In Arizona ist am vergangenen Freitag das zweite Urteil in einem der vielen tausend geführten Verfahren der Plattenindustrie-Vertretung RIAA gegen mutmaßliche Filesharer gesprochen worden. Tauschbörsennutzer Jeffrey Howell muss wegen Verbreitung von zwölf Songs via KaZaA nun 40.500 Dollar (27.900 …

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  • Vor 11 Jahren

    @laut.de (« Tauschbörsennutzer Jeffrey Howell muss wegen Verbreitung von zwölf Songs via KaZaA nun 40.500 Dollar (27.900 Euro) Schadensersatz ans Label Atlantic zahlen - und außerdem die Prozesskosten von umgerechnet 240 Euro tragen.

    Der Angeklagte, der sich mangels Geld selbst verteidigt hatte, wurde von der Internet-Bürgerrechtsorganisation EEF unterstützt. »):

    Da trifft es mal wieder die richtigen Leute... -.-
    Sollte ja offensichtlich sein, dass der die Musik nicht geladen hat, weil er der Industrie schaden möchte, sondern, weil das Geld bei ihm nicht so dick vorhanden ist...
    @laut.de (« Experten bezweifeln seit langem, dass alleine das Bereitstellen von Musik im Shared-Ordner bei Programmen wie KaZaA schon eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Dazu müsse man auch nachweisen, dass die Kopie weitergegeben wurde.

    Als Howell jedoch im laufenden Verfahren seine Festplatte formatierte und das Betriebssystem neu installierte, beschleunigte sich der Prozess plötzlich: Die Vernichtung von Beweisen sei "absichtlich durchgeführt worden und dreist", so der zuständige Richter. »):

    Ja, das war natürlich auch ein bisschen blöd... :rolleyes:

  • Vor 11 Jahren

    wer weiß denn schon, was er noch so sammelte..

  • Vor 11 Jahren

    @Herbstmoosmutzel (« wer weiß denn schon, was er noch so sammelte.. »):

    Gut, da hast du natürlich Recht, aber so hat er sich ja erst recht verdächtig gemacht.

  • Vor 11 Jahren

    @Anonymous (« Das wird echt immer schlimmer..ich warte nur darauf, dass man eines Tages in den Nachrichten vermummte Leute sieht, wie sie den Haupsitz eines beliebigen Major Labels mit Molotowcocktails in Brand setzen. Das mag vielleicht krass klingen, aber wenn die Musikindustrie weiterhin so verfährt wie sie es tut und selbst Gelegenheitsnutzer von Tauschbörsen mit ihren extraterrestrischen Schadensersatzforderungen den Ruin bringen und als extreme Kriminelle dar stellen, werden diese Menschen auch eines Tages kriminell antworten. Und das alles nur wegen ein paar Songs. Traurig. »):

    Stimmt, der Akt mag nicht die feine englische Art sein, aber die die Plattenfirmen ihre Pappenheimer, verzeihung "Stars" sonst vermarkten und ausbeuten, darüber verlieren sie kein Wort. Wenn sie sich nicht mit dem Medium Internet mal ausführlicher auseinander setzen und beispielsweise Songs, Alben zum kostenden Download anbieten, dürfen sie sich auch nicht wundern, klar wird der geneigte Fan auch weiterhin Cds seiner Lieblings kaufen , aber die Tage der CD sind nunmal scheinbar gezählt, man greift inzwischen eher wieder zu Vinyl... Und einen Normalo durch solch eine Strafe sprichwörtlich das Leben zu ruinieren und in die Schulden zu treiben ist wirklich reizend, Möglicherweise hätten Sozialstunden in einer Plattenfirma oder als Sklave von Diven wie Elton John, Madonna, Christina Gullilera oder Jennifer Klofetz oder anderen Extravaganten Lackaffen auch genügt

  • Vor 11 Jahren

    Ich finde das Strafmaß angemessen, sollte man auch in anderen Bereichen einführen. Wenn ich also zum Beispiel beim Obsthändler ein paar Äpfel für 3€ kaufe und ein paar Apfelspalten an andere weitergebe, finde ich es völlig richtig, wenn mich der Obsthändler dafür auf 30 000 Euronen verklagen kann. Immerhin hätten die andern bestimmt alle selber einen Apfel gekauft, wenn ich keine Obstpiraterie betrieben hätte.

