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Für immer, immer?

Doch damit nicht genug. In Tandem mit seinem Labelboss sieht sich der Newcomer zur gleichen Zeit in einen anderen Beef verwickelt. Auf "Für Immer" fliegen aus dem Life is Pain-Camp erneut Schüsse in Richtung Fler. Gibt es dafür wenigstens triftige Gründe?

Joa, wie mans nimmt: Der Zwist zwischen PA und Fler reicht bis ins Jahr 2015 zurück, als Fler PA für ein Feature anfragte. Der sagte ja, wusste allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht, dass Fler später auf demselben Song Farid Bang dissen sollte, mit dem sich der Essener Rapper zur damaligen Zeit sehr gut verstand. Deshalb habe die Beziehung der beiden zu bröckeln begonnen. Eskaliert sei das Ganze dann das erste Mal, als Fler wenige Monate später in einem Interview PA Sports' Kredibilität angriff und behauptete, er stehe regelmäßig im Kontakt mit der Polizei.

Über die Jahre schaukelte sich der Beef immer wieder mit kleinen Sticheleien hoch. Vor ein paar Wochen platzte PA Sports allerdings scheinbar der Kragen und er kündigte in einem Interview mit Animus an, auf seinem nächsten Album ordentlich gegen Fler auszuteilen. Dieser bezog wenig später in einem Livestream mit Rooz Stellung dazu und behauptete seinerseits, er habe keinen Bock auf ein Rap-Battle gegen PA Sports mit seiner "Kopffickermusik". Er stellte dennoch eine Fortsetzung seines Bushido-Disses "Noname" in Aussicht, auf dem auch der Ruhrpottler ein paar Seitenhiebe abbekommen soll, solle er es wagen ihn noch einmal zu dissen.

Von da an verschoben die beiden das Ganze dann wieder auf Social Media, wo sie in mehreren Instagram-Storys gegeneinander stichelten. Fler drohte, alles öffentlich zu machen, was er über PAs Privatleben wisse, und leakte eine Sprachnachricht seines Signings Fourty, in der dieser anscheinend homosexuelle Fantasien äußert. PA ging darauf nicht weiter ein und sprach Flers Doppelmoral, was dieses Thema angehe, an, da er sich ja erst vor ein paar Wochen mit Olivia Jones ablichten ließ.

... und dann, tatsächlich: Nach tagelangem Hin und Her gab es vergangenen Freitag die erste musikalische Antwort. Doch für all das Drama, das "Für Immer" vorausging, fallen die Disses rar und geraten langweilig. Mütter werden gefickt, Fler an die Leine genommen und Bass Sultan Hengzt bekommt ins Gesicht gewichst. Gähn

Ein Großteil des Songs kommt inhaltlich so vage daher, das man nicht einmal wüsste, um wen es hier geht, wenn PA Fler nicht namentlich erwähnen würde. Naja, vielleicht hebt sich der 33-Jährige sein bestes Material auch einfach für den Rest seines Albums auf. Morgen sind wir schlauer, dann erscheint "Machtwechsel".

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