Die Siebzigerjahre, Gott hab sie selig! Für dieses Jahrzehnt gilt Falcos Ausspruch über die Achtziger wohl auch: "Wer sich an die 80er erinnern kann, hat sie nicht miterlebt". Schlaghosen, Koteletten, Drogen, Willy Brandts Kniefall, der Deutsche Herbst, Deutschland wird zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister, …

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  • Vor einem Jahr

    Finde die Liste unglücklich, weil jeder Artist mit nur einem Album (Laut.de-Meilenstein bevorzugt) vertreten ist, aber die Schaffensphase von Musikern wie Kraftwerk ("Trans-Europa Express", "Autobahn"), Bowie ("Hunky Dory", "Heroes"...), Led Zeppelin ("Physical Graffiti", "Houses of the Holy"...), Iggy Pop ("Raw Power", "Lust for Life"), Pink Floyd ("Wish You Were Here", "The Wall"...), Eno ("Another Green World"), The Clash ("The Clash"), Can ("Ege Bamyasi", "Future Days"), Neil Young ("Harvest", "On the Beach", "After the Gold Rush"...) nicht auf ein Album reduziert werden sollte.
    Hätte eine Auswahl der wichtigsten Musiker/Bands sinnvoller gefunden oder ein Ranking der Artists mit den besten Alben aus diesem Jahrzehnt.

    PS: Big Star hätte mit "Third" oder "#1 Record" reingemusst und "London Calling" sollte immer vor den Sex Pistols auftauchen.

    • Vor einem Jahr

      100% Zustimmung!

    • Vor einem Jahr

      Berechtigter Einwand, über den wir natürlich auch nachgedacht haben. Wir kamen aber zu dem Schluss, dass es so viele tolle Alben gab, dass man sich einfach auf eins pro Künstler beschränken sollte, auch der Vielfalt zuliebe. Nur Meilensteine haben wir auch nicht genommen, Pink Floyd hat auf laut.de z.B. den "The Wall"-Meilenstein. Warum es einfacher sein soll, Musiker als Alben zu ranken, verstehen wir auch nicht so ganz. Die alte Regel "ein Meilenstein pro Künstler" fällt aber sowieso in Kürze ...

    • Vor einem Jahr

      Beispiel Bowie: Man kann ihm für ein Album Kudos geben (in diesem Fall "Low") oder sein gesamtes Schaffen der 70er würdigen, denn gemessen an seinem Output zwischen "Hunky Dory" und "Lodger" war er wohl der kreativste Musiker des Jahrzehnts und experimentierfreudig wie kaum ein anderer Künstler im Mainstream-Sektor.
      Auch Kraftwerk sollte man eher als Gesamtkunstwerk betrachten.

      Das Ranking von Musikern macht auch im Falle einer 1960er-Liste Sinn, denn dann führt kein Weg an den Beatles vorbei, die das Jahrzehnt geprägt haben wie keine andere Band. Das ist sinnvoller und einfacher als ihr Wirken an einem speziellen Album festzumachen - denn das ist unmöglich.

    • Vor einem Jahr

      "Die alte Regel "ein Meilenstein pro Künstler" fällt aber sowieso in Kürze ..."

      Endlich. Ansonsten das, was Ohrenschmalz sagt. Bezüglich Kraftwerk hätte ich eher "Trans Europa Express" ganz oben gesehen.

    • Vor einem Jahr

      Auch da für die spätere Sampling- und Elektronik-Kultur visionärer und immer noch ein schön zu hörendes, zeitloses Werk.

    • Vor einem Jahr

      Solange man nicht, wie zu befürchten ist, in das Extrem verfällt, sich auf ein kleines Pantheon von Alphatierhelden zu konzentrieren und die Vielfalt als abseitiges Kuriosum abzutun, die hin und wieder als alibimäßiger Blick über den Tellerrand herauspurzeln darf, könnte man die Abschaffung der Regel durchaus begrüßen.

    • Vor einem Jahr

      Ich würd' ja vorschlagen, dass man Mehrfachnennungen erst ab Listen >(=)50 erlaubt. Bei kleineren Listen macht das ja schon Sinn, sich auf ein Album pro Künstler zu beschränken. Bei größeren fände ich das mit Mehrfachnennung aber auch besser/repräsentativer.

    • Vor einem Jahr

      Na endlich!
      Der zweite Meilenstein für die Beginner winkt!

