Außerdem neu am Freitag: Stereophonics, Diplo, Nilüfer Yanya, RZA, Dolly Parton, Band Of Horses, Deserted Fear, Crowbar, Oysterband, etc.

Konstanz (jah) - Letzte Woche Hammerfall, diesen Freitag Sabaton: läuft aktuell bei den schwedischen Metal-Bands. Beide weisen tatsächlich einige Parallelen auf. In den 90er-Jahren gegründet, mussten beide erst mal eine Weile auf den großen Erfolg warten. Bei Sabaton war es spätestens 2012 soweit, als sie vor knapp 600.000 Fans als Headliner beim "Przystanek Woodstock" in Polen spielten. 2008 "The Art Of War", 2011 "World War Live: Battle Of The Baltic Sea", 2019 "The Great War" und nun 2022 "The War to End All Wars" – mit viel Mühe lässt sich ein dezenter thematischer Schwerpunkt von Sabaton zwischen den Zeilen lesen. Auch musikalisch erwartet uns vermutlich keine riesige Überraschung, die erste Single "The Unkillable Soldier" zeigt bereits: das wird der klassische Heavy-Metal, wie die Fans ihn von Sabaton kennen und lieben.

Die bekanntesten Songs "Kayleigh" und "Lavender" beide 1985: ihre größte Zeit hatten Marillion wohl in den 80er-Jahren mit Leadsänger Derek William Dick alias Fish. Dieser ist längst nicht mehr Teil der Band. In der aktuellen Besetzung, in der nur noch Gitarrist Steve Rothery von den Gründungsmitgliedern übrig geblieben ist, spielt die Gruppe seit 1989. Der musikalische Stil bewegt sich schon immer im Bereich des soften Rocks, mit mal düsteren, mal ruhigeren, meistens aber fröhlicheren Pop-Einflüssen. Die Texte sind mit gesellschaftlichen und sozialen Themen meist am Puls der Zeit. Beides dürfte sich auch auf dem neuen Album "An Hour Before It's Dark" kaum ändern. Mit "Murder Machine" wurde eine Single bereits vorab veröffentlicht.

Nur wer 2013 auf dem Mond gelebt oder sich das ganze Jahr die Ohren zugehalten hat, kann noch nie von "Papaoutai" gehört haben. Nach "Alors On Dance" war es der zweite Mega-Hit von Stromae. Anschließend wurde es jedoch etwas ruhiger um den belgischen Sänger und Produzenten. Erst "Santé" 2021 erregte wieder Aufmerksamkeit, gemeinsam mit der kürzlich veröffentlichten Single "L'enfer" ist es Teil des neuen Albums "Multitude". Vielfalt: besser könnte man den Stil von Stromae eigentlich gar nicht beschreiben. Die Verknüpfung von elektronischer Musik, Rap, radiotauglichem Pop aber auch französischem Chanson und exotischen Elementen klingt immer wieder aufs neue einzigartig. Abwechslung verspricht auch das neue Album: "Ich habe mich von verschiedenen Volksmusikstilen inspirieren lassen", erklärte Stromae im Interview mit der NZZ.

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Drei Jungs aus irgendeinem Kaff in Südwales, die im Schlafzimmer von Schlagzeuger Stuart Cable ein bisschen Musik machen. So beginnt die Story von den Stereophonics. Ein Jahr nach ihrem ersten Label-Vertrag stehen sie mit 21 Jahren bereits neben den Manic Street Preachers und The Who auf der Bühne. Heute blickt die Rockband auf unzählige Platinauszeichnungen und elf Studioalben zurück. Diesen Freitag folgt Nummer zwölf "Oochya!". Gesundheit. Über die Jahre ist die mittlerweile auf vier Mitglieder angewachsene Gruppe deutlich softer geworden, die neue Musik klingt mehr nach Sonntagmittag auf dem Sofa als nach Rock-Hymnen. Auch die neue Single "Right Place Right Time" ordnet sich im entspannten Pop ein.

