Dass sich die Musikbranche mit Internetpiraterie herumschlagen muss, ist hinlänglich bekannt. Die jährliche Marktanalyse des Weltverbands der Phonoindustrie (IFPI) zeigt allerdings die Ausmaße des Problems. Wie die Organisation vermeldet, handelt es sich bei 95 Prozent aller heruntergeladenen Musik-Dateien …

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  • Vor 11 Jahren

    Eine Musikflatrate wär nicht schlecht. Man zahlt an irgendne übergeordnete Organisation meinetwegen 100 € im Jahr und hat dafür unbegrenzten Zugriff auf bisher vorhandenes Material aller noch so kleinen und großen Labels. Dann könnten die ganzen Leute auch ihre Rapidshare Premium Accounts löschen.
    Hach ja... Utopien sind was Schönes. :damn:

  • Vor 11 Jahren

    Der Knackpunkt ist dieser hier:

    "..Welche Konzepte sich darüber hinaus durchsetzen werden, bleibt abzuwarten..."

    Eben, die Musikindustrie betreibt ihr eigenes "Chinese Democracy", seit Ewigkeiten keine gute Idee / Wille zur Umstellung, da wird auch künftig nichts wirklich brauchbares rauskommen.

  • Vor 11 Jahren

    Generell gibt es denke ich zwei Probleme:

    Es kommt eh nur Mist raus, für den niemand 20 Euro löhnen möchte. Außerdem bestehen kaum Möglichkeiten sich über neue Musik zu informieren, außer MTV, Radio, etc (bei laut kann ich über Musik lesen, aber mir das Album ja auch nicht anhören). Insofern muss ich mich fragen, wie ich überhaupt auf die Idee kommen soll, mir ein neues Album zu kaufen, denn wenn ich auf Radiomucke stehe, dann krieg ich das umsonst

    Das nächste ist, dass mit der CD einfach ein billiges Medium zum Leitmedium auserkoren wurde, dass zudem noch einfach zu kopieren ist. Auch da sind die Plattenlabels selbst schuld, schließlich hatten sie ja die Möglichkeiten das zu verhindern und Sony hat ja auch ganz schnell seine Anteile am Musikgeschäft verkauft und den ersten CD-Brenner rausgebracht.

    Wie es geht zeigen übrigens gerade Metallica und Portishead, die ansprechende Vinyl-Platten mit Sonderfeatures rausbringen, da lohnt sich der Tonträger und man gibt das Geld gerne aus. Man muss halt auch was kriegen für sein Geld...

  • Vor 11 Jahren

    @Freddi (« Eine Musikflatrate wär nicht schlecht. Man zahlt an irgendne übergeordnete Organisation meinetwegen 100 € im Jahr und hat dafür unbegrenzten Zugriff auf bisher vorhandenes Material aller noch so kleinen und großen Labels. »):

    Das wäre aber nur was für die ganz moralischen. Alle anderen bezahlen nix und haben dafür unbegrenzten Zugriff auf bisher vorhandenes Material aller noch so kleinen und großen Labels. Zwar nicht vollständig, aber einem geschenkten Gaul ...

    Diese Sicht der Dinge ist vielleicht nicht schön, aber ich halte sie zumindest für realistischer als "Den Plattenfirmen mangelt es an Ideen". Das glaube ich nicht - die Plattenfirmen wollen halt nur Geld für ihre Ideen, und das Geld ist definitiv nicht jeder zu zahlen bereit, wenn's auch kostenlos geht.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @Skywise («
    Diese Sicht der Dinge ist vielleicht nicht schön, aber ich halte sie zumindest für realistischer als "Den Plattenfirmen mangelt es an Ideen". Das glaube ich nicht - die Plattenfirmen wollen halt nur Geld für ihre Ideen, und das Geld ist definitiv nicht jeder zu zahlen bereit, wenn's auch kostenlos geht. »):

    Gut, formulieren wir es anders: Den Plattenfirmen mangelt es an GUTEN Ideen.

