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Rheingold iz da

Bei Xatar braucht man sich diesbezüglich keine Sorgen mehr zu machen. Schließlich darf der Rap-Mogul mittlerweile sogar seine eigene Lebensgeschichte auf der großen Leinwand bestaunen. "Rheingold", die von Fatih Akin verfilmte Biographie des Rappers und Bankräubers, startet heute bundesweit in den Kinos. Passend zum doch sehr unaufregenden Trailer fallen die ersten Kritken eher gemischt aus.

Filmstarts.de schreibt beispielsweise, der Film habe ein Problem damit, sich zwischen Heist-Movie und Biographie zu entscheiden. Das resultiere darin, dass der Kern des Streifens um den Goldraub durchaus unterhaltsam ausfalle, während vieles andere, insbesondere der Start von Xatars Rap-Karriere, eher ungeschickt eingefädelt sei. Der Film sei "unausgewogen" und "zu episodenhaft" erzählt. Darüber hinaus strenge auch die Glorifizierung der Gangster-Kultur inklusive des aufgesetzten Slangs zunehmend an. Überraschend sei jedoch die Härte der Gewaltspitzen, die stellenweise an die Intensität von Akins letzten Film "Der Goldene Handschuh" erinnern würden.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber obwohl mich gerade der letzte Teil durchaus etwas neugierig macht, deckt sich diese Einschätzung doch sehr mit meiner gedämpften Erwartungshaltung. Naja, ich werde mich gedulden, bis der Film in ein paar Monaten bei den örtlichen Streaming-Plattformen landet.

Als Alternative empfehle ich bis dahin die aus gegebene Anlass veröffentlichte Sonderfolge der arte-Plattenkiste. Xatar, Schauspieler Emillio Sakary und Fatih Akin quatschen über West-Coast vs. East-Coast, den Erstkontakt mit Haftbefehl und Richard Wagner.

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