Weil sein neuer Song mit Kollegah und Majoe nicht prominent platziert wurde, beklagte sich Farid Bang bei Spotify.

Konstanz (jah) - Erst kürzlich hat Farid Bang den neuen Song "Ba3t" mit Kollegah und Majoe veröffentlicht. Nun hat sich der Rapper in einer Instagram-Story über das Ranking des Songs in namhaften Deutschrap-Playlists auf Spotify aufgeregt. Er könne die Platzierung lediglich im oberen Mittelfeld der Playlist "Deutschrap Brandneu" nicht nachvollziehen: "Ich weiß nicht, was bei euch da für eine Politik intern herrscht" zitiert ihn hiphop.de.

Der Song belegt in den YouTube-Trends aktuell Platz fünf und hat drei Tage nach Release bereits knapp 640.000 Aufrufe. In "Modus Mio", der selbsternannt "wichtigsten Hip-Hop Playlist Deutschlands" ist er aktuell gar nicht vertreten, in "Deutschrap Brandneu" zur Zeit an fünfter Stelle.

Die Kritik am Ranking seines Songs verband Farid Bang mit einigen Spitzen, unter anderem gegen viele Acts, die er gar nicht kenne und Vanessa Mai, die vergangenen Freitag zusammen mit ART den Track "Melatonin" veröffentlichte. Das sei kein Deutschrap, meinte Farid, und beklagte laut HipHop.de, dass "Schlagersänger den Support kriegen." Bereits Ende Februar hatte der 35-Jährige für Diskussionen gesorgt, als er einen Großteil der deutschen Rap-Newcomer als Hurensöhne bezeichnete.

Weitere Rapper schließen sich an

Einige weitere Rapper sprangen Farid Bang nach dessen aktuellem Statement zur Seite, unter anderem Sun Diego, Asche, Majoe und Sinan-G. Auch Kollegah veröffentlichte per Instagram-Story ein ausführliches Statement. Er habe Spotify 2014 supportet und der Streaming-Plattform in Deutschland zu Relevanz und Etablierung mitverholfen, werde seit dem "Echo-Skandal" 2017 aber kaum mehr in großen Playlists aufgeführt. "Ich habe mich nie gross über Shadowbanning, Marktmanipulation, Korrumpiertheit und Wettbewerbsverzerrung beschwert", schrieb er. Und legte nach: die aktuelle Situation erschwere es neueren Künstlern, sichtbar zu werden, wenn sie sich nicht dem seit Jahren laufenden Schema anpassen würden. Gleiches gelte für "etablierte, verdiente Deutschrapgrössen".

Sein Fazit: "Es wird seitens Spotify hauptsächlich gleichklingender, seelenloser Poprap gepusht. Geghostwritet und produziert von immer denselben Leuten. Der Tod von Vielfalt, Authentizität, echter Kunst und allem, wofür Hip Hop eigentlich steht." Die gemeinsame Message der Rapper: Es müsse sich etwas ändern, "sonst stirbt Deutschrap."

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Vanessa Mai und Kollegah

Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Vanessa Mai und Kollegah,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Vanessa Mai und Kollegah,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Vanessa Mai und Kollegah,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Vanessa Mai und Kollegah,  | © Selfmade (Fotograf: Laion) Vanessa Mai und Kollegah,  | © Selfmade (Fotograf: Laion)

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