Es gibt wohl keinen besseren künstlerischen Katalysator für Kummer und Trauer als Musik. Die Liste an Alben, die einzig aus persönlichen Tragödien entstanden sind oder neu kontextualisiert wurden, ist lang, sehr lang. Dabei gelten genreübergreifend gewisse Stereotype, die man mit diesem Prozess …

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  • Vor 2 Monaten

    Brachiales Album! Bisher haben mich Injury Reserve nie so überzeugt. Aber dieses Album ist ein Meisterwerk. Als Fan von Aphex Twin, Venetian Snares und Death Grips kann ich nur sagen das das hier ein perfekter Mix aus Glitch Hop, Noise und Breakcore Elementen ist. Obwohl die sich die Soundkulisse regelmäßig an der Grenze des Unhörbaren bewegt, konvergiert das Ganze immer wieder zu einem gespenstischem und extrem emotionalem Sound.
    Die Wut, die Trauer und Verweiflung die dieser Musikwerk ausdrückt erschüttert einen.
    5/5

  • Vor 2 Monaten

    Ich habe mal reingehört, weil ich vom Tod des Frontmanns gehört habe. Es ist angesichts dessen ein ziemlich emotionales Album - ich höre auch gerne Dinge wie musique concrete oder acousmatic, insbesondere an ruhigen Herbsttagen als Kontrast zur Stille um einen rum, also schockt mich der Sound nicht komplett.
    In der Review klang schon an, dass das hier keine Rap-platte ist, wenn man das als Rap bewerten würde, wäre es absolut desaströs unterirdisch. Es ist aber trotzdem hörenswert und hat mich, auch da ich nicht die Erwartungen des Genres hatte, berührt. Als Rap-Platte -20/5, als experimentelle Musik 4/5.

    • Vor 2 Monaten

      Vernünftiger als jede Review hier von den zwei Experten, muss ich mal ehrlich sagen. Für mich isses dennoch einfach nur ADHS im Ohr.

    • Vor 2 Monaten

      Das Problem bei vielen Hörern experimenteller Musik ist, dass sie häufig ein wenig das Bedürfnis haben, sich als etwas besonderes herauszustellen, genauso wie Veganer im Internet. Das ist so ein komischer jugendlicher Geltungsdrang, der aber bei Leuten wie Fantano bis in die 30er überlebt hat. Ich mag viele Platten, die dem Bereich zugeordnet werden, aber ganz gerne, weil sie wie eine Installation sind, zu der man mal Abends durch die Stadt spazieren kann und sie ganz anders wahrnimmt als sonst.
      Wenn dir das zu unstrukturiert ist, empfehle ich dir mal in Forest Swords reinzuhören, der produziert auch ein bisschen noch erkennbar im Hip Hop bzw. Triphop inspirierten Stil und hat etwas mehr Struktur als die Platte hier.

    • Vor 2 Monaten

      Ich habe schon seeeeeeeeeeehr lange keinen Veganer mehr im Netz oder privat erlebt, der sein Unfeld mit seinen Eßgewohnheiten abgefuckt hätte. Vielmehr nerven die kadaverfressenden Typen, die durch absolute sachliche Argumentlosigkeit und in stillem Wissen, daß sie nun mal was Verwerfliches zum Vergnügen tun, in albernste, ungefragte, projizierende, schlicht saudumme Tiraden ausbrechen. Klar hat niemand dieselben Erlebnisse im Netz oder in der Welt. Trotzdem bin ich mal sehr skeptisch, daß Dir regelmäßig Veganer Vorträge halten. Die haben sicher Besseres zu tun.

    • Vor 2 Monaten

      Ich habe jetzt bis auf das Currywurstgate von Schröder nichts mitbekommen, das in diese Richtung geht. Von beiden dürfte man wohl recht wenig mitbekommen, wenn man die entsprechenden Inhalte nicht sucht. Bei den Veganern war es aber in der Tat so, dass man die eine Weile recht aggressiv mitbekam. Ich bin eh die meiste Zeit selbst de facto Vegetarier, weil gutes Fleisch teuer ist.

    • Vor 2 Monaten

      Könnten echt die Bubbles sein. Bin halt in veganen Gruppen auf verschiedenen Plattformen unterwegs, und dadurch wird mir von "Algorithmen" auch gelegentlich mal Müll angeboten, der in dummen Tageszeitungen usw. steht. Und da sind es ernsthaft nur die Folter- und Mordfreunde, die wild vor sich herumpoltern und mit der Luft schimpfen. Von Veganern/Vegetariern kommen quasi immer nüchterne, sachliche Antworten, mit denen diese Vollpfosten dann völlig überfordert sind und sich angegriffen fühlen.

      Daß da ein sich vernünftig Ernährender von sich aus die Diskussion oder den Konflikt gesucht hätte, ist mir ewig nicht untergekommen. Wir wissen halt, daß wir in der absoluten Minderheit sind. Wenn schon Fakten nicht gegen den Irrsinn der Mehrheit helfen, warum sie dann provozieren? Spätestens nach der dritten Unterhaltung mit einem Herbert T. aus K. hat idR. keiner mehr Bock auf sowas.

    • Vor 2 Monaten

      @xc:

      Danke, aber ist einfach nicht mein Genre. Dann wirklich lieber Triphop, im Sommer auch ruhig seicht (Morcheeba etc). Zu elektronischer Musik hab ich ansonsten bis auf ein paar Songs der Chemischen Brüder, von Daft Punk oder Justice nie Zugang gefunden. Hat hiermit nur peripher zu tun, me knows.

    • Vor 2 Monaten

      Dann eher Rock a la Mother's Cake (Ist eine indirekte Empfehlung, weil ich die gejubelpersert habe, als du noch nicht hier warst), das ist für mich strukturierterer "Lärm".

    • Vor 2 Monaten

      Musste googlen, was Installation in dem Zusammenhang bedeutet. Wie ich Klugscheißer hasse :D :P (Just kidding, bin immer dankbar, wenn ich dazulernen kann)