"Ten" ist eine hymnische Kollektiverfahrung. Wer jemals seinen Fuß in eine alternative Disco gesetzt hat, wird festgestellt haben, dass man um gewisse Klassiker glücklicherweise nicht herumkommt: "Alive" und "Jeremy" sind die Smashhits der 90er Jahre. Was Mother Love Bone oder Soundgarden anrissen, …

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  • Vor 10 Jahren

    @aoul: was bitte ist ein alternative-bono? das passt so gar nicht zu deinem aha-posting.
    ich gehöre aber auch zu jenen, die mit der irischen nachtigall kein problerm haben.
    was ist schon ein bisschgen verständliche (und im biz notwendige) egozentrik gegen das am ende erreichte. sei es afrika oder anderes.
    wenn vedder sich endlich vom rein selbst reflexiven innenansichten zum respektablen aushängeschild eines denkebnden amerikas gemacht hat, finde ich absolut ok.
    dass das alles in den staaten eine prise plakativer abgehen muss, damit die reizüberfluteten was merken (siehe manson......m.manson, nicht c.manson), ist für uns europäer vielleicht arg am hang zum verkitschten rockstar mit mission.
    aber warum auch nicht.....würde ich auch machen.....den ganzen tag!

  • Vor 10 Jahren

    "Alive" hat sehr wohl was mit Inzest zu tun. "Alive" bildet mit "Once" und dem B-Seiten Track "Footsteps" die Mamasan-Triologie. In einem frühen Konzert in der Schweiz hat Vedder erstmals den Zusammenhang der Triologie verdeutlicht. Während in "Alive" die Mutter des Protagonisten ihn zum Inzest verleitet, weil er sie an ihren Mann erinnert, verliert dieser in "Once" den Verstand und wird zum Serienkiller. In "Footsteps" sitzt er anschließend in der Todeszelle und denkt über seine Taten nach, bereut sie aber nicht. Wer mehr Infos haben will: http://www.fivehorizons.com/songs/dec99/in…

  • Vor 10 Jahren

    @A.d.W. Danke aber der Wikilink wurde hier schon gepostet ;)

  • Vor 10 Jahren

    ich muss sagen, dass ich bei pearl jam stark zu "vs." tendiere. experimenteller, roher und mMn noch mehr hits. "garden" ist definitiv auch mein persönliches highlight auf ten.

  • Vor 10 Jahren

    Also was den Jazz angeht: Kind of Blue könnte hier wirklich mal rein.

  • Vor 10 Jahren

    Kann mir mal einer helfen: ich habe eben zufällig "Go" gehört und mir kommt das so dermaßen bekannt vor. Da ich aber Pearl Jam nur durch die "Ten" her kenne glaub ich nicht dass ich es vom Album "Vs." her kenne. War das Lied mal in nem Film oder Videospiel?

  • Vor 10 Jahren

    @Anwalt: Gemeinnütziges Engagement von "Stars" hat mMn zu oft diesen negativen, anbiedernd-selbstinszenierenden Beigeschmack... Und Bono ist die Blaupause dieses "Hey, ich mach es eigentlich nur, damit ihr alle mich NOCH GEILER findet"-Charakters. Klar kommt da ein Vedder noch sympathischer weg - aber was dieses offene, oftmals wenig authentische Botschaftergehabe angeht - das find ich auch an Tom Morello oder Morissey ziemlich peinlich und aufgesetzt, ohne dadurch meinen Respekt vor ihrer Musik und meine Wertschätzung für eben jene zu schmälern... Vielleicht bin ich da auch zu sehr "Let the music do all the talk!"-Purist. U2 in den 80ern? Unverzichtbar. Pearl Jam in den 90ern? Ebenso. Aber bitte Frontmänner, ernstnehmen kann ich euer gemeinnütziges Engagement erst, wenn ihr bereit seid, alles was ihr nicht unmittelbar zur Finanzierung eures Lebens braucht, tatsächlich an soziale Einrichtungen abzutreten etc.
    @Dude: MD bekam Ende letzten Jahres bereits eine Meilenstein-würdige Rezension für die 40years-Edition von Bitches Brew durch Hrn. Kubanke auf den Leib geschneidert... und ich persönlich würde gar so weit gehen, noch 10 Jahre früher als du einzusteigen und "Birth of the cool" den Monolithen zu schenken - Das Album trägt den Meilenstein quasi schon im Namen. Und für die Jazz-Kategorie schwimm ich glaub ich auf einer Höhe mit dem Anwalt, für die "Neuzeit" SOFORT nach Nils Petter Molvaer zu schreien! Khmer!

  • Vor 10 Jahren

    kind of blue wär auch mein favorit gewesen.
    hätte aber auch nichts gegen platten wie coltranes love surpreme oder horace silvers songs for my father.

  • Vor 10 Jahren

    kind of blue wär auch mein favorit gewesen.
    hätte aber auch nichts gegen platten wie coltranes love surpreme oder horace silvers songs for my father.

