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The Dogg

Da muss man einem Snoop Dogg zu Gute halten, dass er zwar chaotischer, aber würdevoll altert. So schräg sein ganzer Stick im Moment auch wirken mag, er scheint doch einfach das zu machen, auf das er gerade Bock hat:

Was soll zum Beispiel "Snoop Dogg Presents Algorithm" sein? War er so begeistert von der YouTube-Autoplay-Funktion, dass er sich dachte, er widmet dem ein ganzes exklusives Album, auf dem er auf der Hälfte der Songs nicht einmal selbst vertreten ist? 25 Songs spannt das Ding, die wahllosesten Namen tauchen auf, manchmal rappt Snoop mit Leuten wie Blxst (siehe oben, sehr gut), manchmal mit Ice Cube, Usher, Mary J. Blige, YK Osiris oder Benny The Butcher. Dann gibt es einen wahllosen Wu-Tang-Song ohne Snoop, Solo-Nummern von Leuten wie Jade Handcock, October London oder CHOC.

Ja, verstehe mal einer, warum der Mann dachte, ein musikalischer Kuriositätenladen sei der heiße Scheiß, den die Welt gerade braucht. Aber im Gegensatz zu unseren Rap-Ältesten wirkt das hier zumindest so, als hätte er selbst Bock drauf gehabt.

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