Eins vorweg: Die Musik ist auf "The Astonishing" grandios in Szene gesetzt und die Band brilliert auf einem gewohnt virtuosen Level. Die Vielfalt an Stilen fällt enzyklopädisch, fast schon gigantomanisch aus. Die Produktion rangiert im oberen Klassement des Genre-Standards. Orchester und Chor funktionieren …

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  • Vor 4 Jahren

    Das letzte DT-Album, das ich gehoert habe, war 'Train of Thought'. Aber schoene Rezi hierzu.

  • Vor 4 Jahren

    Ditto.
    Aber LaBrie hervorzuheben zeugt auch davon, dass Petrucci keine Ideen mehr hat.

  • Vor 4 Jahren

    bin grad beim ersten Hördurchlauf von CD1, und das hier aufgeführte Review entspricht meinen ersten Eindrücken zu 100% - top!!

  • Vor 4 Jahren

    Die Erfindung der Prog-Operette. Was für ein Schmonzes. Man stelle sich vor, der Minenmann hätte da trommeln müssen.

    • Vor 4 Jahren

      Es ist ja schon hinlänglich bekannt, dass das ganze "Drummer-Casting" nur eine Farce war - PR sozusagen. Minnemann wäre da niemals eingestiegen.

  • Vor 4 Jahren

    So ein Album nach einem Durchgang zu bewerten, ist sicherlich nicht das gelbe vom Ei. Aber die Tatsache, dass ich nicht wirklich Lust auf weitere Durchläufe habe, spricht Bände.

    Ich habe nichts gegen ein klassisches Gut vs. Böse Konzept, aber dann muss mich die Ausarbeitung überzeugen und die Welt muss einem glaubhaft erzählt werden. Hier hat man die 2 Länder Ravenskill und das Empire, die einen sind reich und die anderen arm, warum auch immer spielt keine Rolle. Von dem leidenden Volk bekommt man so gut wie nichts mit, es dreht sich nur um den "Messiahs" Gabriel, der mit seiner göttlichen Stimme, selbst tödlich verletzte (siehe Faythe) heilen kann. All das wird in Texten wiedergegeben, die ein Reimschema zum Teil besitzen, die auch ein Kind hätte schreiben können. Von daher es geht nie in die Materie, die Charaktere - ob Gut oder Böse - überzeugen mich nicht.

    Musikalisch habe ich nichts dagegen, wenn das Gefrickel zurückgefahren wird und sich alles der Geschichte unterordnet (so wie es Petrucci formulierte). Aber das hier dargebotene kickt dann einfach zu wenig.
    In einer Welt in der (warum auch immer) keine Musik mehr gibt, wäre es ein leichtes gewesen, die Böse Seite mit technik versiertem Spielen, samt Gefrickel - weil genau das würde zu mechanischen Abläufen passen - darzustellen, damit sich Gut und Böse zumindest für gut 2/3 des Albums klar unterscheiden.
    Stattdessen sind zuviele seichte Passagen aneinandergereiht und dazu haben viele Songs derartig schmonzige und cheesige Refrains zu bieten, das man sie anfangs (vielleicht gewöhne ich mich noch dran) nur schwer ertragen kann. So cheesig wars bei DT noch nie und selbst Disney wäre hierauf neidisch.

    Was das Album direkt aufwerten würde: Der Einsatz von mehreren Sängern ala Ayreon und Konsorten. Dass Labrie jede Stimme übernehmen muss und sich dabei zu wenig voneinander unterscheidet (wie soll er auch?), ist der absolute Overkill. Ich weiß ohnehin nicht, wie er die Tour bei dem Textmonster überstehen soll. Verschiedene Stimmen hätten dem Ganzen dann wirklich einen Charakter geben können.

  • Vor 4 Jahren

    Cover und Konzept erinnern ein wenig sehr stark an "Die Tribute von Panem" ist das gewollt?

  • Vor 4 Jahren

    Überambitioniert? Größenwahnsinnig? Monströs? Naja, nicht die schlechtesten Voraussetzung für ein gutes Album. Und natürlich ja, das ist kein neues SGT PEPPER oder eine BOHEMIAN Nacht in der Oper. Kann aber auch niemand ernsthaft erwarten.
    Die Story? Habe nach ein paar Minuten aufgegeben. Letztendlich aber laufen diese junge(r) Auserwählte(r) lernt seine/ihre Macht kennen und überwindet das allumfassende Böse alle ziemlich ähnlich ab; egal ob Flipper-spielend, durch die Sümpfe in DAGOBAH laufend oder mit Pfeil-und-Bogen auf dem Rücken. Muss ich jetzt für mich hier nicht in jedem Detail nach vollziehen.
    Was bleibt? Tja, 'ne Menge Musik. 'Ne ganze Menge. Bin jetzt zweimal durch und ja, ich kann kein Lied von dem anderen unterscheiden; Stand jetzt. Und genau das macht den Reiz aus. Das hier ist alles so dermaßen konsequent over-the-top, dass es - zumindest für mich - einen hohen Reiz hat, sich immer wieder damit zu beschäftigen. Ob mir das Album gefällt kann ich vielleicht erst in paar Jahren sagen, aber langweilig ist die Scheibe definitiv nicht. Ganz im Gegenteil. Sie muss hart erarbeitet werden; im JAZZ zumindest ist das i.d.R. ein Qualitätsmerkmal. So sehe ich's hier auch. Stand jetzt.

