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Der Diskurs endet nie, nie, nie

Zumindest unter den Szene-Heads scheint die Solidarität einzukehren. Noch ist kein Held auf die Idee gekommen, sexuelle Gewalt in einem ganz besonders teufelsadvokatigen Thinkpiece niederzuschmettern. Stattdessen schließt man sich ein wenig zur Kette zusammen:

Vielleicht verbessert der Stand der Dinge sich ja, wenn dieser Gedanke lange genug normalisiert wird. Das Problem ist ja nicht einmal, dass man sich den Gegenargumenten nicht stellen könnte. Es ist nur, dass die Diskussion sich schlicht seit zwei Jahren nicht vorwärts bewegt. Dieses elendige Narrativ von irgendwelchen besonders klugen Edgeboys, die dann Mal um Mal behaupten, dass es Rape Culture gar nicht gebe und Feminismus nur eine Weltverschwörung sei, ploppen mit eiserner Verlässlichkeit mit jedem neuen Posting zum Thema auf. Es hat keinen Sinn, es jedes Mal aufs Neue zu verhandeln, weil diese immer gleichen Guerilla-Diskussionen nur der Normalisierung falscher Ideen zuträglich sind. Trotzdem ist es natürlich nett, wenn Folks inhaltlichere Arbeit leisten:

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4 Kommentare mit einer Antwort

  • Vor einem Jahr

    Jap, jetzt darf jeder noch so irrelevante Zeitgenosse zu dem Thema seitenlange Beiträge schreiben. Und damit wird alles besser. Bis zum nächsten Video, das man pushen muss, trotz jeglichem dieses beinhaltendem Sexismus. So löst man Probleme. Oder kreiert sie?

  • Vor einem Jahr

    Super. Fick Dich, Backspin! Erst sich mit den 187-Typen zum Kumpel-Interview auf die Knust-Treppe lümmeln, und dann einen auf Feminismus machen. Texte vorher nicht gehört, oder was?!? Dieser Nico ist einfach so ein scheinheiliger Kotzbrocken. Genauso mit seinem Engagement für diese HipHop-Partei. Irgendwas von wegen Klimagerechtigkeit im Parteiprogramm labern, und dann sein Arschgesicht für einen als Doku getarnten Porsche-Webespot in die Kamera halten. Gott, wie mich so was aufregt. Fette, privilegierte, weiße Pisser, die sich warscheinlich auch noch irgendwie für links halten. Kotz.

  • Vor einem Jahr

    Wendehals galore. Wie alle deutschen Rap-Medien die Frauen-Prügel-Story boykottieren, katastrophe. Tut mir sehr leid.

  • Vor einem Jahr

    Was ich mich dabei frage: Als Rap-Journalist kriegt man doch ein bisschen mit, wie ein Künstler tickt. Ich meine, die verbringen für Interviews oder auf Festivals und Events Zeit mit all diesen Dudes und deren Entourages und werden. Da kann es doch für niemanden überraschend sein, dass ein Gzuz oder ein Xatar, der ja auch mal ein Playmate geohrfeigt haben soll, sich dann auch abseits ihrer Musik als mysogyne Typen herausstellen?