"Alle Toten Dichter" ist nicht nur hörens-, sondern auch sehenswert: Das Video zeigt die Entstehung des Albumcovers von "Gloria & Schwefel".

Düsseldorf (dük) - Der Düsseldorfer Rapper Vandalismus gibt im Rahmen der Veröffentlichung seiner neuen Single "Alle Toten Dichter" Einblicke in die Entstehung seines Albumcovers. Nach "Rapmusik Im Straßengraben" ist "Alle Toten Dichter" der zweite Vorbote auf das am 4. September erscheinende Album "Gloria & Schwefel".

"Das hier ist nur was für die, die nach einem heißen Bad und einem starken Drink alles vergessen können", stimmt eine weibliche Stimme auf den Track ein. Kurz darauf ist mit Einsetzen des Kopfnicker-Beats der Kamikazes die kunstvolle Entstehung der Vogelscheuche zu sehen, die dem Betrachter auf dem finalen Artwork gleich ins Auge springt: "Die ist düster, ein bisschen dreckig, nicht böse, nicht depri, sie ist einfach ein Klassiker, Grusel aber kein Horror", erklärt der Rapper im Interview mit der Zeitschrift Page. Die Mischung aus dem Kindlichen und dem Rauen ziehe sich generell durch seine Musik, deswegen wollte er die Vogelscheuche unbedingt auf dem Albumcover haben.

Auch auf der neue Single "Alle Toten Dichter" lässt sich dieser vermeintliche Gegensatz heraushören. Mit Einsetzen des Orgel-Sounds nach ungefähr 50 Sekunden erhält der düstere Beat eine andere Richtung, die im Refrain noch stärker eingeschlagen wird. Im weiteren Verlauf des Songs nimmt das von UNgleich Design gestaltete Artwork immer konkretere Züge an und passt sogar zu Vandalismus' Lyrics: So erhält zum Beispiel der Controller unten links seine farbliche Politur, und Sekunden später rappt Vandalismus: "Nach sieben Alben sitz' ich hier und starre auf mein' Gamerscore / Alles schön auf Standby, digital kommt mir grad eklig vor."

Das Konzept und die Motivation hinter dem Albumcover erklärt Vandalismus wie folgt: "Hier haben wir dann gesagt, lass' uns ein Wimmelbild machen, in dem es ganz viel zu entdecken gibt. Ich mag so überladene Bilder, die man sich lange anschaut, weil man immer wieder etwas Neues findet. [...] Dann habe ich angefangen zu sammeln; alles was mir wichtig ist, was cool ist, was mir etwas bedeutet und alles in das Bild soll."

Das gesamte Interview mit Vandalismus, einem gelernten Mediengestalter, und dem Grafikdesigner Fabian Hotz, Gründer von UNgleich Design, ist bei den Kollegen von Page nachzulesen.

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