Anlässlich des Weltfrauentags hat der schwedische Streaming-Gigant Spotify eine Website vorgestellt, mit dem User ihr Hörverhalten hinsichtlich des Geschlechterverhältnisses messen können. Sobald es mit dem Spotify-Account verbunden ist, analysiert das Tool die Hörgewohnheiten des Nutzers, zeigt …

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  • Vor 3 Jahren

    Also, irgendwann hört's doch echt mal auf! Gute Mucke hat doch kein Geschlecht, was soll der Quatsch?

    Manche Genres sind zwar eher geschlechterspezifisch, aber ganz ehrlich, who cares?

  • Vor 3 Jahren

    Brauche ich nicht. Ohnehin höre ich gerade zu etwa 75 % Musik mit Frauenbeteiligung. Einfach, weil mittlerweile eine gute Künstlerin nach der anderen auf der musikalischen Landkarte erscheint. Gerade was Jazz, Elektronik oder Art-Pop angeht.

  • Vor 3 Jahren

    Ich kann persönlich bekanntermaßen wenig mit solch technisch beliebigem schnickschnack und starren quoten etwas anfangen. egal ob bei wahlomat, parteienquote oder diesem hier.

    insofern diene ich der symbolik des tages lieber mit einem direkten tipp für euch. bitte mal folgendes anchecken:

    Die türkische Musikerin und Anthropologin Gaye Su Akyol:

    Die mutige Istanbulerin mit anatolischen Wurzeln verkörpert vieles:
    vorbildliche Kämpferin für (nicht nur) orientalische Frauen, vorbildliche Kämpferin für eine freie, nach vorn gewandte türkische Gesellschaft und herausragende Künstlerin, die Orient mit Okzident vereint.

    Sie war eine Aktivistin der Gezi-Bewegung, steht gegen totalitäre, kunst-, intellektuellen- und frauenfeindliche Bestrebungen und schreibt tolle Songs.

    In letzteren verbindet sie – kaum zu fassen aber wahr – tatsächlich türkisch-traditionellen Folk mit Surfrock, Indierock und Postpunk. Für sie eine ganz natürliche Verbindung, da sie eine ebenso natürliche Zuneigung zu Joy Division, Nick Cave, Nirvana oder Sonic Youth verspürt, wie zu den eigenen kulturellen Wurzeln.

    So findet die mutige Songwriterin klare Worte:
    „Dieser Horrorfilm wird jeden Tag schlimmer! Wir können uns gerade gegenseitig kaum helfen. Das Einzige, was wir tun können, ist unsere Jobs so gut wie möglich zu machen. Wenn du ein Lehrer bist, musst du halt den besten Lehrer abgeben, der möglich ist. Und gemeinsam warten wir auf den richtigen Zeitpunkt, um den nächsten Schritt zu machen.“

    Als Anspieltipp habe ich mich für die „Bosporus meets Surfrock“-Variante entschieden:
    https://youtu.be/HJW4cQmgSu4

  • Vor 3 Jahren

    Schönes Tool, mein Resultat: "you listen to 100% male artists, and 0% female artists"

  • Vor 3 Jahren

    Dafür melde ich mich nicht extra bei Spottify an.

  • Vor 3 Jahren

    ich schließe den weltfrauentag mit den worten des türkischen geistlichen nurettin yildiz

    „Frauen sollten dankbar sein, wenn sie von ihren Männern verprügelt werden[...]„Allah hat Männern erlaubt, Frauen zu schlagen, um Dampf abzulassen. Wenn du dem Mann nicht erlaubst zu schlagen, sucht er auf andere Weise Erleichterung.“

  • Vor 3 Jahren

    wer spotify nutzt, hat vor dem künstler eh keinen respekt.

    • Vor 3 Jahren

      Ja. Man ist generell nur cool, wenn man John Zorn Platten hört, die es nie auf Spotify schaffen.

      Und natürlich kann man nur entweder Spotify/Deezer etc nutzen oder Tonträger erwerben ("Respekt für den Künstler haben")

      Es ist selbstverständlich völlig abwegig, auf streaming Diensten Musik zu hören, die man auch gekauft hat, damit der Künstler noch zusätzlich etwas hak durch Spotify kriegt...

    • Vor 3 Jahren

      "Ja. Man ist generell nur cool, wenn man John Zorn Platten hört, die es nie auf Spotify schaffen."

      Hab ich nie auch nur im Geringsten angedeutet. Unterstell mir nichts, nur weil du vielleicht verdrängte Mindertwertigkeitskomplexe hast.

      Zu zweiterem: Fair point. Ich bin wohl dem Missverständnis aufgesessen, dass Leute, die Sachen schon digital/physisch besitzen, den Künstler auf Spotify nicht mehr streamen, weil ich das irgendwie redundant finde. Aber ich denke, manche ticken so. Aber wenn das nicht der Fall ist, bleibt leider die Tatsache, dass Spotify ne ziemliche Erpressung gegenüber den beteiligten Musikern darstellt. Wesewegen ich für meinen Teil es überhaupt nicht nutze (und weil ich sowieso nicht über's Handy Musik höre).

    • Vor 3 Jahren

      andersherum macht mehr Sinn:
      Auf Spotify reinhören, bei Gefallen kaufen!

  • Vor 3 Jahren

    spotify is wirklich der letzte dreck. diese ganzen streaming plattformen sind völlig fürn arsch. kompletter overkill mit rotzmukke. da passt so eine scheisse doch bestens ins bild.

    • Vor 3 Jahren

      Behold, Sodhahn shines again.

      "diese ganzen streaming plattformen sind völlig fürn arsch."

      Freilich. Soundcloud, Bandcamp, Youtube...alles kompromisslos scheiße. Bei Spotify stimme ich dir sogar zu (siehe oben), aber nicht aus den Gründen, die du nennst.

      "kompletter overkill mit rotzmukke."

      Naja, du hast ja die Wahl darüber, was du hören willst und was nicht. Aber ich verstehe dich. Im Buchladen geh ich auch nicht um Bücher zu kaufen die mich interessieren. Sondern ich beschimpf den Besitzer, dass sie Dreck wie E.L. James führen, und dann fackel ich den Laden ab.

      "da passt so eine scheisse doch bestens ins bild."

      Ach. Nun erklär mir mal, wie deine Argumente in irgendeiner kohärenten Weise mit dem zusammhängen bzw. ins Bild passen, worum es im Artikel geht.

    • Vor 3 Jahren

      Dieser Kommentar wurde vor 3 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 3 Jahren

    Na ja, der Gender Equalizer ist schon irgendwie Käse. Ansonsten finde ich einen statistischen Check der eigenen Hörgewohnheiten aber eigentlich eine nette Spielerei. Hab ich vor nem Jahr mal mit meinen mp3s gemacht, also Instrumental/Sprache, Geschlecht, Ethnie, gibt natürlich fast endlos Möglichkeit, das zu gliedern. Ergebnis war ernüchternd: Selbst wenn ich Gruppen mit einzelnen weiblichen Mitgliedern voll dazu gezählt habe, waren das gerade mal 20 % (der Titel/Songs/Tracks), glaube ich (finde die Notitzen von damals gerade nicht).

    Ich meine, wenns die Möglichkeit schon so bequem gibt, kann man sich das ruhig mal anschauen. Was man mit den Zahlen hinterher anfängt, kann man sich dann ja immer noch überlegen...