Seite 2 von 23

Recap: Was ist Hyperpop?

Was genau ist Hyperpop und wo kommt er her? Für alle richtig interessierten würde ich einfach auf diesen sehr guten Videoessay verweisen:

Aber für die, die kein Video durchschauen möchten, hier meine sehr kurz zusammengefasste Version: Angenfangen hat das ganze Projekt in London unter dem Namen PC Music. So hieß nämlich das Label von A.G. Cook, das gemeinsam mit Artists wie Hannah Diamond, QT, Danny L Harle und SOPHIE sofort zu einem Nexus der Kritikerlieblinge aufstieg. Ihr Ding waren Electronica, die subversiv und extrem ironisch Ästhetik, Sounds und Übersteigerung von Werbung aneigneten. Das mündete in fiktiven Performern, die fiktive Energy-Drinks bewarben, in quitschbunten Bässen unter Synthesizer-Geschwirr, das für Eurodance zu grell gewesen wäre, und einem Sound, den man so noch nie gehört hatte.

Die Zusammenarbeiten mit Sängerin Charli XCX markierten einen ersten Wendepunkt, an dem die Szene erstmals ein richtiges Gesicht bekam. Nicht nur, weil sie zugänglichere und Pop-förmigere Songs daraus machte, sondern weil ihre "Vroom Vroom"-EP und das "Pop 2"-Album das Ganze zu fantastischen Projekten formte. "Pop 2" klang nicht nur geil, sondern ließ auch Figuren auftreten, die bald an Relevanz gewinnen sollten.

Dorian Electra, Caroline Polachek, Tommy Cash, Mykki Blanco oder Alma waren Namen, die den Indie-Pop-Zirkus dominieren sollten. Einen zweiten Schub bekam das Genre dann ein 2018 mit dem Viralerfolg von "1000 Gecs" von 100 Gecs, die sich mit ihrem Shitpost-Musikstil sofort in die Meme-Herzen der Gen Z vorgearbeitet haben. Hyperpop hat also bis zuletzt immer wieder interessante Alben vorgelegt, die im Untergrund schnell Kult-Status genossen. Aber trotzdem gab es noch keinen nennenswerten Crossover. Aber die Ansätze sind da: Sehen wir uns also an, wie sogar die Rapmusik inzwiwschen das Potential erkannt hat, und finden wir heraus, wie dieses Hybrid funktionieren kann.

Seite 2 von 23

Weiterlesen

Noch keine Kommentare