können und dem weltweiten Kult um seine Person zu gehen.
    Dort untenb hat er angeblich eine völlig neue Kultur mit freshen Meeresbewohnern und kommerziell noch nie verwerteten Instrumenten entdeckt haben, die ihm auf diesem Aklbum den seit jeher so unnahbaren Avantgarde-Status in der Szene verleihen. Bin echt sehr gespannt, musste tatsächlich nachbestellen da sie beim Plattenhändler meines Vertrauens samstag morgen berets restlos ausverkauft war :(

  • Vor 5 Jahren

    @Django,
    Wo hörst du da bitte Anbiederung an die Masse heraus?
    Sponge hat es geschafft, die vorangegangenen Lebensumstände mit jeder Zeile nach außen zu tragen. Trägt die Lyrik vor sich her wie seine bloße verletzliche Haut und aus jeder Pore transpiriert der Schmerz, der sich während der Bobstar Tour angesammelt hat.
    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Schnauze halten, hmm?

    • Vor 5 Jahren

      Ja, habe anscheinend etwas vorschnell geurteilt...Mampf Mampf Mampf klang mir doch etwas zu luftig-leicht...aber gut, vllt nur eine sichere Auskopplung, um die Masse nicht zu überfordern.

      Ansonsten klingen die Berichte hier ja wieder gewohnt positiv, sehr schön! :)
      Könnt ihr etwas zu den Duetten mit Sandy sagen? Man munkelt ja, dass sie die nächste Yoko Ono ist und Spongebob + Band entzweit und qualitativ runterzieht. Ich hoffe, an den Gerüchten ist nichts dran :cry:

    • Vor 5 Jahren

      Mampf Mampf Mampf ist musikalisch zwar vergleichsweise eingängig, aber guck dir mal die Lyrics an... Alter... Ein einziger bittersüß-zynischer Abgesang auf die Konsumgesellschaft. Gerade dieser gewollt krasse Kontrast machts aus. Für mich bisher der beste Track, die anderen brauchen wohl noch ein paar Durchläufe

    • Vor 5 Jahren

      Lyrics sind generell wieder ein Rundumschlag auf fortgeschrittenen egozentrierten Individualismus und mangelnden Zusammenhalt in den meisten modernen Gesellschaften...
      Wie er nur vordergründig in "Kein Hack mehr da!" einen provokanten Gegenentwurf zum sinn- und identifikationsstiftenden Ernährungswahn diverser Esssplittergruppen präsentiert, nur um völlig subtil im Hintergrund Spaltung in Gesellschaften an sich anzuprangern und bloßzustellen... Eine intellektuelle Oase in der Wüste moderner DummDumm-Lyrics!!

    • Vor 5 Jahren

      Bob hat wie kein anderer Künstler unserer Zeit den Auspruch von Tom Waits: "I like beautiful melodies telling me terrible things" verinnerlicht. Und genau wie bei Waits lässt sich eine direkte Linie von den Meisterwerken, welche Kurt Weill und Bertholt Brecht zusammen zu Beginn des Jahrhunderts schuffen, zu den modernen Klassikern aus Bobs immer noch erstaunlich junger Karriere ziehen. Und dennoch: Niemand könnte Bob Unselbständigkeit vorwerfen; der Mann ist und bleibt ein Original, eine Liga für sich.

    • Vor 5 Jahren

      Sorry, nicht *der Mann*, sondern der *Schwamm*

    • Vor 5 Jahren

      Auf Mampf Mampf Mampf bin ich auch erst reingefallen, aber wie der Funk schon erkannt hat, ist die übertriebene Eingängigkeit hier Mittel zum Zweck und symbolisiert, wie die Medien uns den billigsten Fast Food Scheiß schön reden.
      Die aufs Minimum reduzierten Lyrics stehen dabei für den quasi nicht vorhandenen Inhalt dessen, was uns angepriesen wird:

      "Mampf mampf mampf schluck und mampf mampf Cola - Ah! / Mampf Mampf beiß und schluck und stopf sabber rülps - gut."