  • Vor 11 Jahren

    @DasB (« Zum Thema Flatrate, gibt es doch schon, napster z.B. bietet doch Flatrates an =) »):
    Und dabei ein äußerst umfangreiches Angebot bekannter als auch unpopulärer Labels. Die Musik dort ist übrigens längst mit 192kbps kodiert, da lässt sich kaum über mangelhafte Qualität klagen.

  • Vor 11 Jahren

    Naja wenn man DRM entfernen, eine vernünftige qualität anbieten würde, und das zu nem vernünftigen preis, dann würden die labels auch mehr verdienen.

    Oh man 40 Milliarden lieder illegal runtergeladen, wenn ich sowas schon höre.
    Viele laden ein album und hören davon nur ein oder zwei lieder

    Es wird sowieso viel zu selten gesagt, dass viele musik einfach zum "mal eben reinhören" runterladen. Ich kenne leute, die 100GB musik auf ihrer festplatte haben, aber vielleicht gerde mal 500 Lieder davon mehr als ein mal gehört haben. Ich mein, wenn man nur lieder runterlädt, schadet man noch nicht dem label/künstler. Erst wenn man die musik auch regelmäßig hört schadet man dem Label/Künstler. Ich glaube manche verstehen das nicht

  • Vor 11 Jahren

    Ja schon klar, dass den labels das egal ist. Aber trotzdem sollte man so etwas berücksichtigen. Zudem gibt es mittlerweile die möglichkeit, lieder auf z.B myspace probezuhören. Leider in den meisten fällen nur einzelen lieder und selten ganze alben.

  • Vor 11 Jahren

    das schlimme ist (wurde glaub ich oben schon erwähnt), dass einfach soviel schrott in die läden kommt, der sich nicht zu kaufen lohnt. ich kauf mir durchaus noch CDs, und zwar nicht wenige. aber selten sinds blindkäufe, weil da meist nur müll rauskommt. meistens mach ich mich über die musik im vornherein schlau, bevor ich der plattenindustrie 15-20€ in den rachen werfe. wenn die band daran viel verdienen würde, wärs noch vertretbar. aber die künstler verdienen vieleicht n euro oder zwei wenns hoch kommt an einer CD. den rest kriegt - spitz formuliert - ein labelboss, um davon seine 3 Sportwagen 5x die woche zu waschen.

    Beispiele für solche miesen alben ist z.b. Prevail von Kataklysm, welches mich nach dem genialen In The Arms Of Devastation maßlos enttäuscht hat... 16€ für die katz.

  • Vor 11 Jahren

    die musikindustrie glaubt tatsächlich immer noch dass jeder der sich illegal etwas besorgt es auch legal tun würde falls er müsste.

    haben die mal die zahlen mit den letzten jahren verglichen? wurden in den 70ern oder 80er schon mal 40 milliarden singles weltweit verkauft? mh liegt vielleicht daran dass von den 40 milliarden keine 10 millionen das geld hingelegt hätten (geschweige denn hätte können).

    Dumm- und Blindheit wohin das Auge reicht...

  • Vor 11 Jahren

    kein DRM, Encoding mit vbr 0 und lame statt Fraunhofer, vernünftig getaggt, Cover und Lyrics als jpg, vernünftiger Preis und ich bin wieder Kunde :)

  • Vor 11 Jahren

    @Anonymous (« Das wirkliche Problem ist, dass ein Käufer sowhl für die CD/Schallplatte als auch für den Download eines Albums schlicht zuviel bezahlt. Wenn jemand - was leider nicht unrealistisch ist - 1000,- im Monat verdient, sind um die 20€ ne Menge Holz zum einen; »):

    Richtig. Aber es gibt ja auch so etwas wie Geduld. Man muß ja nicht alle Alben sofort bei Erscheinen für teuer kaufen, sondern kann auch ein bißchen abwarten und ein Album im Sonderangebot abstauben. Einschränkung: je kleiner das Label, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, daß der Preis nach einer gewissen Zeit sinkt.

