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Queen 2.0?

Während Metallica längst in die Rock Hall eingezogen sind, fehlen Iron Maiden immer noch. Wer weiß, vielleicht sind sie dem Kommitee einfach nicht Queen genug. In diesem Falle wäre eventuell Manager Rod Smallwood Schuld. Denn laut Ex-Gitarrist Dennis Stratton war er es, der verhinderte, dass Maidens Debütalbum nach Queen klang.

Im Interview mit Rock Candy erzählt Stratton: "Ich nahm 'Phantom Of The Opera', fügte eine Ladung Harmonie-Gitarren und Falsettvocals zum Basistrack. Der Toningenieur half mir dabei, und als wir fertig waren, klang es nach Queen! Ich fand es fantastisch. Dann kam Rod Smallwood in den Control-Room, als wir den Song abspielten. Ich bemerkte ihn gar nicht, doch am Ende des Songs sagte er: 'Das könnt ihr alles wegschmeißen. Es klingt nach fucking Queen.' Also kam es nie durch. Ich würde nach wie vor gerne eine große Produktion aus dem Song machen. Ich weiß, dass es super klingen würde."

Überhaupt verstanden sich Smallwood und Stratton auf musikalischer Ebene anscheinend nicht besonders gut: "Rod mochte die Musik nicht, die ich hörte. Wenn ich in meinem Hotelzimmer Eagles, David Coverdale, George Benson oder Rod Stewart hörte, kam immer: 'Wenn die Leute wüssten, was du dir da anhörst ...' Du kannst doch nicht 24 Stunden am Tag Motörhead hören! Da wirst du doch taub!"

Stratton war nur ein Jahr bei Iron Maiden aktiv – der offizielle Ausstiegsgrund: 'musikalische Differenzen mit Steve Harris'.

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