  • Vor 10 Jahren

    @soul: ich denke immer noch, dass solch eine einstellung eher zur geistigen provinz passt, als zu dir.

    du sagst: "Aber bitte Frontmänner, ernstnehmen kann ich euer gemeinnütziges Engagement erst, wenn ihr bereit seid, alles was ihr nicht unmittelbar zur Finanzierung eures Lebens braucht,"

    schön auf den punkt gebracht. nur ....äh....warum?

    deine definition trifft fast exakt jene der mittelalterlichen bettelmönchsorden.
    nur weshalb ist das denn bitteschön geil?
    alter, wenn ich morgen den bestseller des jahrtausends am start hätte, würde ich auch erstmal zusehen, dass die familie auf generationen abgesichert ist.

    und für alles was übrig bleibt kann man als gigant nämlich deutlich mehr einfluss ausüben. geil oder? 5 mio absahnen und im gegenzug für andere stiftungen gründen und/oder kampagnen starten, die hundert mal mehr leben retten, als wenn man dummbratzig-ideell den großen alternative helden raushängen läßt. letzteres isdt schlicht unproduktiv.

    nix ist mir deutscher im ganz unbrauchbaren sinne als diese stets latent sozialneidisch aufgeladene debatte, in denen man leuten etwas vorwirft, was man zu recht so gar nicht anders machen würde, hätte man die möglichkeit.

    meine doktrin: bono, bitte hab doch 80 mio im schrank, solange du auch was abgibst
    und
    jeder amerikanische präsident darf soviel praktikantinnenblowjobs bekommen, wie er braucht, um es wie clinton hinzukriegen.
    gegen biedermannmoral!

  • Vor 10 Jahren

    Klassikeralbum dass mir meilenweit besser gefällt als die Nevermind die im grunde genommen nur ein Rip off der ersten Skid Row war.

  • Vor 10 Jahren

    Ich HASSE Grunge. Ich hasse fast alles von Nirvana, Soundgarden und besonders Alice In Chains. Ihr jammervoller Schmuddel-Rocksound ist so ätzend.
    Seltsamerweise liebe ich das Debüt-Album von Pearl Jam.
    Leider ging es danach musikalisch aber auch bergab.

  • Vor 10 Jahren

    @Cyclonos (« ... Nevermind die im grunde genommen nur ein Rip off der ersten Skid Row war. »):

    ist das dein ernst? :)
    also das hat skid row nicht verdient.

  • Vor 10 Jahren

    das ist ja auch kein wunder.
    man kann 'ten' 100 mal grunge nennen.
    musikalisch ist das, im vergleich zu den anderen szenehelden der tage, doch im weasentlichen zwar großartiger aber recht konventioneller bluesrock mit singer/songwriter-appeal.
    pj sind doch verwandschaftlich mehr bei den white stripes als bei nirvana zu verorten.
    das transportiert vedder einfach auch stimmlich geiler isv vielseitiger als cobain, mudhoney und co.

  • Vor 10 Jahren

    @stummerzeuge (« Jup, Anwalt hat Recht was PJ angeht und MannBeißtHund sollte nicht so sehr hassen, ist doch unnötig. :) »):

    Wenns um Nirvana geht ist der Hass berechtigt :D

  • Vor 10 Jahren

    @stummerzeuge (« Aber nicht doch, werde nie verstehen wo es einen Grund gibt Nirvana zu hassen. Ich meine, man kann ja deren Musik nicht mögen oder die Wahrheit sagen und Cobain attestieren, dass er kein guter Gitarrist war, etc. Aber "hassen"? »):

    Nein darum gehts nicht. Der Typ hat eine ganze Generation in ihren Depressionen bestärkt und plötzlich war es cool abgefuckt zu sein. Wie schon in The Wrestler treffenderweise gesagt wurde "the 90s sucked"

  • Vor 10 Jahren

    @stummerzeuge (« SchnickSchnack, was denn heutzutage, die 00er rulen? die 10er rulen? Die Generationen sind nun funny-gut-drauf-happy-alles-super? Völlig Quatsch da einer Band irgendeine Schuld zu geben. »):

    Ich geb denen nicht die alleinige Schuld daran aber durch Nirvana wird diese Attitüde immernoch gefeiert. Ausserdem habe ich eher von den 80ern gesprochen. Die Rockmusik da war zwar genau so drogenverseucht aber wenigstens haben sich die Stars da selbst gefeiert und nicht bemitleidet :D

  • Vor 10 Jahren

    @stummerzeuge (« Schon the Doors hatten diesen "abgefuckt"-Style, da gab es in jeder Generation derartige Bands/Attitüden. Nirvana da als besonders eklatant herauszustellen halte ich für gewagt. Aber ich weiß schon was Du meinst, si si. »):

    Und ich weß auch was du mit z.B. The Door meinst. Nur mit dem Unterschied dass die es wenigstens musikalisch drauf hatten. Aber um mal ein bisl versöhnlich zu werden: ohne Nirvana hätte Dave Grohl vielleicht nie die Aufmerksamkeit bekommen die er verdient hat.

  • Vor 10 Jahren

    irgendwie finde ich das 2te album vs wesentlich besser

  • Vor 10 Jahren

    irgendwie finde ich das 2te album vs wesentlich besser