  • Vor 11 Jahren

    Ein Urteil, das so wohl nur in Amerika dem Land der Anwälte und des schnellen Geldes geben kann. 12 Songs für so eine Summe. Das meinen die wohl ernst da drüben - nun gut.

  • Vor 11 Jahren

    Spammer sind Verbrecher!
    Mehr als wie Failscherer

  • Vor 11 Jahren

    ^^

    @Capybara: der vergleich ist gar nicht mal so schlecht.. :D

  • Vor 11 Jahren

    @Capybara (« Wenn ich also zum Beispiel beim Obsthändler ein paar Äpfel für 3€ kaufe und ein paar Apfelspalten an andere weitergebe, finde ich es völlig richtig, wenn mich der Obsthändler dafür auf 30 000 Euronen verklagen kann. Immerhin hätten die andern bestimmt alle selber einen Apfel gekauft, wenn ich keine Obstpiraterie betrieben hätte. »):

    Nehmen wir mal an, Du wärst ein Händler und hättest jemandem einen Apfel für drei Euro verkauft. Dann findest Du heraus, daß das ein Zauberer war, der in einer dunklen Seitenstraße jedem, der ihn darauf anspricht, kostenlos ein exaktes Duplikat des von Dir gekauften Apfels in die Hände zaubert. Wie verhältst Du Dich? :D

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Das erinnert mich an das Märchen "Der süße Brei". Die Genugtuung der Hirsehändler besteht darin, dass zum Schluß die ganze Stadt in süßem Hirsebrei erstickt. In Bezug auf Popmusik erweist sich dieses Grimm-Märchen als einigermaßen vorausschauend.

  • Vor 11 Jahren

    @Skywise (« @Capybara (« Wenn ich also zum Beispiel beim Obsthändler ein paar Äpfel für 3€ kaufe und ein paar Apfelspalten an andere weitergebe, finde ich es völlig richtig, wenn mich der Obsthändler dafür auf 30 000 Euronen verklagen kann. Immerhin hätten die andern bestimmt alle selber einen Apfel gekauft, wenn ich keine Obstpiraterie betrieben hätte. »):

    Nehmen wir mal an, Du wärst ein Händler und hättest jemandem einen Apfel für drei Euro verkauft. Dann findest Du heraus, daß das ein Zauberer war, der in einer dunklen Seitenstraße jedem, der ihn darauf anspricht, kostenlos ein exaktes Duplikat des von Dir gekauften Apfels in die Hände zaubert. Wie verhältst Du Dich? :D

    Gruß
    Skywise »):

    :D :D :D

  • Vor 11 Jahren

    @skywise
    hm... interessanter ansatz. vor ein paar hundert jahren hätte man so eine person wohl im rahmen der inquisition verbrannt... und naja im prinzip macht die RIAA heut das gleiche, nur eben ohne feuer.
    nur weiß man ja das die hexenverbrennung falsch war... gilt dann wohl auch für solches vorgehen.

    btw.:
    ich persönlich würde mich fernhalten von nem typen der äpfel duplizieren kann ;)

  • Vor 11 Jahren

    @m.baumgard (« @skywise
    hm... interessanter ansatz. vor ein paar hundert jahren hätte man so eine person wohl im rahmen der inquisition verbrannt... »):

    Noch ein paar hundert Jahre drauf und man hätte die Religion auf dieser Person begründet, in deren Namen später die Inquisition handelte ... :D

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    ich verstehe nicht warum jemand der NUR 12 songs verbreitet überhaupt angeklagt wird, wo doch es doch genug leute gibt die sicher tausende lieder sharen...das ist für mich unverständlich

  • Vor 11 Jahren

    Irgendwo muss man ja anfangen, sie haben sich einfach eine IP geschnappt und geguckt ob sie da rankommen. Vielleicht hatte er Pech, weil sein Provider mitgespielt hat, vielleicht haben es die anderen Provider nicht getan, oder sie haben nur die Namen rausgerückt und er war nunmal der einzige in dieser Stadt mit dem Namen...

