Trent Reznor will dich nicht mehr wie ein Tierchen bimsen. Er hat sich verändert. Das abgemagerte Drogenwrack von einst mutierte erst zum Steroid-Hulk. Nach all den Strapazen trägt der stolze Familienvater und Oscargewinner heute eine freundliche Wohlstandsplautze unter seinen dunklen T-Shirts spazieren.

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  • Vor 7 Jahren

    reznor kann sich mit jon davis von Korn zusammen tun. die können dann den wir-sind-inzwischen-reich-familienväter-und-haben-p0rnstarlets-geheiratet-machen-aber-immer-noch-elendsmusik-und-tun-so-als-wär-das-leben-scheise-club gründen. wahrscheinlich werde ich dennoch mal reinhören. for the old sakes :damn:

  • Vor 7 Jahren

    Bei dem Album verhält es sich bei mir, wie bei der letzten HTDA bzw. WT und YZ. Ein paar Reißer (Came Back Haunted, Copy of A, All Time Low), ein paar Songs, die gut zur Atmo passen, aber sonst nicht viel zu holen. Klar besser als The Slip, aber über weite Strecken nur Posinenpicken. Ich bin aber auch jemand, der sich mal wieder ein paar Ausbrüche wünscht. Dabei muss Trent gar nicht auf Themen vergangener Tage zurückgreifen, sondern "einfach" etwas abliefern, das einen völlig umhaut (gerade Live). Naja....Traumdenken...

  • Vor 7 Jahren

    Ich habe etwas Zeit gebraucht, mich letzlich jedoch an dieses Album getraut. Im Gegensatz zu "The Slip", was wie ein Flickenteppich aus Brettern, Selbstzitaten und ein wenig Neuem wirkt, finde ich "Hesitation Marks" in sich doch geschlossener. Aus diesem Grund wirkt ein poppiger Song wie "Everything" hier jedoch wie ein Fremdkörper, während der Pop-Song "Discipline" auf "The Slip" wesentlich besser funktioniert.
    Reznor hat hier aber wiedermal unter Beweis gestellt, dass er es einfach drauf hat, wenn es darum geht, ein Klangmeisterwerk zu entwerfen. Der Sound ist wirklich erste Sahne.
    Für mich tendenziell eine 4/5.

  • Vor 7 Jahren

    Wenn das Album an alte Zeiten anknüpft, und dabei auch neue Wege geht, ist doch selbst Everything absolut passend und knüpft an alte Reznor-Zeiten an - siehe Option 30. Von daher hat auch das Stück irgendwo seine Berechtigung.

  • Vor 7 Jahren

    Ich persönlich finde, dieses Album ist logische Konsequenz aus den vorigen NIN-Alben und den Ausflügen in sanftere Soundtrack- und How to Destroy Angels - Gefilde, wagt dabei aber noch einen weiteren Schritt in Richtung Pop, minimalistische Elektronik und Tanzbarkeit, ohne dabei Einheitsbrei zu werden.Wenn das Album an alte Zeiten anknüpft, und dabei auch neue Wege geht, ist doch selbst das oft kritisierte Everything absolut passend und knüpft an alte Reznor-Zeiten an - siehe Option 30. Von daher hat auch das Stück irgendwo seine Berechtigung. Auf jeden Fall ein Reznor des neuen Jahrzehnts.

  • Vor 7 Jahren

    Finde das Album langweilig. Die meisten Titel sind entweder Selbstzitate von im Original deutlich besseren Songs, oder nur recht eintoenige Elektromucke ohne besondere Hoehen und Tiefen. Pluckert alles recht nett vor sich hin, mehr aber auch nicht.
    Gerade das vielgescholtene Everything ist trotz seiner Poppigkeit fast schon der einzige Titel auf dem Album, der mir gefaellt.
    Aber diese Funk-Versuche finde ich absolut unertraeglich, was soll denn das bitteschoen auf einem NIN-Album???