      Geschickt werden hier die Wörter "Cola" und "gut" in eine Reihe von Geräuschen eingestreut, wie man sie automatisch mit den katastrophalen Bedingungen in der Massentierhaltung assoziiert. Die Leute würgen ,wie durch ein Stahlrohr eingeflößt, alles runter, was ihnen die Industrie auftischt und nehmen es ohne zu hinterfragen hin.

      Für mich der mit Abstand intensivste Song auf dem Album.

    • Vor 5 Jahren

      findest du Morph?
      ich hab das anders begriffen, obwohl deine Interpretation durchaus Sinn macht.
      Ich glaube, SBob hat mit diesem Song einen Rosetta-Stein erschaffen. Schlicht für jeden Les- und Hörbar, doch nicht für jeden Verständlich. Und je nach Schlüssel liest / versteht man etwas anderes.
      Dieser Song ist für mich quasi der Universalschlüssel zur Seele eines jeden Menschen, ein Passe-par-tout in jedes Schloss, denn jeder Hörer hört etwas anderes, für ihn korrektes. Ein Jahrhundertsong, mindestens.

  • Vor 5 Jahren

    Werds mir heute Abend bei ner guten Flasche Wein geben. Die Rezension mach neugierig!

  • Vor 5 Jahren

    Endlich, ENDLICH wieder anständige, ernstzunehmende Musik mit Anspruch. Auf deutsch! Nach all dem unheiligen, freiwilden, hosenfischernaidoo Schlagegedudel ist es einmal mehr der Spongemeister, der deutschsprachige Populärmusik zurück auf das Niveau bringt, das ihr zusteht. 5/5 Album des Jahres. Spongebob regiert.

  • Vor 5 Jahren

    Es ist respektabel, mit welch forscher Selbstverständlichkeit er dem Opus seines Vorgängers einen listigen Klassiker entgegensetzt, der es qualitativ tatsächlich mit Spongebob's Meisterwerk "BOBstar" aufzunehmen weiß, ohne allzugroße Mainstream-Zugeständnisse eingehen zu müssen. Ein selten gewordener Kunstgriff in unserer heutigen Zeit. Aber Bob hat in der Hinsicht eigentlich noch nie enttäuscht.

  • Vor 5 Jahren

    Unfassbar, wie Sponge ist nun schon seit Jahren schafft, moderne Klassiker im Jahres-Takt rauszubringen!

    Auf "Mein Gedudel" gilt die küntlerische Maxime: Alles ist möglich, nichts ist unmachbar. Der ein oder andere mag damit überfordert sein, für uns übrige ist das Album die lang ersehnte, nächste künstlerische Entwicklungsstufe des Meisters - man darf gespannt sein, was da noch kommen mag!

  • Vor 5 Jahren

    Meh, ich merk grad: Wenn ich gewusst hätte, dass da ein neues Album kommt, hätte ich mir die Mogwai-Karte gespart. Will jemand tauschen?

  • Vor 5 Jahren

    Ab jetzt wird jedes zukünftige Radiohead Album SO klingen. Der Schwamm weiß einfach auf ganzer Linie zu überzeugen.

  • Vor 5 Jahren

    Nur Scheißgelaber hier. Musik für 20jährige Möchtegerns mit Hemdchen und Papas Whsikeyglas in der babyglatten Hand ist das, sonst gar nix.
    Face it, Fanboys: Der Schwamm ist durch, da kommt nix mehr.

  • Vor 5 Jahren

    Seht ihr? Selbst irgend so ein Typ weiß diese Brillaz auf Anhieb zu erkennen, und das ist sicher niemand, der sich mal eben im vorbei gehen vom nächsten Trendlüftchen umwehen lässt! Ich fordere nachträgliches Aufwerten der Rezension! Dass hier keine 5 Punkte seitens der Red. vergeben wurden ist nun endgültig der Sargnagel auf der Begräbniskiste euerer Inkompetenz! Vorlage verpasst, laut.de!

