laut.de-Kritik

Von der 'markanten Stimme' bleibt nur ein Krächzen übrig.

Review von

Erinnert sich noch jemand an Patrick Nuo? Ein gutaussehender Schweizer, der zum Sänger für das Radio-Vormittagsprogramm umfunktioniert wurde. Für Fabian Buch dürfte es niederschmetternd sein, mit Nuo verglichen zu werden. Leider bietet es sich aber an.

Fabian Buch ist recht attraktiv. Nun ist aber auch seine Musik der eines Patrick Nuo auf erschreckende Weise ähnlich: Mit Effekten bis zur Belanglosigkeit totproduzierte Popmusik, die von der 'markanten Stimme' Fabians nur noch ein krächzendes Restchen übriglässt und das so gar nicht mit dem kolportierten Image korrespondiert.

Gut ins Bild hingegen passen leider die allzu klischeehaften Texte. Dachte man sich, was einst bei Daniel Küblböck funktioniert hat, kann bei einem anderen Castingstar nicht schlecht sein? Wie kommt man sonst dazu, einen Titel "She Drives Me Crazy" zu nennen? "Doctor, doctor" fleht Buch da, bedeckt von mehreren Schichten Instrumental-Synthies und obendrauf einer Lage Vokoder.

Die erste Single "Hello, Hello" beginnt mit zarten Klavierklängen, denn: Es handelt sich ja um ein empfindliches Thema. Mit imposanten Worten ("Hello who is this / This is who") klagt Buch die Geliebte an, die sich einem Anderen zugewendet hat. Zumindest ist das Stück rhythmisch eingängig.

Ab einem gewissen Zeitpunkt verführt die Mischung aus überproduzierter Musik und textlicher Banalität zu interessanten Experimenten: Stellt man mitten im Lied für eine Minute den Staubsauger an, klingt es danach immer noch genauso wie vorher. Das ist wahrlich kein gutes Zeichen, fördert aber eine Erkenntnis zu Tage: "Hello Hello" ist eine ungute Mischung aus einem Jungen, der einfach nur mit seiner Klampfe Musik machen wollte und einem womöglich sehr qualifizierten Produzententeam (Seal, Jay-Z), das das aber nicht verstanden hat oder nicht verstehen will.

Buch, der vielleicht akustisch ebenso belanglos, aber wenigstens authentisch klingen würde (siehe Bonustracks), wird in seinem Debütalbum produktionstechnisch in ein merkwürdiges Synthie-R'n'B-Korsett gezwängt. Das Endergebnis klingt alles andere als organisch. So bleibt nach dem Verklingen der beiden akustischen Bonustracks eigentlich nur ein Eindruck: Unverständnis. Der Junge will doch nur Musik 'für sein Leben' machen.

Trackliste

  1. 1. She Drives Me Crazy
  2. 2. Hello, Hello
  3. 3. California Girl
  4. 4. When You're With Me
  5. 5. Good Girl
  6. 6. Right Now
  7. 7. Fight Myself
  8. 8. Everything Reminds Me
  9. 9. Falling In Love
  10. 10. Something Wrong
  11. 11. Runaway
  12. 12. Last Song
  13. 13. Hello, Hello (Bonus)
  14. 14. Ich Fliege (Bonus)

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6 Kommentare

  • Vor 9 Jahren

    Und mal wieder, eine vollkommen überflüssige Kritik.
    Könnt ihr die Lachkritiken nicht auf eine pro Woche kürzen? Dafür mal ein paar mehr Nachwuchskünstler pushen? Bitte? Werdet wieder cool.

  • Vor 9 Jahren

    Einer von den laut.de Praktikanten.

  • Vor 9 Jahren

    die pubertären Teenies werden es so oder so kaufen ... spart euch doch solche Reviews!

    Haut lieber ein paar News raus, dann bekommt ihr auch so eure Klicks für die Seite.

  • Vor 9 Jahren

    Sein Album wird zu unrecht so runter gemacht. Klar ist das noch verbesserungswürdig, aber schlecht ist es wirklich nicht.
    Fabian hat eine wirklich schöne Stimme, die vorallem in deutsch super rauskommt. "Ich Fliege" erinnert an Clueso. Und "When you're with me" ist schon fast im Jason Mraz Stil. Ein schönes abwechslungsreiches Album ist es geworden.
    Ich würde mir nur mehr deutsche Songs wünschen und mehr eigene Texte.
    Aber im groben und ganzen ein gelungendes Debüt.

  • Vor 9 Jahren

    So, nach über einem halben Jahr mal wieder ein Komment zu Fabian Buch: Bleiben wir mal nur bei den Fakten: Der Junge ist noch nicht einmal 1 Jahr dabei und es ist glasklar, dass es da schon Neider und Mißgünstige ohne Ende gibt... :)

    www.facebook.com/fabianbuch 65.000 Friends
    z.B. als Vegleich Laut.de 9.xxx Friends
    (und Laut.de ist wohl wesentlich länger dabei)

    und dann möchten wir doch gerne mal wissen, was es z.B. hier jetzt auszusetzen oder runterzumachen gibt:

    www.youtube.com/watch?v=julCwgeETiw

    oder an seinen ganzen Akustik-Versionen überhaupt.
    Ein richtig guter ist einer, der seine Songs auch alleine, mit Gitarre in irgendeiner F-Zone singen kann und nach 2 Stunden 150 euro in seinem Gitarrenkoffer zählen kann, oder?