Lieber Franky,

ich muss zugeben, ich bin ein klein bisschen Fan von dir. Klar, da gibt es den Fakt, dass du oftmals mehr Anglizismen benutzt als ein durchschnittlicher US-Rapper. Dann war da noch dein Aprilscherz, in dem Olli und du einen fiktiven Beef herauf beschworen habt, um der Presse aufzuzeigen, …

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  • Vor 16 Jahren

    Mit "Rücken zur Wand" erschuf Franky Kubrick bereits mit seinem Debutalbum einen verschlafenen Klassiker, an dem er sich mit "Dramaking" zu messen hat. Nachdem auf dem Optik-Einstands-Mixtape "Mein Moneyfest" größtenteils eine Abkehr von persönlichen Themen hin zu Rap-Rap und Bling-Rap zu verbuchen war, kehrt Franky Kubrick auf dem nun vorliegenden Werk eindrucksvoll zu seinen Wurzeln zurück und besticht mit großartigen Konzepten.
    Inhaltlich herausragend ist dabei sicherlich die Video-Single "Press rewind", auf der Franky Kubrick die Geschichte eines Banküberfalls "Memento-mäßig" rückwärts erzählt ohne den intelligenzbegabten Hörer dabei abzuschütteln. Auch die Beschreibung der Reise einer Melodie um die Welt ("Meine Melodie") weiß zu überzeugen und frisst sich als Ohrwurm im Gehörgang fest. "Keiner weiß" thematisiert die bedrückende Geschichte eines türkischen Mädchens, das sich aufgrund von aufeinanderprallenden Wertorientierungen von seiner Familie ablösen muss. Dabei schafft er es, nicht Partei zu ergreifen, wodurch der unangenehme Zeigefinger-Effekt ausbleibt. Auch die allseits bekannte Anti-Gewalt-Nummer "Was sie hörn wollen" zählt unbestritten zu den absoluten Höhepunkten der Veröffentlichung. Weiterhin überzeugen die Nummern für seinen Sohn ("Im Herz" mit Xavier Naidoo), der autobiographische Titeltrack "Dramaking" (mit Moe Mitchell) und das grandiose "Unsterblich", welches das Album offiziell abschließt.
    Neben den vielen Thementracks wird auf "Nie wieder weg" mit durchschnittlichem Olli Banjo-Beitrag ordentlich auf den Kot gehauen und auf "Strassenhit" die Brücke zur Strasse geschlagen, die in letzter Zeit die Kassen einiger weit weniger begabten Kollegen zu füllen vermochte.
    Somit gestaltet sich das Album inhaltlich sehr abwechslungsreich. Eine Eigenschaft, die der musikalischen Untermalung durch Beatbauer wie m3 & Noyd, Lex Barkey, Crada, Sancho, LuBeatz, Shuko & Unik, Djorkaeff, Bugi und den Beatgees nur bedingt attestiert werden kann. So klingen die Beats größtenteils unspektakulär und hinterlassen im Gegensatz zu der Poesie des Franky Kubrick kaum Gedächtnisspuren, obwohl sie aus handwerklicher Perspektive sicherlich einwandfrei sind.
    Das größte Ärgernis der Platte ist und bleibt jedoch das völlig überflüssige "Was Mann braucht" mit einem neben sich stehenden Jonesmann und einer ohrenscheinlich talentfreien Nanalee Väonger. Männer brauchen sicherlich einiges, jedoch auf keinen Fall diesen Track.
    Trotz dieser letztgenannten Schwächen handelt es sich bei "Dramaking" um ein ordentliches Album, welches vor allem von den lyrischen Stärken des Franky Kubrick lebt und somit an "Rücken zur Wand" anschließen kann. Diesmal bitte nicht verschlafen! Danke.

    Quelle (http://herrmerkt.blogspot.com/2008/04/fran…)

  • Vor 16 Jahren

    Sehr geiles Album leider chartet gute Musik heutzutage ja nicht mehr...=( Review find ich gut und passend!

  • Vor 16 Jahren

    Bald wird hier wohl das ganze Forum wohl aus Reviews von Wannabes bestehen :mad:

    obwohl diese Review ein wenig professioneller klingt als die von Herr Merkt

  • Vor 16 Jahren

    ich unterstelle euch ja nicht, dass ihr laut.de irgendwie konkurrenz machen wollt, aber kaum einer hat lust, mehr als eine review zu einem album zu lesen. deshalb glaube ich, dass ihr euch ein bisschen mühe umsonst macht.

  • Vor 16 Jahren

    mhmmm ist n negativer hochpunkt nicht n tiefpunkt? ^^

  • Vor 16 Jahren

    habs mir angehört, enttäuschend schwach, press rewind war da noch am besten....

  • Vor 16 Jahren

    dann hörs nochmal, hat bei mir auch nicht beim ersten hören gezeckt.
    Review geht klar, also die vom gässlein, den merkt dreck les ich gar nicht mehr. Was mann braucht ist auch wirklich unerirdisch

  • Vor 16 Jahren

    find auch dass das review passt, der verfickte bumstrack hat für mich das album ebenfalls richtig arg versaut. -.-

  • Vor 16 Jahren

    komm, bitch, geh blogautoren dissen :D

  • Vor 16 Jahren

    sodahn hat aber schon irgendwo recht. "straßenhit" ist von dir irgendwie (absichtlich?) falsch verstanden worden. es geht keineswegs darum, zu feiern, dass man in der scheiße sitzt. zu "im Herz": mit naidoo auf kriegsfuß zu stehen is dein gutes recht, aber unsachlich, weil ihm handwerklich (anders vielleicht als hila) wenig vorzuwerfen ist. "block zu block" ist keineswegs langweilig, nur hätte dich wahrscheinlich "von höhrsaal zu höhrsaal" mehr gecatcht (grins). will sagen, franky ist nunmal mehr street als du und ich und viele andere, hat also andere geschichten erlebt und sieht tagtäglich ein anderes panorama. und gerade das authentische, auch wenn es viele seltsamer weise für'n image halten, fasziniert mich an kubrick.

    klar gibt's ein paar ausfälle, aber durch die starken tracks ist für mich 4/5 eine gerechte wertung.

  • Vor 16 Jahren

    Scheisse geschriebene Kritik...
    Zweite PErson stresst unglaublich.

    bis jetzt das schlechteste was ich von laut gelesen hab!

  • Vor 15 Jahren

    Ich finde die Review sehr gelungen, ich hätte aber einen Punkt mehr gegeben, das Teil hat für mich nen richtig coolen Straßenvibe, bis auf "Was Mann braucht", das ist wirklich grausam...dafür entschädigt aber Banjos abartig geiler Part. Ku Klux C.c.c.c.claaaan mutherfuckööööör ^^.

    Ein sehr gutes 4/5 Album für mich

  • Vor 15 Jahren

    @Testave (« find auch dass das review passt, der verfickte bumstrack hat für mich das album ebenfalls richtig arg versaut. -.- »):

    Haha, den fand ich nice.

    Das ganze Ding ist killer, hör ich immernoch gerne.

  • Vor 15 Jahren

    Hmm...mir hat "Mein Moneyfest" zwar ein Ticken besser gefallen, aber dennoch absolut klasse Scheibe!