    Zitat (« zum anderen verdienen eben genannte 20€ nicht die Bands, sondern Plattenfirma XY. »):

    Noch nicht mal ansatzweise. Papa Staat will ja was verdienen, der Händler will was verdienen, die Leute auf den Vertriebswegen wollen was verdienen, die GEMA will auch was verdienen, die Firma, die die CDs herstellt, will was verdienen. Von Deinen 20 Euro bleiben vielleicht vier beim Label hängen, um die zwei Euro landen pro abgesetztem 20-Euro-Stück beim Künstler ... kommt ein bißchen auf die individuellen Verträge an.

    Zitat (« Das Produkt, also die Musik, kommt von der Band. Egal wie schlecht die heutzutage so oft sind, aber die stehen (hoffentlich) im Proberaum und schwitzen und sammeln Ideen. Ich meine, dass die Plattenfirma die CD im Allgemeinen immernoch für mindestens 11€nochwas via übelste Knebelverträge an Media Markt/Saturn/sonstwas raushaut, die aber auch eben tausende für ihre Märkte abnehmen müssen. So dass dann am Ende ein halbes Jahr später der ganze Scheiß für den EK (und weniger) zu haben ist. »):

    Hm.
    Es mag Knebelverträge geben, aber definitiv nicht so, wie Du Dir das vorstellst.
    Denk' mal den Gedanken ein kleines Stückchen höher: das Teuerste an einer Musik-CD ist nicht die CD und nicht das Booklet. Das Teuerste an einer Musik-CD ist der Weg zu diesem Produkt. Es fallen Produktionskosten für das Tonstudio und den Tontechniker an, der Designer und der Fotograf werden mit "Mach mal" beauftragt, die Werbetrommel wird eifrig gerührt. DAS ist der Scheiß, der richtig zu Buche schlägt, nicht Rohling, Papier und Druckkosten. Jedenfalls nicht bei großen Auflagen. Legt man nun die hohen Anfangskosten komplett auf die erste CD-Auflage um (plus noch'n büschn was für die Kleingeldwutz), kann man sich sicher sein, daß sich bei Abverkauf der ersten Auflage die Produktion der CD gelohnt hat. Dann kann man die zweite Auflage in Auftrag geben. Hier fallen praktisch nur noch die reinen Herstellungskosten an (Rohling, Papier, Druckmaterialien, Arbeitszeit etc.), also kann man diese Auflage rein theoretisch zumindest günstiger verkaufen als die Erstauflage. Und bei Alben eines Major-Labels, sofern sich diese nicht gerade verkauft haben wie die ganz warmen Semmeln, wird genau das auch gemacht, daher finden sich manche Alben schon nach einem halben oder einem Dreivierteljahr im Mittel- oder Niedrigpreis-Bereich. Hat man ein Album, das sich bombig verkauft, kann man natürlich gerne den Preis im oberen Sektor künstlich festhalten und an der zweiten und jeder nachfolgenden Auflage ordentlich Geld verdienen. So was ist aber mittlerweile ziemlich selten geworden ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @soulseeker (« kein DRM, Encoding mit vbr 0 und lame statt Fraunhofer in flac, vernünftig getaggt, Cover und Lyrics als jpg druckfähiges pdf, vernünftiger Preis und ich bin wieder Kunde :) »):

    so schon eher :)

  • Vor 11 Jahren

    @Anonymous (« Die Plattenfirma haut die CD (nach evtl. Auftrag an Vertrieb - aber es gibt ja kaum noch Vertriebe, machen viele Plattenfirmen mittlerweile selbst) für 10-11€ raus. Somit ist einigermaßen klar, wer noch halbwegs verdient. Gut, wenn tatsächlich zwei Euro bei der Band ankommen, dann verdient das Label immernoch happige 8-9€. Bei hundert verkauften CDs ist der Grafiker ganz sicher (im Normalfall) bezahlt. Bei zweihundert sollte auch locker die PR bezahlt sein, bei dreihundert im Großen und Ganzen alle anderen und bei dreihundertundeins ist bereits die reine CD-Produktion (Pressung, Booklet, Plastehülle) drin. Und nun sollte so langsam der Profit kommen. »):

