Eko Fresh will differenzieren, Xavier Naidoo ist ein Freund der Wahrheit und Muhabbet singt einen Song auf Thilos Anrufbeantworter.

TV/Thilos Büro (anu) - Thilo Sarrazin ist sich seit Wochen für keine Provokation zu schade. Nachdem er mit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" und kruden Thesen über die "unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz" Kritik wie Zuspruch erntete, melden sich nun Musiker mit Migrationshintergrund zu Wort: Xavier Naidoo, Eko Fresh und Muhabbet geben ihren Senf zur Integrationsdiskussion - jeder auf seine eigene Weise.

Nicht alle über einen Kamm scheren

Eko äußerte sich gestern in einem RTL-Beitrag zur Debatte. "Es gibt so viele anständige Familien, die hier schon in der dritten Generation leben", meint der türkischstämmige Deutsche. "Wenn ich nur eine Sekunde daran denke, wie hart die gearbeitet haben. Die sind hier rüber gekommen und direkt mit 13, 14 in die Fabrik. Meine Mutter zum Beispiel, die ist sofort in die Fabrik und hat nichts anderes gesehen. Seitdem arbeitet sie so hart."

Der Rapper spricht sich dagegen aus, alle über einen Kamm zu scheren: "Da kriege ich Hass, wenn andere Leute, die zum Beispiel noch nicht so lange hier sind, es dazu bringen, dass das Gesamtniveau sozusagen runtergezogen wird. Man wird dann ja dazu gezählt, und das ist auch nicht gut."

Seinen Kollegen aus der Popfraktion beschäftigt das Thema ebenso: "Warum sagen Politiker nicht mehr die Wahrheit?", fragt sich Xavier Naidoo und zeigt Verständnis für Sarrazins Offenheit. Wenn Politiker einmal Klartext sprechen, breche sofort Gott und die Welt über sie herein.

Anruf bei Sarrazin

Frank-Walter Steinmeiers best buddy Muhabbet wendet sich direkt an den Stein des Anstoßes: Er ruft Sarrazin an und singt ihm kurzerhand einen Song auf den Anrufbeantworter. "Deine Statistiken kannst du dir in den Arsch stecken!", pöbelt sich der Ministerrapper.

"All unsere Leute willst du demütigen, nur weil du bessere Gene hast? Ich scheiß auf dich, ich scheiß auf alles, was du sagst!" Muhabbet hats eben nicht so mit der political correctness: "Du lebst wie ein Jude, doch denkst wie ein Nazi." Ob der Politikerliebling damit der Integrationsdebatte dient, bleibt abzuwarten. Eine Reaktion Sarrazins auch.

Fotos

Xavier Naidoo und Eko Fresh

Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel) Xavier Naidoo und Eko Fresh,  | © BMG/Subword (Fotograf: Hans Reuschel)

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