  • Vor 7 Jahren

    Komischer Kritiker von laut.de der ein Album von 14 Lieder, nur an 3 Liedern kritisiert. Bei NIN ist durchklicken nicht empfehlenswert! Album definitiv besser als die Slip, wenn auch elektronisch-/minimalistischer und "andersder".
    Aber naja man findet immer mal was und bei NIN und Mr. Reznor ist kritisieren, ein jammern auf hohem Niveau!

    • Vor 7 Jahren

      Und wie es Jammern auf hohem Niveau ist! Hier werden Werke eben eher am restlichen Katalog einer Band gemessen. Deswegen haben Erstlingswerke es auf laut.de auch meistens sehr viel leichter.

    • Vor 7 Jahren

      er kritisiert weit mehr als drei lieder... kommt nur nicht so raus, weil er viel mehr damit beschäftigt war die Person Reznor zu beleuchten (scheinbar sein Argument warum die Platte mist ist) und nen kompletten Absatz um Everything zu zerreissen... im Übrigen finde ich Various Methods einen der stärksten songs auf HM u. warum man ernsthaft I would for you mit 30 Seconds To Mars vergleicht (kotz!) versteh ich beim besten Willen nicht

  • Vor 7 Jahren

    So. Ich hab mir, im Gegensatz zu manch anderen (Gruß an den Autor :p) Zeit für das Album genommen. Wer immer noch nicht kapiert, dass sich NIN Songs über längere Zeit im Gehörgang entwickeln müssen, der... sollte auf keinen Fall darüber schreiben ;) Das Album ist der Hammer!!!
    Zum Feiern würde ich mir das auch nicht geben, aber dazu ist es ja wohl auch nicht gedacht. Perfekt für einen verregneten, einsamen Abend, an denen man Musik aufsaugen kann.
    5 von 5 BAMM IN YOUR FACE!

    • Vor 7 Jahren

      "längere zeit im gehörgang entwickeln". im zwischengeschlechtlichen Nahkampf nennt sich eine vergleichbare aktion übrigens "schönsaufen".

    • Vor 7 Jahren

      @wildfang, ein treffenderer Vergleich wäre "über eine längere Zeit den Charakter einer Person ergründen und sich in ihre inneren Werte verlieben".
      Besoffen klingt das Album (für mich zumindest) nicht wirklich anders.

    • Vor 7 Jahren

      wildfang, noch nie eine CD gehört, wo du erst beim fünften hören gemerkt hast, dass song 7 eigentlich doch ziemlich geil ist, obwohl du diesem zuerst gar nichts abgewinnen konntest?

  • Vor 7 Jahren

    Finde auch, die Rezension klingt so, als hätte der Schreiber sich die Platte einmal im Vorbeigehen angehört und dann geschrieben. Allein Satellite ist schon der Hammer, vor allem der Schlussteil

  • Vor 7 Jahren

    Oh ja, Satellite ist ein gutes Beispiel. Hab länger dafür gebraucht, aber wenn es erst gezündet hat...!!!

  • Vor 7 Jahren

    Naja, ich find die Platte so mittel, ein paar herausragende Stücke sind schon dabei. Aber gerade die 1.Hälfte vom Album (mit Ausnahme von 'AllTimeLow') hört sich für mich wie 'ne B-Side-Collection an.
    Die Platte nimmt zum Glück etwas Fahrt auf, aber irgendwie fühlt sie sich an wie alles andere was Trent in den letzten Jahren mit Atticus Ross gemacht hat. Ich vermisse nicht die Agressivität von NIN, aber diese gewisse Ambition die man beim Hören von NIN Alben spürt. Eher als würde man eine BestOf Compilation hören, das liegt vor allem daran dass Trent hier die üblichen Samples und Klangmuster auspackt.
    Ich mochte zB den Bass zu Beginn von 'I Would for you' (der beste Track), diese Verspieltheit gibt es leider viel zu selten zu Hören. Auch gesanglich scheint er sich nicht mehr zu Pushen, ich erwarte kein TheBigComeDown, aber ein bisschen Abwechslung hätte dem Album nicht geschadet.
    Komischerweise kommen mir die 2 letzten Songs völlig deplaziert und unfertig vor, da sie zum Einen wie eine Interlude klingen, und zum Anderen klingen als hätten man vergessen die auf die Ghosts zu packen. 'In Two' schien da ein wesentlich geeigneter Kandidat zu sein, wenn man den letzten chaotischen Teil noch strecken würde.

