laut.de-Kritik

Saturday Night Fever!

Review von

Es ist kein gutes Jahr für die Clubszene und der "Lockdown light" schiebt im November 2020 in Deutschland auch privater Feierei wieder einen Riegel vor. Genau zu diesem Zeitpunkt erscheint ein neues Album von Kylie Minogue, das eine einzige Ode an das Abzappeln darstellt. Sein schlichter Titel, der schon alles sagt, lautet "Disco".

Eine Trackliste, in der Songs wie "Real Groove" und "Dance Floor Darling" enthalten sind, weckt die gleichen Erwartungen wie der Name der Sammlung selbst - die Tanzfläche lockt, dieses Paradies, wo man alle Sorgen vergisst. Nach einem harten Arbeitstag zieht man am besten weiter in die Disco, lernen wir aus "Where Does The DJ Go?".

Unwillkürlich fragt man sich, ob die Sängerin, die ja mittlerweile die 50 überschritten hat, das tatsächlich selbst so praktizieren würde. Das größte Kompliment, das eine richtige Partymaus jemandem machen kann, entnehmen wir dem Song "Monday Blues": "You make everyday feel like saturday!".

Das ist schon nicht mehr real, sondern "Magic", so der Titel des ersten Liedes. Da muss man sich auch nicht mehr wundern, wenn Wesen von einem anderen Stern vorbeischauen wie in "Supernova", das mit verzerrten Stimmen arbeitet - wie man sich einen Funkspruch aus dem Weltraum halt so vorstellt. Keine Angst, es ist nicht Fred vom Jupiter, in solche musikalischen Abgründe führt uns die Zeitmaschine nicht.

Gewisse Anklänge an vergangene Zeiten sind aber durchaus da, so erinnert beispielsweise "I Love It" mit seinen Streicher- und Bläserarrangements an Dancefloor-Mucke der 70er- und 80er-Jahre. Das Album steht generell in einer Tradition von Musik, die zum Tanzen gedacht ist und in deren Texten das Tanzen thematisiert wird. Man denke an den Soundtrack zu "Saturday Night Fever" von 1977 oder an "Crying At The Discotheque" von Alcazar aus dem Jahr 2000 (das selbst die Melodie eines Songs von 1979 übernimmt und gerade erst von Sophie Ellis-Bextor gecovert wurde).

Besonders originell ist das alles natürlich nicht. "Last Chance" behandelt im Grunde das gleiche Thema wie "Take It" von Tom Novy & Lima aus dem Jahr 2005. Was Kylies aktuelles Album aber auf jeden Fall bietet, ist jede Menge Lebensfreude, kräftige Neon- und Bonbonfarben gegen das Novembergrau und die Corona-Tristesse. Die Wiederholungen im Gesang in "Miss A Thing" sowie die Steigerung des Tempos gegen Ende von "Dance Floor Darling" sind durchaus reizvoll. Also dreht die Mucke auf, nervt eure Nachbarn damit und habt Spaß.

Trackliste

  1. 1. Magic
  2. 2. Miss A Thing
  3. 3. Real Groove
  4. 4. Monday Blues
  5. 5. Supernova
  6. 6. Say Something
  7. 7. Last Chance
  8. 8. I Love It
  9. 9. Where Does The DJ Go?
  10. 10. Dance Floor Darling
  11. 11. Unstoppable
  12. 12. Celebrate You

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