  • Vor 4 Jahren

    egal was sie machen, sie machen es falsch. zu hart, zu cheesy, zu wenig gefühl, zu einfallslos, zu frickelig, zu wenig solos, zu lange tracks, zu kurze tracks, konzeptlos, zu durchgekopft, zu viel gesang, texte zu trivial, geschichte zu komplex und undurschschaubar, zu kalt abgemixt, drums zu dominant, bass zu leise,... wäre es nicht unbestritten dass die jungs wenigstens theoretisch ein bisschen gitarre/klavier/drums/bass spielen können, würde man ihnen vermutlich auch das noch absprechen. Ich gebs zu: ich sehe mich selber als fanboy der frühen stunde. mein erstes album war i+w und es gefiel mir nicht alles was dt seither rausgehauen hat. eines hat sich aber bis heute wie ein roter faden durchgezogen wie mir scheint. dt hat immer sein eigenes ding gemacht, wenn sie wie auf fii nicht vom label zu gegenteiligem gezwungen wurden. so auch bei "the astonishing". Dieses album ist herrlich kitschig, die erzählte geschichte ist tatsächlich grosser käse und das artwork hochnotpeinlich. in der musik ist da wie von dt gewohnt viel bombast und pathos (ja, noch mehr als sonst, was allerdings zum konzept passt) und ja, es wurden stilelemente aus anderen Rockopern übernommen und/oder kopiert... Was daran falsch sein sollte, ist mir allerdings schleierhaft... wenn soldaten marschieren, klingt das nunmal nach stiefel auf strasse... mein tipp an kritiker: zieht eure besten kopfhörer auf, legt eure fremdscham zwei stunden ab und lasst es einfach zu... es ist schön, tut gut und man wird belohnt... ich musste auch lernen es zuzulassen... schon beim ersten dt album war ich von labries gesang und gewissen passagen ein wenig peinlich berührt und bei jedem weiteren album fanden sich sich für mich immer wieder andere peinliche momente... trotzalledem begleitet mich diese band seit mehr als 20 jahren, da die dargebotene musik einfach grosse klasse ist. Ich bin ihr bislang für jedes album und die meisten tracks dankbar.. just my 2 fanboy cents :)

