Bassist steigt bei Band X aus. Auch in dieser Redaktion fragt man sich in solchen Fällen öfter, ob diese Neuigkeit nun unbedingt eine Meldung wert ist. Der Sänger als identifikationsstiftendes Band-Abbild, der Gitarrist als meist extrovertierte Figur: Da stellt niemand Fragen. Aber die Nischenposition …

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  • Vor 6 Jahren

    Für mich das beste seit Bright Lights. Das selbstbetitelte Album war auch sehr geil, aber die Songs klangen sehr oft nach Soundkollagen. Hier scheinen sie aber endlich wieder an das Debut anknüpfen zu können. Nach der Empfehlung mehrer Laut User nochmal in LP Nr. zwei und drei reinzuhören, muss ich jedoch sagen, dass weder Antics noch Love mich wirklich überzeugen können. Paar gute Tracks, aber das Gesamtbild gefällt mir nicht. Egal, El Pintor ist ja jetzt da. ;)

    • Vor 6 Jahren

      Hab mir auch nochmal alle Alben in richtiger Reihenfolge angehoert. kann mir ja vorstellen dass fuer viele Nyc, Obstacle I und Leif Erikson die besten Interpol-Songs sind. Aber dann sind da auf dem Debut auch Songs wie Stella und Roland die mir absolut gar nichts geben. Antics ist da schon eher aus einem Guss. Auch wenn mir die drei oben gennanten songs besser gefallen. interpol war fuer mich schon immer eine band mit 1,2 lueckenfuellern auf ihren alben. haben sie gar nicht noetig. Auf der neuen kann ich wrong und breaker ueberhaupt nichts abgewinnen.
      man munkelt das naechste album wird el barto/homo heissen.

    • Vor 6 Jahren

      Bei Bright Lights treffen für meinen Geschmack alle Tracks in Schwarze. Gerade sowas wie Stella empfinde ich auch äußerst mutig, um das vorherige Tempo der Platte auf einmal zu erhöhen, ohne das der Track da unpassend wirkt. Aber ich scheine mit meiner Kritik für Antics und Our Love wirklich alleine zu sein. Selbst die Singles von Antics, wie Heinrich und Evil Hands, hauen mich nicht um. Bei El Pintor passt bisher alles, selbst Breaker. Fragt sich natürlich nur noch, ob das Album sich über einen längeren Zeitraum beweisen kann. Das konnte ausnahmslos bisher nur Bright Lights. ;)

  • Vor 6 Jahren

    "Interpol" fand ich am Anfang sehr stark, wurde aber leider mit jedem Hören langweiliger.
    El Pintor klingt auf jeden Fall erstmal sehr gut (ist ja schon länger im stream) und könnte vielleicht auch länger gefallen. So richtig gepackt hat mich seit "Turn on the Bright Lights" nciht mehr so viel von Interpol. Zumindest keine ganzen Alben. Aber "El Pintor" könnte da durchaus mal ne positive Überraschung sein mit der ich so nicht gerechnet hätte...

  • Vor 6 Jahren

    ich kenne jetzt nur die ersten beiden alben.. warum wird eigentlich mit dem begriff retro so rumgeworfen bei denen? kann ich nicht nachvollziehen

  • Vor 6 Jahren

    Werden für mich immer eine drittklassige Kopie von Joy Division bleiben.

    • Vor 6 Jahren

      Und welche sind dann die zweitklassigen ? Joy haben mit Love will tear us apart einfach DEN Song der musikgeschichte geschrieben. zudem haben sie alles darauffolgende depressiv klingende beeinflusst. ich finde interpol klingen nur bedingt wie joy. die Unknown Pleasures fast ist noch in der selben qualitaet wie lwtua. closer hingegen finde ich schlecht.

    • Vor 6 Jahren

      Wahrscheinlich einfach eine Generationen-Frage, gibt genausogut Leute die Ian Curtis für nichts weiteres als eine schlechte Kopie von Jim Morrison halten. Diese Vergleiche sind immer schwierig, aber wenn es sein Empfinden ist.....

    • Vor 6 Jahren

      Immer diese dämlichen Vergleiche......
      Warum muss immer alles und jeder mit jedem vergliechen werden?

    • Vor 6 Jahren

      Wer auch immer Interpol oder gar die unsäglichen Editors mit Joy Division vergleicht hat in meinen Augen keine Ahnung und bei Joy Division nicht richtig hingehört. Äpfel und Birnen, nein besser Melonen...

    • Vor 6 Jahren

      Ich finde nicht mal dass Paul singt wie Ian.

  • Vor 6 Jahren

    Ich finde eigentlich gar nicht, dass sie so nach Joy Division klingen, keine Ahnung warum das manche immer nachplappern. Maximal Banks Stimme erinnert etwas daran.

