Es ist schon schizophren. Da predigt der Kulturökonom (das Wort schon!) seit Jahr und Tag den Tod der haptischen Musikerfahrung vor der heimischen Stereoanlage. Livekonzerte würden heutzutage nicht mehr veranstaltet, um CD-Verkäufe oder Download-Umsätze anzukurbeln, sondern umgekehrt. Tourneen …

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  • Vor 13 Jahren

    Hä? Wasn Bullshit.
    Rauchverbot! Billige Getränkekioske! Discountsupermärkte!

    Wie wär's mal mit selbst an die Nase fassen und eigene Fehler eingestehen? Kann ja sein, dass sich das Umfeld ändert, aber dann muss man sich doch anpassen und nicht rumjammern.

    Oder??!

  • Vor 13 Jahren

    Zitat («
    Livekonzerte würden heutzutage nicht mehr veranstaltet, um CD-Verkäufe oder Download-Umsätze anzukurbeln, sondern umgekehrt. Tourneen seien fortan der aussichtsreichste Weg, um mit Musik Geld zu verdienen.

    Von der gestiegenen Bedeutung von Liveshows profitieren jedoch vorrangig große Venuebetreiber - für ein Sitzplatzticket für die Madonna-Gigs im September etwa sind derzeit mindestens 150 Euro fällig. Indie-Locations haben hingegen mehr denn je mit wuchernden Veranstaltungskosten zu kämpfen. »):

    Danke, dass das mal jemand ausspricht. :)

    Bei kleinen Clubs ist eben ein ausverkauftes Konzert oft bestenfalls ein 0-0-Geschäft.

  • Vor 13 Jahren

    Ich frage mich dabei auch bange, wer denn dann in Zunkunft die ungemein wichtige Basisarbeit am Karrierestart der späteren Stadionband(die Stripes spielt man ja mittlerweile schon bei Fussball-EMs)machen soll. Etwa die dubiosen Casting-Shows? Auch die Mainstream-MasterMusiccompanies werden einen Verfall der Clubs und deren Kultur zu spüren bekommen, wenn dereinst qualitativ hochwertiger Nachwuchs fehlen wird. Aber wie bei so vielen Entwicklungen im Musikbiz werden die großen Labels auch in diesem Falle wohl wieder erst wach, wenn das Kind schon im Brunnen ist. :(
    Gruß: T.

  • Vor 13 Jahren

    Veränderung gehört zum Leben. Ein Club kommt, ein anderer geht.

    Passt schon.

  • Vor 13 Jahren

    Naja, ist ja auch weniger der Job der Labels.

    Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass viele dieser kleinen Clubs eben ihr Konzertprogramm aus anderen Einnahmen querfinanzieren, weil sich deartige Konzerte eben nicht selbst tragen, und noch nie getragen haben.

    Fallen diese anderen Einnahmen weg, wars das für den Club.

    Aber das passt ja ins Bild der momentanen Hegemonisierung zugunsten weniger großer Anbieter. Anstatt unabhängiger lokaler Veranstalter gibt es dann eben einige wenige landesweite oder gar internationale Kultur-Konzerne.

    Und wie bei jedem Monopol geht das eben zu lasten der Vielfältigkeit im Angebot.

  • Vor 13 Jahren

    Genau wegen dieser Kosten-Nutzen Rechnung darf ich hier in meinen verträumten Oststädtchen inklusive Weltkulturerbe ohne einen vernünftigen Konzertschuppen auskommen. Wenn die zahlende Klientel wegbleibt ist halt Schicht...vom Staat darf man ja nichts erwarten, um den Jugendlichen etwas Abwechslung zu bieten.

  • Vor 13 Jahren

    was passiert eigentlich, wenn bei dem medial doch ordentlich begleiteten molotow-spendenaufruf zwar einiges, aber nicht genug schotter zusammen kommt? gibts dann "hamburger indie-institutionsclub-beinahe-retter"-shirts? egal, hab grad 5 euro überwiesen!

  • Vor 13 Jahren

    Schade ums Molotow. War ein kleiner, aber feiner Club. Allerdings hat man sich auch selbst in letzter Zeit immer mehr ein Publikum herangezogen, dass aus "Intellektualasis" bestand: In Clubs gehen, um Hip zu sein und in der Mensa am Montag Mittag was erzählen zu können, aber zu geizig für ein Bier am Tresen. Hat nix mit Kohlemangel bei denen zu tun: Die sind so. Die wollen das Vier-Jahreszeiten-Top-Deluxe-Menü für den Preis eines halben Cheeseburgers.

  • Vor 13 Jahren

    schon wieder die intellektuellen-klatsche :boring:

  • Vor 13 Jahren

    Ich würde es schade finden, wenn noch ein kleiner Club den Bach runter geht. Ich war selbst schon auf vielen Konzerten in so kleinen Clubs, und ich muss sagen, dass diese kleinen konzerte mit max. 500 Leuten oft besser waren als aufm Wacken mit 60.000 Leuten ganz hinten zu stehen und seine Bands auf ner Leinwand zu sehen.

  • Vor 13 Jahren

    @emau (« schon wieder die intellektuellen-klatsche :boring: »):

    Wer immer sich den Schuh hier anziehen mag... ;)

  • Vor 13 Jahren

    jeder hamburg besuch endete nachts um 5 im molotiv. das darf doch jetzt nicht anders werden.

    bzw. wen hab ich da alles schon live gesehen :(

  • Vor 13 Jahren

    Was schreib ich mal als jemand, der noch nie im Molotow war und auf der anderen Seite das mehr oder minder kommentarlose Verschwinden von sicher 10 Clubs im Frankfurter Raum (vor Einführung des Rauchverbots und des Euros) miterlebt hat... schwierig... schwierig... ist das nicht einfach der Lauf der Dinge?

    Damals sind Clubs einfach so pleite gegangen, heute sind immer die anderen dran schuld.

  • Vor 13 Jahren

    @Anonymous (« das Molotow ist ja nicht irgendein Club. Es ist für viele DER Club in Hamburg. Das was in den 60ern der Kaiserkeller für Hamburg war ist heute das Molotow für Hamburg!!! Und die Beatles Geburtstätte würde man auch net einfach so dicht machen lassen. »):

    Öhm ... doch, was spricht dagegen?
    Hat Hamburg noch den StarClub? Hat Hamburg noch das Onkel Pö? Hat Hamburg noch das Danny's Pen? Waren diese Clubs weniger bedeutend als das "Molotow", daß man sie schließen mußte? Ist die Kultur in Hamburg deshalb zum Erliegen gekommen?

    Gruß
    Skywise