    Der "neue" Reznor könnte mehr Herausforderungen an sich stellen oder versuchen ein komplett akkustisches Album zu produzieren, ich glaube ein paar Grenzen würden den Mann zu wesentlich kreativeren Leistungen anspornen. Entweder das oder er sollte anfangen viel experimentellere Sounds zu benutzen, wozu er auch in der Lage ist, siehe teilweise Ghosts I-IV.
    Kein schlechtes Album, aber soundtechnisch einfach nicht mein Fall.

  • Vor 6 Jahren

    Hab noch nie eine Laut.de Rezension gelesen von der ich mehr abweichen würde.
    Beispiel: "Hesitation Marks" wirkt hingegen wie eine Lieder-Ansammlung, durch deren offene Stellen pfeifend der Wind weht."
    Meine Meinung: habe selten ein in sich stimmigeres Album gehört...

  • Vor 6 Jahren

    "bläst diesen im mehrstimmigen New Kids On The Block-Stil unters Volk"
    gäbe es rezensionen zu rezensionen wäre das eine 1/5, sorry. eine der dümmlichsten besprechungen des albums so far.

    dabei bin ich nicht mal ein reznor-fanboy.
    "hesitation marks" ist schlicht das ehrlichste was reznor abliefern konnte und ist deswegen erstmal in sich okay. kein ausverkauf, kein reunionwahn.
    scheinbar im gegensatz zu vielen anderen fand ich die vorabsingle "came back haunted" extrem vielversprechend, viel besser als zb "survivalism" (2007).
    das album klingt letztlich doch viel anders. mich hatte auch das artwork anfangs irritiert. derselbe beauftragte wie bei "the downward spiral" (1994)? sah auch alles recht ähnlich aus. macht aber letztlich sinn.
    ich denke das interessante ist die erwartung von tiefgang bei einem künstler, der für selfdestruction und übermäßigen drogenkonsum bekannt war. hier schreibt reznor eher über die zustände nach "the downward spiral", dem harten weg zur abstinenz, leider eher weniger über die zeit danach. aber insgesamt stimmig weil teil eines prozesses im sinne der veröffentlichungsgeschichte.
    es ist die post-spiral.

    ganz sicher traut sich reznor hier auch viel mehr als bei allen anderen alben seit dem sobertum, also 2005.

    "all the love in the world" war zwar der eröffnungstrack vom comebackalbum "with teeth" 2005, aber irgendwie sehr einsam auf jener platte, die sich teilweise in gescheiterten rockübungen und einem anti-bush-gassenhauer abmühte.

    hier macht reznor viel eher als bei sämtlichen anderen platten seit "the fragile" was er will und das führt vor allem zu tanzbaren beats und einem eher unrockigen arrangement.

    "various methods of escape" ist auch ein sehr guter song aber vielleicht der peinlichste auf dem album, weil er ganz offensichtlich eine art "the fragile" sein will.
    ansonsten auf dem album viele ausreisser, die nin in ganz neue gefilde überführen: z.b. "all time low", "i would for you"...

  • Vor 6 Jahren

    Mag sein, dass Reznor mit diesem Album genauso authentisch ist wie mit seinen bisherigen, aber wer NIN von Anfang an begleitet, kann eine gewisse Laschheit dieses Albums nicht abstreiten. Ich bin ein Fan und möchte es auch bleiben, aber ein bisschen Enttäuschung kann ich mir nicht verkneifen.

  • Vor 6 Jahren

    Ich war ja nicht gerade euphorisch, aber mit einigen Monaten Abstand muss ich sagen, dass die tendenzielle 4 doch nur eine 3 ist. Klang und Atmosphäre sind da, aber mir fehlen rückblickend einfach die Highlights.
    Letztlich ist "Year Zero" für mich die letzte echte Nine Inch Nails-Scheibe. "The Slip" war ein Nachschlag, ein Geschenk... die "Ghosts" ein Experiment und das Album hier ein weiteres, was in der Diskographie für sich allein steht.