  • Vor 6 Jahren

    @battlefire - kann ich auch nicht verstehen ... ich kann mit JD z.B. auch nichts anfangen.

  • Vor 6 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 6 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 6 Jahren

    Das mit dem schwammigen Sound hat sich erledigt, seit das Ding auf Spotify ist. Lag wohl einfach am Stream.
    Auf dem Album sind schon paar gute Tracks drauf und es wächst auch immer noch, aber es haut mich nach wie vor nicht um. Könnte vielleicht auch daran liegen, dass die besten Songs oft wie Selbstzitate klingen (z.B. "My Desire", "Anywhere", "Twice as hard"). Alle bisherigen Alben hatten einen gewissen eigenen Charakter und brachten was neues in den Sound, 'El Pintor' geht größtenteils auf Nummer sicher und bietet einfach more of the same. Die Ausnahme bildet "All The Rage Back Home", und da stimm ich der Rezension 100%ig zu. Trotzdem okaye Platte.
    5/10 bisher

  • Vor 6 Jahren

    Ich habe Interpol irgenwo mal als Proto-Indierock im schlechteren Sinne bezeichnet und auch El Pintor ändert daran nichts. Was ist Selbstreferenz wert, wenn auch die irgendwie identitätslos bleibt? Es ist nicht schlecht, wenn auch kein Track so einprägsam ist wie "Evil" oder "Leif Erkison". Das Album wird zumindest bei mir höchstwahrscheinlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, für einige Durchläufe ist es dennoch gut.

  • Vor 6 Jahren

    Kommt eher nicht so gut, ziemlich langweilig nach dem ersten Reinhören.

  • Vor 6 Jahren

    Habt ihr nen Schatten? :D
    Paul Banks am Bass ist zwar ganz nett,
    dennoch kommt keiner der Gastauftritte
    an Carlos D. ran. Seine Art Bass zuspielen kann nicht einfach nachgemacht werden.
    El Pintor ist wohl ein gutes Album, aber einfach nicht mehr das, was die Band so beliebt gemacht hat. Und da hat der Ausstieg des Bassisten einen großen Einfluss drauf. Hat man ja schon bei Our Love To Admire gemerkt!
    Mir fehlt einfach der wabbelnde Post-Punk-Bass, die klirrenden Gitarren und Paul Banks monotoner Gesang.

  • Vor 6 Jahren

    Kurz mal 'ne Frage: Hat Banks nicht früher Gitarre gespielt? Was hat dazu geführt, dass er die Bass-Parts übernimmt? Macht er das Live auch? Ich meine, warum nicht einfach einen Bassisten engagieren und die Gitarre weiterhin zupfen?

  • Vor 6 Jahren

    Die haben ja mit Brad Truax einen Bassisten, der schließlich auch die komplexen Bassläufe von Dengler Live auf die Bühne bringt. Er ist wohl aber nicht offizielles Bandmitglied - sehr seltsam. Den positiven Effekt Denglers Abwesenheit sehe ich eher darin, dass die Songs nun straighter und damit eingängiger geworden sind.

  • Vor 6 Jahren

    Interessant. Dem würde ich so zustimmen.

  • Vor 6 Jahren

    Wie es zu Banks Wechsel zum Bass (zumindest im Studio) kam wird in diesem Making Of ziemlich ausführlich angesprochen.
    https://www.youtube.com/watch?v=ow7E832BfxA

    Ich fand Denglers Bassspiel einen wichtigen Teil der früheren Alben, aber Banks macht seine Sache mit seiner geradlinigeren Herangehensweise auch nicht schlecht (außer vielleicht, naja, ich wiederhole mich..) Ich denke nicht, dass es ein externer Bassist besser hätte lösen können. Besondere Momente am Bass gibt es diesmal halt nicht wirklich.

    Ansonsten was Locotronic sagt. Dass der Live-Bassist (genau wie der Live-Keyboarder) aber keine vollwertigen Bandmitglieder sind, find ich jetzt nicht so seltsam; sowas gibts doch ständig.

  • Vor 6 Jahren

    Same Town, New Story ist ein angenehm tragendes Stück, "All the rage back home" hingegen ist meiner Meinung nach der erste Übertrack in der Bandgeschichte. Da geben sie endlich einfach nur Gas und befreien sich von all den Andeutungen a la Evil...

  • Vor 6 Jahren

    Vorne weg: die ersten drei Alben von Interpol sind für mich drei absolute Ausnahme-Meisterstücke der jüngsten Musikgesichte (hört sich ein bisschen hochgegriffen an? Nein!). "Interpol" von 2010 enttäuschte da ziemlich, weil ganz anders... Trotzdem ein gutes Album!

