laut.de-Kritik

Folk Metal mit deutlichem Gothic-Einschlag.

Review von

Meine Güte, diese Woche ist vor den Espenaes-Geschwistern kein Entkommen möglich. Nicht nur, dass Liv Kristine mit Leaves' Eyes das neue Album "Meredead" veröffentlicht. Auch die kleine Schwester Carmen Elise, die auf "Meredead" ebenfalls zu hören ist, legt nun mit ihrer eigenen Truppe Midnattsol nach.

Doch nicht nur das Geschwisterpaar haben beide Scheibe gemeinsam, sondern auch das heroische Intro, das bei Midnattsol ein wenig länger ausfällt. Stimmlich sind sich die beiden Schwestern gar nicht mal so ähnlich, auch wenn beide mit dem Problem zu kämpfen haben, dass sich Druck und Volumen leider in engen Grenzen halten.

Beide Bands haben aber gelernt, mit diesem Manko umzugehen. So tönt der Opener und Titeltrack sehr gefällig und auch mit potentieller Härte, aber doch sehr glatt gebügelt aus den Speakern. Nicht unbedingt das, was man von Markus Stock - selber Chef bei The Vision Bleak - erwartet hätte. Seinem Konto würde ich aber fast die bedrohlich tönenden Bläser in "Spellbound" zurechnen.

Aber es gibt noch anderen Dinge, welche die Erwartungen nur bedingt erfüllen. Beispielsweise die Folk-Einflüsse, die eine lange nicht mehr so große Rolle spielen wie früher. Mittlerweile haben die Gitarren und symphonischen Elemente die Hauptrollen übernommen und bieten Carmen Elise eine mitunter richtig starke Grundlage, auf die die Sängerin ihre sanfte, aber kaum prägnante Stimme legt.

Gerade Alex Kautz, der neue Mann an der Gitarre, scheint der Band richtig gut getan zu haben, er besticht mit einigen sehr schönen Leads und dem einen oder anderen knackigen Riff. Auf Dauer wird aber wieder ein zweiter Gitarrist zur Band stoßen müssen, da sich einige Sache live sonst kaum umsetzen lassen. Doch die Leistung von Drummer Christopher Merzinsky sollte man bei einem Songs wie "Forlorn" nicht unterschätzen.

Ähnlich wie bei Leaves' Eyes ist die musikalische Grundlage von "The Metamorphosis Melody" absolut gelungen und weist ein paar wirklich schöne Melodien auf. Warum man in diesem Genre allerdings immer noch Sängerinnen toleriert und sogar umjubelt, die stimmlich deutlich limitiert sind, bleibt mir auch weiterhin ein Rätsel.

Trackliste

  1. 1. Alv (Intro)
  2. 2. The Metamorphosis Melody
  3. 3. Spellbound
  4. 4. The Tide
  5. 5. A Poet's Prayer
  6. 6. Forlorn
  7. 7. Kong Valemons Kamp
  8. 8. Goodbye
  9. 9. Forvandlingen
  10. 10. Motets Makt
  11. 11. My Re-creation

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