    • Vor einem Jahr

      ich fand diese Entscheidung in Ordnung, denn man kann so einfach mehr Künstler unterbringen- und damit mehr Höranstöße geben. Wenn man einfach nur seine Lieblingsalben weit oben sehen will gibt es im Internet Zig Listen (Rolling Stone, Wikipedia,...=)

  • Vor einem Jahr

    Natürlich viele tolle Alben in der Liste. Viele der Texte sind jedoch bloße Copy&Pastes aus den Meilensteinen. Andere wirken hingeschludert, Grammatik- und Rechtschreibfehler inklusive. Das könnt ihr besser. Ferner schließe ich mich Ohrenschmalz an.

    Die Nr. 1 geht klar, "Autobahn" war aber noch deutlich visionärer zum Zeitpunkt des Erscheinens.

    • Vor einem Jahr

      Hi Virpi, bitte sieh es uns nach, dass wir nicht 100 neue Texte für solch eine Liste verfassen, wenn wir schon so viele tolle "Meilenstein"-Texte haben, auf die wir auch neu hinzugekommene Leser gerne aufmerksam machen möchten. Den Vorwurf des Schluderns weisen wir selbstverständlich von uns, jeder Fehler wurde versehentlich begangen ...

    • Vor einem Jahr

      Schon klar, dass jeder Fehler versehentlich begangen wurde. Aber redigieren solltet ihr die Texte schon. Auch das mit den Meilensteinen ist nachvollziehbar, teils wurden aber Absätze so rauskopiert, dass jeglicher Kontext fehlt. Ich mag euch und eure Seite, aber Mittelmäßigkeit steht niemandem gut zu Gesicht.

  • Vor einem Jahr

    Die Siebziger ohne Klaus Schulze? Ich bin schockiert.

  • Vor einem Jahr

    Stones, Hendrix, ABBA? Hab ich da was überlesen?
    Platz 1 nicht repräsentativ für die 70er ich erkenne den Exotenstatus und meinetwegen auch das Visionäre an aber auf 1 gehört das nicht!
    Ansonsten starke Liste mit dem ein oder anderen längst vergessenen.

  • Vor einem Jahr

    Ein Großteil der Platten gehen klar und sind definitiv Meilensteine in ihrem Genre. Ich habe nur ein grundsätzliches Problem mit Rankings. Ist Kraftwerk wirklich soviel wichtiger als Wire?
    Und Can ist weniger wichtig als
    Kiss?
    Naja, ich habe da meine eigene Meinung. Aber alles ist relativ. Kleiner Tipp: Lasst diese Plätzevergabe sein und macht nur eine einfache Zusammenstellung.

  • Vor einem Jahr

    ... außerdem vermisse ich Amon Düül II, Ash Ra Tempel, Faust, Floh de Cologne, Kluster, Kraan, Popol Vuh und Wallenstein.

    • Vor einem Jahr

      Dafür hätte man eine Top 200 gebraucht. Bei 100 muss man schon nach Relevanz aussortieren.

    • Vor einem Jahr

      Relevanz ist auch so ein Unwort, bei dem mir das Frühstück hochkommt. :(

    • Vor einem Jahr

      In einer Top 10 der besten Krautrockbands der 70er taucht dein Zeug bestimmt auf!

    • Vor einem Jahr

      Pitchfork hat auch eine Top 100 zusammengestellt, da sind Fausts "IV" und Clusters "Zuckerzeit" dabei. Sogar Steve Reich hat Platz gefunden. Mehrere Musiker sind mehrfach vertreten, dafür fehlen natürlich die deutschsprachigen Alben und Patti Smiths "Horses" wurde irgendwie vergessen.
      Pitchforks Top 3 lautet übrigens "Marquee Moon", "London Calling" und "Low". Keine schlechte Wahl.

    • Vor einem Jahr

      Es liegt mir fern nur zu meckern. Man möge mir verzeihen. Die Zusammenstellung umfasst zweifellos 100 Meisterwerke. Dass andere Meisterwerke nicht berücksichtigt werden konnten, muss ich eben akzeptieren.
      Die 1970er sind kein Schwerpunkt in meiner Sammlung, aber ein paar der Scheiben habe ich auch (und könnte sie auch mal wieder hören) :)

    • Vor einem Jahr

      Habe dennoch mal 50 Geheimtipps zusammengestellt. Bedingung: Künstler oder Band sind noch nicht in der Liste vertreten. Außerdem habe ich nur Alben genommen, die ich persönlich kenne oder besitze.

