Im LAUT-Interview erzählten die Sportfreunde Rüde und Floh von selbst- und fremd-erzeugtem Druck, Fanliebe und Veränderung.

München (vbu) - Die Sportfreunde sind nette Menschen. So nett, dass man sie noch beim Nachhören des Interviews knutschen möchte ... oder so. Deshalb machen sie auch ihrem Ärger nur sanft Luft und schmeißen schnell noch ein "Schwamm drüber" hinterher. Man könnte sich an dieser Stelle fragen: haben die überhaupt einen Grund sich zu ärgern? Ihr drittes Album "Burli" ist im Kasten, die Single läuft auf MTVIVA-Heavy-Rotation. Doch gab es "Kommunikationsschwierigkeiten mit der Plattenfirma". Die zwar "einerseits wir verschuldet haben, indem wir uns zu sehr unter Druck gesetzt haben mit Terminen, die wir nicht einhalten konnten."

Doch auch ihre Plattenfirma sei nicht ganz unschuldig: Sie hat "uns sehr unter Druck gesetzt, im Sinne von schnell aufnehmen wegen Umsatzzahlen. Und sie haben auf unsere Sachen nicht sehr wohlwollend reagiert, sie waren erst mal drauf bedacht, das schlecht zu reden, was wir machen, damit sie letztendlich sagen können: Es ist gut geworden, weil sie uns unter Druck gesetzt haben, oder es ist schlecht geworden. Genau so, wie sie es gesagt haben. Es ist eine recht unfeine, undifferenzierte Art der Kritik geworden." Aber letztendlich bräuchte die Band dem nicht so viel Wert beimessen, "denn wir sind sehr zufrieden mit dem, was rausgekommen ist." Also gilt die Devise: Schwamm drüber.

Die Sporties waren sich einig, dass sie bandintern eine absolute Einheit bilden müssen, sehr stark zusammenhalten müssen, um das, was sie sich vorgenommen haben, auch durchzusetzen. "Wir waren uns bewusst, dass die Songs auf den Demos absolut top und super sind. Mit Ellbogen haben wir uns zwei Monate durch die Aufnahmen gekämpft, um im Endeffekt von allen Seiten Schulterklopfen zu ernten."

Doch überlegt man sich als kritischer Nachfrager: Warum ist das neue Album den beiden ersten schon wieder so ähnlich? Die Sportfreunde wiegeln ab: "Vom Sound her kracht's mehr, aber letztendlich sind wir die Sportfreunde geblieben. Einen konzeptionellen Bruch können wir uns nicht leisten." Da haben sie keinen Bock drauf. "Aber es sei noch erwähnt, dass wir auch absolute Neuheiten auf dem Album haben, wie ein Gitarrensolo und annähernd ein Schlagzeugsolo."

Ihr Lieblingsthema ist allerdings der Plattentitel: "Burli, da wissen viele Leute nicht, was das überhaupt ist. Manche Leute dachten, das ist ein englischer Titel." Burli sei jedoch einfach ihr Kind.

Über ihr Verhältnis zueinander erklärt Rüde: "Wenn man bei 800 Scherzen und Scheißdreckschoten am Tag sagt "Bitte Floh, ich brauche jetzt meine Ruhe, dann ist das gleich ein persönlicher Affront gegen den Saubatz". Aber eigentlich haben sie sich immer noch sehr, sehr lieb. Wie auch ihre Fans: "Das passiert immer noch, dass wir nach dem Konzert rausgehen. Fannähe ist uns immer noch sehr wichtig." Sie finden es "total wichtig Leute kennen zu lernen, die auf unsere Konzerte gehen. Das sind ja auch meistens total nette Leute." So wie sie eben. Mehr dazu in Kürze im LAUT-Interview.

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