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Burgerkette KFC kauft Techno-Gig

Ein Mensch mit Helm auf der Main Stage eines Techno-Festivals - 2019 kein ungewohnter Anblick. Dachte sich wohl auch die US-Burgerkette Kentucky Fried Chicken, die am Wochenende beim Ultra Music Festival in Miami den Bogen allerdings ein wenig überspannte. Als Sponsor der Wochenendparty mit Acts wie Zedd, David Guetta und Marshmello buchte man gleich noch eine Werbeeinlage in Form eines fünfminütigen Bühnenauftritts. Allerdings schritt da nicht ein verkleideter Deadmau5, sondern die behelmte Version des KFC-Gründers Colonel Sanders hinter die Turntables. Der echte starb 1980.

Passend dazu flimmerte der KFC-Marketingslogan "It's finger lickin' good" über die Videoscreens, während der Colonel die Menge u.a. mit dem Spruch anheizte: "Any of y'all hungry for some beats?" Der Auftritt sorgte für massiven Gesprächsstoff, allerdings nicht ganz in die von den 'Medienstrategen' der Kette erhoffte Richtung.

Sogar Maskenträger Marshmello fand die Product Placement-Aktion daneben und ließ dies auch seine Twitter-Anhängerschaft wissen. Später löschte er das Posting wieder, kam wohl bei KFC nicht so gut an:

Die australische DJane Alison Wonderland sprach gar von einer Entwertung des DJ-Handwerks und konterte Vorbehalte, das Festival würde in dieser Größenordung ohne finanzkräftige Sponsoren wie KFC gar nicht existieren:

Für Alec Metric kommt diese Entwicklung dagegen nicht ganz aus dem Off:

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