    Erstens verwechselst Du Umsatz mit Gewinn und zweitens glaube ich nicht, daß man die Aufwände so pauschal im Hunderterpack runterrechnen kann, jetzt mal abgesehen davon, daß die Zahlen wohl auch eher gewürfelt sein dürften. "Bei zweihundert sollte locker die PR bezahlt sein" - dreh' mal ein Musikvideo, versende mal Promo-Exemplare an die Musikredaktionen, gestalte Plakate und Anzeigen, sorge für einige große Auftritte auf Veranstaltungen oder im Radio bzw. TV, das ist kein Pappenstiel. Und was den Grafiker angeht - unsere Stadt hat neulich eine Überarbeitung ihres Stadtwappens bzw. ihres Briefkopfs in Auftrag gegeben. Der Grafiker, der die Ausschreibung gewonnen hat, hat sich mal eben 10.000 Euro eingesteckt ...

    Zitat (« Die Steuer ist im Übr. sicher das kleinere Übel. »):

    Die Steuer kassiert allein beim Verkauf schon nahezu das Doppelte vom Anteil des Künstlers und mischt auch im Hintergrund ausgesprochen fleißig mit (einmal durch direkte Steuern wie etwa der Gewerbesteuer, die ja auch irgendwann mal von einem Label abgeführt werden sollte, und dann durch die indirekten wie etwa der Mehrwertsteuer, die wirklich bei jedem Einkauf von Rohmaterial beglichen werden muß).

    Zitat (« Ich denke nur, dass nach Einspielen der entstandenen Kosten der Beitrag an die Band erhöht werden sollte, denn die haben am Ende das Produkt (hoffentlich) erschaffen. Alle anderen sind nur nötige Helfershelfer. »):

    Stimmt, aber ohne diese Helfershelfer gäbe es vielleicht gar kein Album dieser Band. Billig ausgedrückt: die Plattenfirma schickt die Band ins Tonstudio und läßt sie ihren Krempel einspielen. Nahezu alles danach ist Sache der Plattenfirma. Da braucht kein Bandmitglied in der Geographie herumzugurken und die Alben beim Händler vor Ort in die Regale reinstellen wollen, da braucht kein Bandmitglied die Musikjournalisten anzuschreiben, da braucht sich kein Bandmitglied um rechtliche Angelegenheiten zu kümmern bezüglich der Veröffentlichung, er braucht die Geschichte nicht nachpressen zu lassen, er braucht die Sachen nicht zu lagern ... der Musiker kann sich nach dem Einspielen rein theoretisch zurücklehnen und darauf warten, daß die ersten Zahlungen bei ihm eingehen. Praktisch wird er das in den wenigsten Fällen können, weil er wahrscheinlich noch Auftritte absolvieren möchte etc., aber wegen seines Albums hat er nicht mal mehr den Hauch von Arbeit. Durch die Arbeit des Labels verdient er zwar pro Stück weniger als wenn er selbstgebrannte CDs unters Volk streut, aber er hat halt keine Arbeit damit und durch das breitere Publikum, das indirekt durch die Arbeit des Labels angesprochen wird, kommt trotzdem Geld rein ... ist doch schön.

    Zitat (« Bei im Grunde virtuellen Tonträgern fallen ein ganzer Haufen Miet- und Personalkosten und eigentlich auch ein ganzer Batzen Werbekosten weg. »):

    Du mietest Dich auf einem Server ein und mußt diesen am Laufen halten. Dafür brauchst Du zusätzliches Personal. Und da Du trotzdem noch die Werbetrommel für Dein Produkt rühren mußt - wenn keiner auf Deinen Krempel aufmerksam wird, dann kauft Dir auch keiner was ab -, dürften die Werbekosten ganz bestimmt nicht sinken. Im virtuellen Geschäft, in dem sich praktisch wöchentlich etwas ändert, mußt Du eigentlich immer die Augen offenhalten.
    Den Preis von 1 - 1.30 Euro kann ich nicht erklären ... muß ich ja auch nicht.