    Zitat (« Das Urteil selbst ist den Klägern jedoch wichtiger als der Schadensersatz. »):

  • Vor 11 Jahren

    Tja, das vergrößert doch die Schockwirkung, keiner denkt "ach ich bin denen eh scheißegal wenn ich hier und da mal nen Song, den ich inner Disko gehört habe, sauge". In Amiland zumindest.
    @Sordos («
    aber die Tage der CD sind nunmal scheinbar gezählt, man greift inzwischen eher wieder zu Vinyl... »):

    Pft, 0,1% der Hörer vielleicht, wenn überhaupt. Die Tage der CD sind höchstens gezählt, weil sich jeder nur noch seine Torrent-mp3s aufn USB-Stick lädt und sich damit im Bus oder beim Sport mit den beigepackten In-Ear-Hörern zudröhnt.
    Solange die Plattenfirmen kein richtiges Mastering hinkriegen (wollen), macht es eh wenig Sinn, eine CD zu kaufen, weil man auf jeden Fall die beste Qualität bekommt. Sowas wie Californication kann man sich ja nur noch mitten in der Stadt antun.. und für sowas bezahle ich, wenn es neu ist, teils 17€?!
    Mehr Internet-Angebote schön und gut, vor allem aber günstigere und vernünftig klingende CDs. Solange müssen sie zusehen, wie ihnen das Geld durch die Finger rinnt und verzweifelt drakonische Strafen verteilen, in der Hoffnung, eine Art Terrorregime aufzubauen...

  • Vor 11 Jahren

    Wer das Mastering einer Scheibe für das A und O hält, hat garkeine Musik verdient. :rayed:

  • Vor 11 Jahren

    @Skywise (« @Capybara (« Wenn ich also zum Beispiel beim Obsthändler ein paar Äpfel für 3€ kaufe und ein paar Apfelspalten an andere weitergebe, finde ich es völlig richtig, wenn mich der Obsthändler dafür auf 30 000 Euronen verklagen kann. Immerhin hätten die andern bestimmt alle selber einen Apfel gekauft, wenn ich keine Obstpiraterie betrieben hätte. »):

    Nehmen wir mal an, Du wärst ein Händler und hättest jemandem einen Apfel für drei Euro verkauft. Dann findest Du heraus, daß das ein Zauberer war, der in einer dunklen Seitenstraße jedem, der ihn darauf anspricht, kostenlos ein exaktes Duplikat des von Dir gekauften Apfels in die Hände zaubert. Wie verhältst Du Dich? :D

    Gruß
    Skywise »):

    Sehr gutes Beispiel.
    Nur kann der Händler nicht nachweisen, wieviele Äpfel der Zauberer verschenkt hat und deshalb kann er ihn im Prinzip nicht auf einen konkreten Betrag verklagen.

  • Vor 11 Jahren

    @.ashitaka (« Wer das Mastering einer Scheibe für das A und O hält, hat garkeine Musik verdient. :rayed: »):

    bisserl krass aber guter ansatz.

    nur ist californication echt das beste beispiel für ein generelles problem. weiß nicht was da beim mastering der cd schiefgegangen ist, aber die itunes un amazon mp3/aac dateien klingen besser als die cd. angeblich weil sie von den originalaufnahmen kommen...

    wenn die cd, die ja eigentlich die beste für den durchschnittskonsumenten erwerbbare qualität bieten soll, so dermaßen verhunzt ist, warum soll ich dann noch das geschäftsmodell unterstützen?

    es bleibt also nur noch digital. und obwohl das ursprüngliche apfelbeispiel wie schon gezeigt quatsch ist, da der apfel erst geklaut wurde und dann verzaubert, kann man den geist nicht wieder in die flasche tun. die technologie ist da, die leute zeigen wie sie es nutzen wollen. fertig.

  • Vor 11 Jahren

    @Anonymous (« ... das führt dann dazu, dass der händler ihn pauschal auf ne absurde summe verklagt ...

    gab mal ne southpark-folge, wo eric cartman für irgendein vergehen mal zu 800 millionen jahren knast verurteilt wurde. ne weitere nette parodie auf das land des unbegrenzten strafmaßes wie ich finde ... »):

    Nicht nur da hat "South Park" etwas auf eine sehr geile, kritische Art verarscht. Geil ist auch die Folge, wo Chefkoch angeblich ein Lied geklaut hat und dafür verklagt wurde...