  • Vor 5 Jahren

    Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, aber bei diesem Meisterwerk nehme ich das gerne in Kauf. Ein heißer Anwärter für das Album des Jahres.

  • Vor 5 Jahren

    @Kubishi,

    hat Spongebob auf Facebook etwa dein Ding gepostet?

  • Vor 5 Jahren

    der Meister schlägt wieder zu und zerberstet das Bizz.
    1A Album, auch wenn man sich massiv reinknien muss. Tool können sich da ruhig mal ne Scheibe abschneiden!
    Album des Jahres!

  • Vor 5 Jahren

    Achja Laut.de
    wie wärs mal wenn ihr die SBob-Künstlerakte auffrischt? Die reinkarnierte Kunst in form von Quadratur und Gelb hat es bestimmt verdient.
    und gibt's in Absehbarer Zeit vielleicht auch mal ein Interview?

  • Vor 5 Jahren

    Der mittlerweile 10 Jahre alte Spongebob-Soundtrack ist nicht zu empfehlen, oder? Den habe ich ausgelassen. Aber kommt mit 2/5 auch nicht gerade gut weg, die vielen Indie-Band-Features haben es wohl versaut oder Spongebob hat sein musikalisches Überbob-Mojo noch nicht entdeckt...oder gibt es da schon Frühwerke drauf, die seine Genialität erahnene lassen? Wo sind hier die Underground-Spongebob-Wegbegleiter?

    • Vor 5 Jahren

      nein, aber die Redaktion damals hatte noch -Scheuklappenbedingt- keine Ahnung von echter, qualitativ guter Musik.
      Das erste Album ist stilistisch durchaus noch einfacher, SBob musste sich da quasi noch selber finden und es ist nicht ganz so leicht ihm dabei zu zu hören.
      Aber um das Gesamtkunstwerk -vor allem Retrospektiv- zu verstehen ist es ein Muss. Kaum ein Künstler hat solche Entwicklungen und Wandlungen durchgemacht.
      ¨Für einen treuen Hörer ein muss, damals, wo der Gelbling noch echt Underground war.
      ...
      hab übrigens gehört Sbob geht auf Tour durch viele Sommer-Open-Airs Europaweit. Ist da was dran?

    • Vor 5 Jahren

      Das halte ich für ein Gerücht, so wünschenswert es auch wäre. Denke, dass ein Idealist wie Spongebob solche riesigen und unpersönlichen Veranstaltungen meiden wird, so wie bisher.
      @Django
      Klar, damals war Spongebob noch ne Nummer gewöhnungsbedürftiger, rauher und ungeschliffener. Steht aber für mich zumindest auf einer Stufe mit den neueren Sachen, da es halt auch die gewisse jugendliche, konsequente Frische und Spontanität hat, die später den eher ausgefeilten und psychodelischeren Kompositionen wichen. Klar, dass laut.de ihn erst nach seinem Durchbruch gehypt hat. Wahrscheinlich kam die anfängliche Abneigung gegen ihn nur daher, dass er auf deutsch gesungen hat (wäre ja nicht das erste Mal hier).

  • Vor 5 Jahren

    Was zum Geier nehmt ihr denn für Drogen ?! xD
    Ich will auch.....

  • Vor 5 Jahren

    Natürlich jetzt schon ein Monolith, ein Fixstern, ein Goldstandard. Setzt nicht neue Maßstäbe, nein, schafft eine neue Bewusstseinsebene und wird den popkulturellen Diskurs auf Jahrzehnte dominieren. Der durchgängig positiven Rezeption in tonangebenden Kreisen zum Trotz kommt m.E. allerdings das kongeniale Artwork zu kurz.
    Wie hier das monothematisch-polyvalente Ringen um noch die letzten Bedeutungsnuancen eine Liaison mit der nur aus glasklarem Willen zur hingebungsvollen Funktion gestählten Bildersprache eingeht und zu einer womöglich nie wieder erreichbaren Perfektion getrieben wurde...das sollte allen an wahrhafter Kunst ernsthaft interessierten Menschen ein atemloses "Chapeau" wert sein.