    Zitat (« Besagte Knebelverträge werden MediaMarkt/Saturn etc. zur Abnahme von je nach Band bis zu tausenden CDs zwingen. Warum wohl sonst landet der ganze Dreck in den Charts? Ganz sicher nicht, weil die Menge tatsächlich an den Endkunden gebracht wurde. »):

    Keine einzige große namhafte Kette wird sich von irgendeiner Plattenfirma irgendwie knebeln lassen. Wenn irgendwer von einem Vertrieb so etwas versucht, dann wird man bei MediaMarkt über kurz oder lang sagen: "Weißt Du was, ich scheiß auf Deine Produkte!" und dann bleibt der Vertrieb auf den Dingern sitzen, fertig. Das wird der Vertrieb weit (!) mehr am Umsatz merken als MediaMarkt oder Saturn.
    Weit häufiger dürfte der umgedrehte Fall sein: "Ich nehme Dir XXX Alben ab. Aber dafür zahle ich auch nur YYY Euro und nicht Deine ZZZ Euro, die Du mir hier anbietest." Das sind dann allerdings keine Knebelverträge, sondern ganz normale Geschäftsverhandlungen. Knebelverträge gibt es zwischen Lieferanten und Einzelhandel zwar auch, aber diese kommen praktisch ausschließlich dann zustande, wenn einer von den beiden ohne den anderen nicht mehr (sicher) existieren kann, sprich: wenn eine Situation vorhanden ist, aus der einer der beiden heraus Druck auf den anderen erzeugen kann. Das hast Du im Bereich der Tonträger aber wohl eher selten.

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @Marco2 (« aber mal ehrlich, diejenigen künstler und lables, welchen man schadet, sind exakt jene, welche das auch längst verkraften. »):

    Und wer entscheidet, welchen Labels und Künstlern man schaden darf, und welche das verkraften können? Wenn ich das bei meinem Studium richtig verstanden habe, gibt es kein einziges gewinnorientiertes Unternehmen auf diesem Planeten, das dauerhaft den Wegfall von Umsatz verkraften würde.

    Zitat (« die "kleinen" künstler profitieren immer noch von den downloads, da sie so überhaupt ersteine grosse fanbase bekommen können, welche wiederum cds kauft. »):

    Die "kleinen" Künstler werden es aber unter diesen Umständen nicht zu einem "größeren" Label schaffen, weil denen durch so eine Download-Einstellung das Spielgeld abhanden kommt und weniger jüngere Künstler gefördert werden können ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    @Anonymous (« noch hinzufügen: Konzert besuchen, T-shirt kaufen. Da kommt das Geld dann "direkter" zur Band und man finanziert mit seinem Geld nicht die Produktion des 100sten Britney-Klons. »):

    Zwischen die Konzertkasse und die Band hat der liebe Gott in der Regel den Veranstalter gestellt. Die Plattenfirmen entmachten und den Konzertveranstaltern diese Macht zuschieben, kann doch auch keine Lösung sein. Mal abgesehen davon, daß längst nicht jeder Interpret live spielt, und wenn, dann ganz bestimmt nicht jeder hier vor Ort, ich mich auch nicht zerteilen kann, wenn mehrere interessante Konzerte an einem Tag sind, ich mir auch nicht jedes Konzert erlauben kann und mir mit meinen über zwei Metern Körpergröße ohnehin die meisten am Merchandisingstand feilgebotenen Fetzen nicht passen (wobei ich auch nicht sicher bin, ob die Band die sensationellen zwei Euro, die sie dadurch an mir verdienen würde, wirklich vor dem Ruin bewahren würden) ...