      Rock

      Captain Beefheart & The Magic Band- Lick My Decals Off, Baby
      Magma- Mekanik Destruktiv Kommandöh
      Judas Priest- Sad Wings Of Destiny

      Krautrock

      Cluster- Sowiesoso (Ungewohnt ruhig und meditativ fürs Genre, Highlight!)
      Embryo- Opal
      Kraan- Live '75
      Amon Düül 2- Yeti

      Jazz

      Alice Coltrane- Universal Consciousness
      Don Cherry & Krzysztof Penderecki- Actions (Absolutes Free-Jazz-Live-Schmankerl)
      Art Ensemble Of Chicago- Les Stances à Sophie
      Carla Bley- Escalator Over The Hill
      Sun Ra- Lanquidity
      Chick Corea- Return To Forever (muss man kennen)
      Terje Rypdal- Odyssey (norwegischer Jazz-Rock in Perfektion, absolut atmosphärisch und magisch)
      Brötzmann/Bennink- Schwarzwaldfahrt
      Tomasz Stanko- Balladyna
      Jan Garbarek- SART (noch relativ frei und verspielt gegenüber seinen späteren Alben)
      Volker Kriegel- Inside: Missing Link (das mit Abstand beste deutsche Jazz-Rock-Album)
      Weather Report- 8:30

      Folk / Psychedelik

      Comus- First Utterance
      Nico- Desertshore
      John Martyn- Solid Air (muss man kennen)
      Catherine Ribeiro & Alpes- Ame Debout (atmosphärisch, aufwühlend, kathartisch- mit einer Ausnahmestimme)
      Robert Wyatt- Rock Bottom (muss man kennen)
      Gong- You!

      Neue Musik

      Charlemagne Palestine- Strumming Music (Repetition in Reinform)
      Steve Reich- Music For 18 Musicians

      Experimental

      The Residents- Duck Stab/Buster & Glen (beherbergt noch ihr eingängigstes Material aus dieser Dekade, als Einstieg empfehlenswert)
      Goblin- Suspiria
      Chrome- Half Machine Lip Moves (schräg trifft es dann doch, wie ein trashiger Sci-fi-Film)

      Industrial

      Nurse With Wound- Chance Meeting on a Dissecting Table of a Sewing Machine and an Umbrella
      Cabaret Voltaire- Mix-Up

      Soul / Funk / Afrobeat

      Isaac Hayes- To Be Continued... (wurde unter anderem von Massive Attack gesampled)
      Minnie Ripperton- Adventures In Paradise (ihre mit Abstand ausgereifteste, schönste Platte)
      David Axelrod- Songs Of Experience
      Terry Callier- What Color Is Love
      Parliament- Mothership Connection
      Afro Funk- Body Music (dicker Tipp für Afrobeat-Fans)
      Amnesty- Free Your Mind
      The Temptations- All Directions ("Papa Was A Rolling Stone" dürfte Grund genug sein)
      Bobby Womack- Understanding
      Osibisa- Osibisa

      Punk/ Post-Punk / Noise-Rock

      The Pop Group- Y
      Magazine- Real Life
      X-Ray Spex- Germ Free Adolescents
      Public Image Ltd.- Metal Box
      Ultravox- Ha! Ha! Ha! (die Blaupause für New Wave, aber kein Kommerz, hat mit "Hiroshima Mon Amour" auch einen coolen Hit)
      Suicide- Suicide

      Pop / Disco

      Kate Bush- The Kick Inside
      Black Devil Disco Club- s/t (recht trashig, aber ziemlich einnehmend)

  • Vor einem Jahr

    Komische Liste. Liest sich (mal wieder) wie eine der üblichen "wir-kennen-auch-die-abseitigsten-Interpreten-weil-wir-so-unangepasst-und-hip-sind-Listen", die irgendwie typisch sind für laut.de. (Nein, ich weiß auch nicht recht, warum ich trotzdem immer wieder auf laut.de vorbei schaue.) Davon abgesehen fehlt mir definitiv MJs "Off the Wall", aber das ist sicherlich viel zu sehr Mainstream.

  • Vor einem Jahr

    Kraftwerk als Nr 1 zu nehmen, sehr gut. Bin zwar kein allzu großer Fan, aber die Band bzw. gerade dieses Album hat die heutige Popmusik maßgeblich geprägt. Jimi Hendrix fehlt, dafür gibt es einige Independet Wave Bands Ende 70er/Anfang 80er die man nicht erwartet. Die Entscheidung nur 1 Album pro Band finde ich in Ordnung. Denn im TExt dazu wird auf weitere Werke eingegangen. Wie immer viel Subjektives, aber Klaus Schulze als Erfinder des Techno/Trance hätte zB mit Body Love reingehört.

    • Vor einem Jahr

      Hendrix hat die 70er gar nicht mehr miterlebt und bis auf das Livealbum "Band of Gypsys" gab es nur posthume Veröffentlichungen, die nicht in so einer Liste berücksichtigt werden sollten.

    • Vor einem Jahr

      Mir persönlich fehlt noch Ian Dury ("New Boots and Panties"), Buzzcocks ("Love Bites") und Cluster ("Zuckerzeit"), aber vor allem bei Letzterem wirds dann schon sehr nerdig. Kommt halt dann doch hinter Kraftwerk, Can und Neu!