Ob Solo, als Kopf von Major Lazer, mit Skrillex als Jack Ü, mit Mark Ronson als Silk City oder mit Labrinth und Sia als LSD: Diplo hat irgendwie immer überzeugt. Von EDM und Hip Hop bis Pop, Reggaeton, und vielen weiteren hat er sich bei den unterschiedlichsten Genres bedient – in eine musikalische Schublade kann man Diplo schon mal nicht stecken. Nach vielen Side-Projekten erscheint mal wieder ein Solo-Werk des amerikanischen DJs und Produzenten. Das Album trägt den selten kreativen Namen "Diplo" und wird sich vermutlich in die Mainstream EDM-Richtung bewegen. Die kürzlich veröffentlichte Single "Don't Forget My Love" mit Sänger Miguel klingt eher enttäuschend, Rückschlüsse auf das neue Album lassen sich trotzdem kaum treffen. Ist schließlich Diplo.

Schwer vorstellbar, dass Nilüfer Yanya Ende 2022 immer noch als Insidertipp gehandelt wird. Drei Jahre nach ihrem Debüt "Miss Universe" fährt die Londerin auf "Painless" wieder dick auf und vermählt ihre melodiöse Indie-Rock-Gitarre mit Trip-Hop-Beats und Synthie-Sounds. Dabei geht sie noch etwas stringenter vor als auf dem Debüt, die Hits sitzen und das Gesamtpaket klingt trotz bekannter Elemente einfach nur frisch.

Alle Neuerscheinungen vom 4. März auf einen Blick:

40 Watt Sun - A Perfect Light
Asmik Grigorian, Lukas Geniusas - Rachmaninoff: Dissonance
Band Of Horses - Things Are Great
Beachheads - Beachheads II
Benee – Lychee (EP)
Bob Moses - The Silence In Between
Der Butterwegge - Butterbande
Carla Bruni - Best Of... (Vinyl)
Cécile Mclorin Salvant - Ghost Song
Crowbar - Zero And Below
Daniela Alfinito - Das Beste Für Alle
Daniel Hope, Zürcher Kammerorchester, Joy Denalane & Marcus Roberts Trio - America (Vinyl)
Dan Patlansky - Shelter Of Bones
Dan Reed Network - Let's Hear It For The King
Deserted Fear - Doomsday
Diplo - Diplo
Dolly Parton - Run, Rose, Run
Dominik Eulberg - Avichrom
Dustin Lynch - Blue in the Sky
Fetal Blood Eagle - Indoctrinate Schuber
Glasya - Attarghan
Golden Earring -Moontan
Gong - Pulsing Signals
Guided By Voices - Crystal Nuns Cathedral
Jacob Karlzon - Wanderlust
John Eliot Gardiner, Monteverdi Choir & English Baroque Soloists - Bach: St.John Passion
John Mclaughlin - The Montreux Years
Juliane Werding - Juliane Werding: Ihre Lieder Live!
Julian Sas - Electracoustic
Knight Area - D-Day II: The Final Chapter
Kris Barras Band - Death Valley Paradise
Léon - Circles
Marianne Faithfull - Vagabond Ways (Re-Release)
Marillion - An Hour Before It's Dark
Mary Willson - The Motown Anthology
Mike Campbell & the Dirty Knobs - External Combustion
Midnight - Let There Be Witchery
Nadine Sierra, Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, Riccardo Frizza - Made For Opera
Nas - King's Disease II (Vinyl)
Nilüfer Yanya - Painless
Oh Hiroshima - Myriad
Oysterband - Read the Sky
Peach Pit - From 2 To 3
Philipp van Endert - Moon Balloon
Pink Floyd - The Piper at the Gates of Dawn (Vinyl)
RZA & DJ Scratch - Saturday Night Kung Fu Theater
Sabaton - The War To End All Wars
Somi - Zenzile: The Reimagination of Miriam Makeba
Sondra Radvanovsky, Riccardo Frizza & Lyric Opera of Chicago - The Three Queens: Donizetti
Stereophonics - Oochya!
Stromae - Multitude
SSIO - 0,9 (5 Jahre Special Edition, Vinyl)
The Dead South - Easy Listening for Jerks (Part 1 & 2)
The Flower Kings - By Royal Decree
U.D.O. - Game Over
The Weather Station - How Is It That I Should Look At The Stars
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Various Artists - Ich find Schlager toll (Frühjahr/Sommer 2022)
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Various Artists - Now That's What I Call 80s: Remixed
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Veonity - Elements of Power
Vio-Lence - Let the World Burn
Warpath - Disharmonic Revelations

Fotos

Sabaton

Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger) Sabaton,  | © Manuel Berger (Fotograf: Manuel Berger)

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