    Gruß
    Skywise

  • Vor 11 Jahren

    Im Grunde ist das Recht einfach.
    Niemand läd Musik legal, weil man dort Mp3's kriegt, und sonst nix weiteres. Da kauft man sich lieber die CD original, und hat was in der Hand, Punkt.

  • Vor 11 Jahren

    Das Tonträger-Modell taugt nur noch bedingt.

    Musik sollte live entlohnt werden, die Tonträger zum Selbskostenpreis abgegeben werden. Diese ganze Musikindustrie kann man sich sparen, heute ist theoretisch JEDER Künstler in der Lage sich selbst zu produzieren und zu verkaufen, CDs zu pressen und Hallen zu booken.

    Niemand braucht Sony, BMG, Warner, Atlantic oder wie sie alle heißen. Und kein Musiknerd braucht einen Media-Markt oder ähnliches.

  • Vor 11 Jahren

    @egos (« Es kommt eh nur Mist raus, für den niemand 20 Euro löhnen möchte. Außerdem bestehen kaum Möglichkeiten sich über neue Musik zu informieren, außer MTV, Radio, etc (bei laut kann ich über Musik lesen, aber mir das Album ja auch nicht anhören). Insofern muss ich mich fragen, wie ich überhaupt auf die Idee kommen soll, mir ein neues Album zu kaufen, denn wenn ich auf Radiomucke stehe, dann krieg ich das umsonst »):

    Das ist eigentlich schon das Hauptproblem. Schließlich macht ja dieser millionenfach verkaufte "Mist" den größten Teil des Umsatzes der Plattenfirmen aus und nicht die Randgruppen-Genres. Und da macht es schon einen Unterschied, ob ein DJ-Ötzi-Album jetzt 5 stat 6 Millionen Mal verkauft und ansonsten illegal runtergeladen wird. Dass bei dem Geld, was da im Spiel ist, die Musiksender im Radio und TV nichts anderes bringen, sollte einen auch nicht wundern. Um "Musik" geht es da eben noch am wenigsten.

  • Vor 11 Jahren

    @lautuser (« Diese ganze Musikindustrie kann man sich sparen, heute ist theoretisch JEDER Künstler in der Lage sich selbst zu produzieren und zu verkaufen, CDs zu pressen und Hallen zu booken. »):

    So weit die Theorie. Nur - solche Theorien gab es früher auch. Die Praxis sah und sieht halt ein wenig anders aus. Und damit man das Rad nicht ständig neu erfinden mußte, haben einige Leute irgendwann mal Plattenfirmen gegründet oder sich auf Musikmanagement-Tätigkeiten spezialisiert. Ist ja nicht so, daß der liebe Gott persönlich irgendwann mal auf einen leeren Platz gedeutet und gesagt hat "Es werde die Musikindustrie!", sondern das alles hat sich aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus entwickelt.

    Zitat (« Niemand braucht Sony, BMG, Warner, Atlantic oder wie sie alle heißen. Und kein Musiknerd braucht einen Media-Markt oder ähnliches. »):

    Sony und BMG gehören zusammen, wobei BMG sich ohnehin in der nächsten Zeit aus diesem Bereich zurückziehen und seine Anteile Sony überlassen will, wenn ich richtig informiert bin. Atlantic ist ein Label von Warner. International aktive Musiker brauchen international agierende Musiklabels, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß jeder Musiker in der Lage ist, seine eigenen Angelegenheiten pro Land selbst zu regeln.
    Und ich brauche den Media-Markt, weil zumindest bei meinem Exemplar auch ein Musikverkäufer bedient, der so etwas wie Ahnung hat, der mich kennt, und der mir einige Sonderrabatte einräumt. Ist vielleicht nicht mein bevorzugter Musikladen, aber ich hab' dort trotzdem schon einige schöne Entdeckungen gemacht ... vielleicht bin ich aber auch kein "Musiknerd", was auch immer das sein soll *schulterzuck*

    Gruß
    Skywise