  • Vor 4 Jahren

    Normalerweise lese ich hier nur mit, äußere mich aber nicht zu Alben oder Kritiken. Jetzt aber muss ich einfach etwas zu DT und "The Astonishing" bzw. dem Werk der Band loswerden:
    Ich bin seit Images & Words treuer DT-Hörer. Wie lange ist das? 20 Jahre, 22 Jahre? Keine Ahnung! Seit dem gab es wunderbare Alben, solche die ich als durchweg schwach beschreiben würde und solche die ich als recht gemischte Kost wahrnehme (eigentlich die meisten).
    Ich habe damals das Ausscheiden von Kevin Moore sehr bedauert. Und tatsächlich wurden das Songwriting und insbesondere die Lyrics in der Folge meines Erachtens etwas schwächer. Mike Portnoys Abritt ist eine andere Sache, aber erstaunlicherweise weine ich ihm nur aus nostaligischen Gründen nach, musikalisch wird er durch Mike Mangini sehr gut ersetzt.
    Was mich in den letzten Jahren wirklich stört, ist der musikalische Einfluss, den Jordan Rudess (zunehmend) auf die Kompositionen und Arrangements nimmt. Er ist zweifellos vom technischen Standpunkt aus betrachtet der beste Tastenmann, der bei DT je spielte. Und seine Arbeit auf Alben wie "Scenes From A Memory" oder den beiden Liquid Tension Experiment-Alben verzückt mich noch heute!
    Es gibt jedoch in den letzten Jahren Hörmomente bei denen mich seine kitschigen, wie am Reißbrett entworfenen Arrangements regelrecht anwidern. Das kann dann schonmal ein ganzes Lied für mich ungenießbar machen. Bei "Illumination Theory" etwa gibt es Stellen, die ich schlicht "wegspulen" muss.
    "The Astonishing" ist nun sicherlich ein Opus Magnum in der Schaffensgeschichte der Band. Steckt voller harter Arbeit, Ehrgeiz, Herzblut und musikalischer Meisterschaft. Das hört man schon beim ersten Hören. Und man hört auch, wie schon geschrieben, dass das Album Zeit braucht. Sicherlich braucht es deutlich mehr als fünf Durchgänge, um beim Hörer anzukommen, sich zu entfalten. Ich höre aber bereits beim ersten Rutsch sehr deutlich den Einfluss, den Rudess auf die Kompositionen hatte und entsprechend strotzt die Platte (auch ihrer Natur als Rockoper folgend) vor weinenden, schwelgenden und leidenden Streicher- und Pianosequenzen nach altbekannter und ebenso mitlerweile uninspirierter Bauart (letzteres Wort ist sehr bewußt gewählt). Einmal gehört und sofort erkannt, da in etlichen Variationen schon von Rudess serviert und nun ein weiteres mal aufbreitet.
    Ich möchte nicht als Rudess-Basher falsch verstanden werden. Vielmehr darauf hinweisen, dass ich einer dieser Langzeithörer bin, dessen DT-Müdigkeit mit dem neuen Album eine neue Dimension erreicht hat, die fast in Richtung Ablehnung driftet. Ich kann nach all den Jahren noch immer nicht genug bekommen vom Zusammenspiel von Schlagzeug und Bass, dem unglaublichen Sound und Spiel von Petrucci und dem "Dream-Theater-Gen", den Stellen, an denen ich auch nach zwanzig Durchgängen nicht herauszählen kann, in welchem Metrum der Song gerade steht. Aber: Ein gewohntes, gerne auch mittelmäßiges Album (wie etwa "Train of Thoughts", "Systematic Chaos" oder "Dream Theater") mit sagen wir 9 Tracks und einer Länge von 73 Minuten, hätte es für mich getan. Gerne hätte ich die nach meinem Verständnis üblichen 30% "Füllmaterial" in Kauf genommen und bei den "Rudess-Stellen", die mich nerven, einfach "vorgespult". So kann ich "The Astonishing" nur dankend an die nächste Generation DT-Fans weiterreichen und ihnen damit viel Freude wünschen.

    • Vor 4 Jahren

      Was Rudess' Einfluss angeht, stimme ich absolut zu! Sehr deutlich u.a. in "2285 Entr'Acte", bes. ab Sekunde 40. Das ist ja fast schon frech übernommen aus SDoIT! Und auf dem letzten, dem selbstbetitelten Album fand ich "Along for the Ride" nicht nur generell einigermaßen gruselig, sondern insbesondere das uninspirierte Rudess-Solo, das unfassbar ähnlich - nur viel besser - schon auf "Beneath the Surface" zu hören war. Die Metaphern "Bauart" und "am Reißbrett entworfen" kann ich nur allzu gut nachvollziehen.

  • Vor 4 Jahren

    Eigentlich wurde schon alles gesagt, aber ich möchte noch einmal hervorheben, dass der größte Fehler imo war, alle Rollen von LaBrie einsingen zu lassen! Dadurch kommen die verschiedenen Charaktere nicht wirklich zur Geltung. Vielleicht hätten DT während der Recording Sessions mal Ayreon hören sollen.

  • Vor 4 Jahren

    Man nehme 5 Vollblutmusiker, mische sie zu Dream Theater und was dabei herauskommt ist einfach grandios! Tolle Lyrics und sehr gut durchkomponiert bin ich völlig gefesselt von dem Werk. Sicherlich ist die eine oder andere Kritik mehr oder weniger berechtigt und manchmal vergisst man beim Hören, dass DT eine progressiv Metalband ist. Das enttäuscht vielleicht einen Teilnder Fans. Für mich als Musikjunkie ist es ein Meilenstein in der Musik.

  • Vor 4 Jahren

    Hey Leute und ein großes Hallo an alle verwunderten Dream Theater Fans
    Ich bin auch ein Riesen Fan seit der ersten Stunde. Es gab Alben die mich vom Stuhl gehauen haben und welche die "nur" überdurchschnittlich gut waren. Der Fluch solch begnadeter Musiker ist das man immer eine Steigerung zum Vorgänger erwartet-und das wenn sie ein fast duchweg hartes Album geschaffen haben viele meckern es sei zu hart und zu unmelodisch. Als Dream Theater mit dem gleichnamigem Album auf den Markt kam meckerten die Leute es wäre zu soft.
    Jetzt meckern einige über The Astonishing- es wäre zu weich und hat mit Dream Theater nichts mehr zutun.
    Also-ich habe mir zum Vergleich mal Metropolis angehört und meiner Meinung nach ist The Astonishing um einiges besser- nicht härter, aber viel gereifter,technisch um Meilen besser.
    Ich habe The Astonishing jetzt 5 mal in Ruhe duchgehört und ich habe es genossen,auch wenn ich zugeben muss,das es ruhig 4 härtere Songs hätte mehr geben können. Ich finde es sehr gewagt und mutig von den Jungs das sie mal einen anderen Weg gegangen sind, aber das muss man erst mal können -und das tun sie
    Außerdem bin ich mir sicher das das nächste Album 2018 wieder mehr nach Dream Theater klingt
    Bis dahin versucht mal euch wie die Band auf was großartiges Neues einzulassen und geniesst The Astonishing....oder die Vorgänger

  • Vor 4 Jahren

    Wenn es schon ein Doppelalbum voller Balladen ist:
    Ist da endlich wieder so eine Gänsehautballade wie “Hollow Years“ dabei?