    War beim ersten Hören von El Pintor sehr enttäuscht!
    Die Single "All the Rage back home" versprach viel und dann erinnerte mich das Album doch erst einmal zu sehr an "Interpol" von 2010.

    Je öfter ich es aber höre, desto besser wird es!!
    Ich kann aber der obigen Album-Kritik in vielen Punkten nicht zustimmen:

    1. All the rage back home: ist definitiv einer der besten Songs des Albums. Ja, gerade der traurig-tonnenschwere Beginn ist großartig, aber auch das Uptempo überzeugt. Sehr!

    2. My Desire: Erinnert am meisten an das Album von 2010. Besonders zu Beginn. Habe es anfangs geskippt. Wird aber auch immer besser. Besonders am Ende.
    Was ich hier an der Platten-Kritik nicht verstehe: "Interpol" von 2010 wird kritisiert und dieses Lied in den Himmel gelobt...?

    3. Anywhere: War der erste Song, der sich bei mir außer "all the rage..." einprägte. Sehr geil!

    4. Same town, new story: ... puh, tut mir leid das sagen zu müssen, aber das gefällt mir gar nicht. Langweilig. Nervig.
    Auch da verstehe ich die obige Kritik GAR NICHT. Übertrack? Alltime-Bestenliste der Band? Hallo??? Wir reden hier ja nicht gerade von Narc, Slow Hands, No I in threesome, Heinrich Maneuver, The New, Obstacle 1 und 2, oder oder oder...

    5. My blue supreme: ganz groß, wie Banks hier singt! Mag es eigentlich nicht, wenn er so hoch singt, aber diese Wechsel in seiner Stimme! Wow! Und der Refrain! Der treibt! Groß!

    6. Everything is wrong: HAB ICH ES ÜBERLESEN? ODER WIRD IN DER KRITIK GAR NICHTS ÜBER DIESES LIED GESAGT??? Komisch... Wie kann man denn das quasi beste Lied der Platte außer Acht lassen???? Following deeper... Everyting is wrong...

    7. Breaker 1: Und wieder versteh ich die Platter-Kritik gar überhaupt nicht: Breaker 1 zum durchatmen??? Hier atmet überhaupt keiner mehr! Vor allem nicht die Drumms. Auch hier wieder dieses Vorantreiben! Keine Pause! Große Klasse!
    (und typisch Paul Banks: das Ende)

    8. Ancient ways: zum Durchatmen?????????? Also ich finde zum Luftholen ist hier überhaupt gar kein Platz! Großartiger Song!

    9. Tidal wave: die beiden letzten Lieder auf Interpol-Alben sind ja gerne psychodelisch... Passt hier. Aber man überlege mal, wie unglaublich gut Lighthouse und Wreckingball sind!!
    Ich finde "Tidal wave" ist solide, aber bis auf einige tolle Momente zu nichtssagend.

    10. Twice as hart: den Anfang habe ich irgendwo schon mal bei Interpol gehört... Auf dem letzten Album? Ein würdiger (psychodelischer) Abschluss des Albums.

    Insgesamt muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich die "alten" Interpol irgendwie vermisse. Mir fehlen diese bestimmten Momente der Gitarre, diese typischen Interpol-Gitarre. Ja und auch dieser typische Bass.
    El Pintor ist mir in manchen Momenten zu poppig. Aber jede gute Band entwickelt sich weiter und das neue Album ist eine gute Mischung aus neuem und altem!

    4,5/5

  • Vor 6 Jahren

    Kann ich nur beipflichten, bei ancient ways, ist nicht mit durchatmen. ist mehr wie ne welle die dich vorantreibt. unglaublich. Was mir aufgefallen ist das banks stimme mehr richtung julien plenti styl gewandert ist.

  • Vor 6 Jahren

    "Der Joker" bringt es auf den Punkt. Interpol ist wie die Editors popiger geworden und seit dem Album Interpol nicht mehr Indie. Aber noch immer um Klassen besser als diverse anderen sogenannte Indie-Bands, like FF oder KC.
    4,5/5 wegen "Same Town, New Story" - sonst wären es 5/5. ;-)

  • Vor 6 Jahren

    Acient Ways ist mein absoluter Liebling des Albums. Eher ein düsterer Sturm der dich wegbläst, denn was zum durchatmen (wobei aus Sturm-Sicht passt's dann wieder ;-)). Etwas störend empfinde ich die für mich sehr ähnlich klingenden Intros von My Desire und Same Town, New Story.

    Ich mochte die 2007er-Interpol-Entwicklung nicht sehr und war sehr froh über das 2010er-Album. El Pintor ist in diesem Sinne eine Weiterentwicklung. Etwas düsterer in den Tiefen, etwas wilder in den Spitzen.

    Aber ich sehe auch noch ganz viel Steigerungspotenzial. 8,5/10