    • Vor einem Jahr

      Bei den Buzzcocks führt kein Weg an "Singles Going Steady" vorbei. Die quintessenzielle Veröffentlichung mit allen Hits der Band, wenn auch eine Compilation.

      Bei 100 Plätzen muss man viel unter den Tisch fallen lassen, wobei natürlich auch der Gusto der Redaktion ausschlaggebend ist. Country ist überhaupt nicht vertreten; zumindest "Red Headed Stranger" hätte man alibimäßig berücksichtigen können.

  • Vor einem Jahr

    ich hab die liste der kollegen noch gar nicht durchgeklickt. mache ich gleich mal.

    aber hey:
    man kann es den kommentarspalten (egal ob listen, rezis, porträts) eh nicht recht machen.

    entwweder heißt es:
    "jaja, die feine mishpokhe, immer nur über die üblichen verdächtigen was bringen. ihr seid so scheißkomerziell geworden!"

    oder:
    "jaja, die feine mishpokhe, irgendwelche schrägen exoten bringen, die keiner kennt, damit ihr euch auf euren coolen geschmack einen runterholen und euch als oberlehrer aufspielen könnt."

    fazit: ach gothchen, irgendwas is' eh imma!

  • Vor einem Jahr

    Kraftwerk in allen Ehren. Aber als wichtigstes Album der 70er!?!? Ich weiß nicht. Hätte da eher Pink Floyd, Led Zeppelin etc. gesehen. Glaube zudem, dass man außerhalb Deutschlands das anders sehen würde. Denke in GB oder anderen Ländern würde keiner Kraftwerk auf Platz eins setzen.

    • Vor einem Jahr

      @ZappaMother:
      Hm, doch, Kraftwerk hab' ich auch bei britischen oder US-Listen sehr weit oben gesehen, aber meistens eher mit "Autobahn", wenn es um die nachhaltigsten Alben des Jahrzehnts ging oder so ... gibt ja immer wieder unterschiedliche Prämissen, nach denen man diese Listen zusammenstellen kann, das reicht vom kommerziellen Erfolg als Maßstab bis hin zum Schwärzegrad des Vinyls ...
      Daß in anderen Ländern die Zusammenstellung anders ausschaut, ist klar. In Südafrika kennt man sich beispielsweise im Werkkatalog von Ton Steine Scherben nicht so gut aus ;-)
      Gruß
      Skywise

    • Vor einem Jahr

      nun liegt der redaktionsitz ja nicht in london, paris oder new york. ist doch schön, mal ne mutige außenhseiterthese auf zu stellen über einen der wenigen verdienten german global player.

    • Vor einem Jahr

      @ZappaMother:
      P. S.:
      Wenn Kraftwerk weit oben auftaucht, kann man übrigens ziemlich sicher davon ausgehen, daß weiter unten irgendwo Tangerine Dream mit "Phaedra" oder "Ricochet" vorhanden sind sowie Faust mit "The Faust Tapes" und irgendwas von Cluster. Ist mir sogar mal bei einer superexklusiven Liste passiert, daß ich plötzlich über die "grüne Reise" gestolpert bin. Prophet, eigenes Land, Geltung und so.
      Gruß
      Skywise

  • Vor einem Jahr

    Aber stimmt natürlich: man kanns nie allen recht machen:)

  • Vor einem Jahr

    Reicht ja jetzt auch wieder mit dem überaus elitären Circlejerk hier, hm? Danke!

  • Vor 8 Monaten

    Mit solchen Listen macht man sich als Ersteller halt meist keine Freunde. Ist halt schwierig. Kraftwerk auf Platz 1 zu setzen ist natürlich nur im visionären Sinne der heutigen Musik zu sehen.

    Wie auch immer.

    Die Liste spiegelt zwei Punkte für mich wieder. Schätzungsweise 40% der Musik die ich heute höre ist aus diesem Jahrzehnt. 80% des Prog Rock den ich höre ist aus diesem Jahrzehnt.

    Da kann man nun auch streiten warum es zb. Alan Parsons Project - I Robot nicht auf die Liste, welches zb. meiner Meinung nach das beste Album der Gruppe ist und auch in der Gesamtliste bei mir höher stehen würde.

    Aber wie gesagt .. so ist das mit den Listen. 100 Leute = 100 Listen.

    Danke auf jeden Fall, dass hier Keith Jarrett und sein Köln Konzert nicht vergessen wurde. Meine erste Piano Jazz Platte ever und bis heute immer wieder laufende.

    Shame on me.. Talking Heads - Fear of Music. Bisher nie gehört aber nun entdeckt. Danke auch hierfür.