  • Vor 4 Jahren

    Gutes Trinkspiel: Immer wenn das Album zu pathetisch, prätentiös, angeberisch, kitschig und unerträglich wird, hast du einen Kurzen zu trinken. Leider ging der Versuch gestern nach hinten los. War schon nach einer Viertelstunde betrunken.

  • Vor 4 Jahren

    Also die elektronischen Interludes sehe ich nicht als Kakophonie, die klingen eigentlich ziemlich geil. Natürlich sollen sie etwas Bedrohliches an sich haben, denn vermutlich soll die Allmacht der Algorithmen entsprechend wahrgenommen werden. Was könnte dieses Thema besser illustrieren als elektronische an Darkpsy (Musikgenre) erinnernde Sounds.

  • Vor 4 Jahren

    Aber ich stimme zu, man hätte diese "Böse Macht" auch noch musikalisch mit mehr kalkuliertem Mathrock-Gefrickel untermalen können, dann wäre das Album halt etwas schizophrener geworden, so hat man sich auf ein paar elektronische Dark-Ambient Passagen beschränkt. Habe es ebenfalls nur einmal gehört (fast bis zum Schluss) und werde dem ganzen vielleicht noch nen Durchlauf gönnen.

  • Vor 4 Jahren

    Dieser Kommentar wurde vor 4 Jahren durch den Autor entfernt.

  • Vor 4 Jahren

    Was soll ich sagen,...eines mal vorweg: Ich bin DT fan der ersten Stunde, finde aber mittlerweile jede prog-band geiler,...da sind jungs am start, wo man das gefühl hat, die spielen noch nie gehörtes, frisches, aufregendes Material. Und das vermisse ich bei den Herrschaften schon seit Längerem. Ich freue mich immer wieder auf eine Albumankündigung und werde letzten Endes immer wieder enttäuscht, nach dem Motto: Hast du ein Album gehört, hast du sie alle gehört,...und diese Tatsache hat die Jungs längst vom Progolymp abgelöst.
    So geht´s mir leider mit DT!

  • Vor 4 Jahren

    Wer hat eigentlich das Gerücht aufgebracht, LaBrie sei ein GUTER Sänger? Ist er auf der CD schon damit überfordert, den vielen Charakteren einen spezifischen Ausdruck zu verleihen, versagt er live völlig. Es gibt nur zwei Agregat-Zustände: "wispern, hauchen" (Ballade) und "kreischen mit Schlußtremolo" (der Rest). Besonders peinlich wird es, wenn er mit einem Glissando versucht, in die Höhe zu kommen, den letzten Ton herauspreßt, um doch das berühmte Achtel unter dem Gipfel zu bleiben. Wenn dann noch die zweite Stimme aus der Konserve kommt und er sowohl im Metrum als auch in der Frequenz danebenliegt, fängt bei mir das Fremdschämen an.
    Überhaupt Konserve. Aus selbiger kommt live ein ganze Menge, vor allem Cello und Violine, aber auch Gesang und Keyboards. Da Rudess das Keyboard zum Publikum neigen kann, ist schön ersichtlich, was zwar zu hören ist, aber keinsfalls von ihm in diesem Augenblick gespielt wird. Die Rechte brilliert im Solo, die Linke an den Wheels und getragen werden sie von seinen berühmten Layer-Sounds. Woher diese kommen, bleibt offen.
    Sie bieten eine bombastische Show, sind aber inzwischen selbst zu den Sklaven der Musikmaschinen geworden. Die Lightshow hat berauschend schöne Momente, die Animation kann nicht mithalten (in jedem Ballerspiel ist mehr Mimik)und ich war dann lange vor dem Ende satt, reizüberflutet und müde. (Frankfurt, 15.3. Alte Oper)
    Zur Ohr-Eichung nochmal SFAM aufgelegt und lächelnd festgestellt, wie gut DT sein können und daß das Neue nicht automatisch das Bessere ist.

    • Vor 4 Jahren

      Du hast ja so recht - gleiche Meinung - Konzert war gruselig - als der Gesang tatsächlich vom Band kam, anstatt dass die Kollegen aushelfen, war ich platt...