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Platz 11: Bon Iver - "22, A Million"

Auf "22, A Million" erfindet sich Justin Vernon aka Bon Iver gänzlich neu. Kryptische Songtitel, Sonderzeichen, Autotune, Samples. Wer hier die gewohnten Folk-Pop-Hymnen erwartete, wurde eher enttäuscht. Wer sich allerdings auf den neuen Sound einlässt, den erwartet ein großartiges Album.

Der Amerikaner spielt permanent mit den Erwartungen des Hörers. Auf "33 "God" folgt "29 #strafford Apts", das im höchsten Kontrast die Bon Iver-Essenz der Vergangenheit auf die Platte schleust. Wenn Vernon in "8 (Circle)" dann schließlich 80er-Pop und Holzbläser auffährt, dann weckt das ebenso Erinnerungen an vergangene Tage. Solche Songs neben gänzlich neuem Material quasi als Selbstzitate auf der Platte zu wissen, irritiert in musikalischer Hinsicht, erscheint im Kontext der Erzählung aber durchaus sinnvoll. Und wer es nicht liebt, der hasst es.

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